"Vincent will Meer": Original-Drehort besucht

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Gerd Schodlok (links) schildert Besuchern die Dreharbeiten an der Bildertafel.

Hinrichssegen - Es ist eine Seltenheit, dass Filmliebhaber einen Kinofilm am Originalschauplatz kostenlos sehen können. Passiert ist dies nun jedoch am Drehort von "Vincent will Meer".

Diese Möglichkeit ergab sich am Wochenende in dem zum Sozialwerk Hinrichssegen gehörenden ehemaligen Diabetiker-Jugendhaus. Im Sommer 2009 wurden hier viele Szenen für den Spielfilm "Vincent will Meer" gedreht.

Nicht nur die Bewohner aus der Marktgemeinde Bruckmühl nutzten die Gelegenheit, sich den Film, in dem unter der Regie von Ralf Hüttner Florian David Fitz (zugleich Drehbuchautor) die Hauptrolle spielt, in der Turnhalle des Jugendhauses (auch im Film sehr deutlich erkennbar) anzusehen.

Bis auf den letzten Platz besetzt war der provisorische Kinosaal in der Turnhalle des Jugendhauses.

Beide Vorstellungen waren bis auf den letzten Platz besetzt, als Gerd Schodlock als Vorsitzender des Sozialwerks Hinrichssegen den Gästen in seiner kurzen Begrüßung die Entstehung der Filmszenen schilderte. "Zunächst konnte ich es nicht glauben, als die Olga-Filmproduktion Anfang 2009 anrief und nachfragte, ob es möglich sei, in unseren Räumen einen Film zu drehen", so Schodlok. Schließlich von der Ernsthaftigkeit der Anfrage überzeugt, gab er "grünes Licht" und die Filmgesellschaft fand einen geradezu idealen Platz für die Dreharbeiten vor.

Statt Kindern "wohnte" die Filmcrew in Hinrichssegen.

Schließlich spielt der Beginn des Films in einer Klinik, in der sich drei junge Menschen mit unterschiedlichen Krankheiten begegnen. So wurden nicht nur Speisesaal und Arztzimmer für die Aufnahmen verwendet, auch die Schlaf- und Waschräume erfüllten voll und ganz die Erwartungen des Filmteams und der Sportplatz diente als bestens geeignete Kulisse für die Außenaufnahmen.

Einen Blickfang bot auch die komplette Außenfassade der Einrichtung mit ihrem markanten Eingang. Dort spielten die Szenen von der Anreise Vincents und der späteren Flucht der drei jungen Leute aus der Klinik.

Selbst die ehemaligen Mitarbeiter des Jugendhauses staunten nicht schlecht darüber, dass ihre ehemaligen Arbeitsräume in dem flott gemachten Spielfilm mit ernstem Hintergrund so gut zu erkennen sind.

Hauptdarsteller Florian David Fitz ließ sich nach Drehschluss von den Kollegen herumfahren.

Die Handlung des Films: Vincent möchte den letzten Wunsch seiner verstorbenen Mutter erfüllen, noch einmal das Meer zu sehen. Er füllt die Asche aus der Urne in eine Bonbondose und begibt sich mit dieser in Begleitung zweier Mitbewohner auf eine abenteuerliche Reise nach Italien. Der erfolgreichste Spielfilm des Jahres 2010 wurde nicht nur mit der "Lola", dem Deutschen Filmpreis, ausgezeichnet: Ralf Hüttner und Florian Fitz erhielten auch den Bayerischen Filmpreis 2010 und Fitz zudem einen "Bambi".

Dass die Filmvorführung am Originalplatz der Dreharbeiten möglich wurde, ist dem Engagement von Gerd Schodlok zu verdanken. "Die Olga-Film München hat uns die Genehmigung zur kostenfreien Vorführung gegeben und somit die Sondervorstellung ermöglicht", so der Vorsitzende des Sozialwerks, das zusammen mit der Interessengemeinschaft Hinrichssgen die Organisation der beiden Vorstellungen übernommen hatte. Viele Filmfreunde nutzten auch das Angebot, sich die Räume, in denen die Aufnahmen gemacht wurden, einmal genau zu betrachten und erfuhren auf Bildtafeln einiges über die Dreharbeiten.

uhe/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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