Zuschauer können mitmischen

TV-Sender Joiz startet in Deutschland

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Joiz-Geschäftsführer Carsten Kollmus

Berlin - Viele Menschen sehen fern und sind gleichzeitig im Netz unterwegs. Ein Schweizer TV-Sender nutzt diese Gewohnheit und verspricht sich auch in Deutschland Zuschauer und Nutzer.

Der private Schweizer TV-Sender Joiz bekommt einen Ableger in Deutschland. Von diesem Montag (5. August) an ist der Jugendkanal auf Satellit, Kabel und im Internet zu sehen. Joiz präsentiert sich als „erster deutscher Social-TV-Sender“ und verbindet konventionelles Fernsehen mit Interaktivität über das Netz, wie Deutschland-Geschäftsführer Carsten Kollmus am Freitag in Berlin sagte. Zuschauer werden ermutigt, sich per Chat, Video-Telefonie und Abstimmungen in das Live-Programm einzumischen.

Die Programmthemen reichen von Musik, Mode und Gesellschaft bis zu digitalem Leben, Sexualität und Politik. Finanziert wird der Sender über Werbung und Sponsoring. Joiz ist in der Schweiz seit zweieinhalb Jahren auf dem Markt. Eigens für den Deutschland-Start hat der Sender neue Moderatoren verpflichtet, die Sendungen wie „Noiz“ (Nachrichten), „Joizone“ (Talkshow), „Living Room“ (Entertainment) oder die Dating-Show „Flirt Kitchen“ präsentieren.

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat dem Kanal in Deutschland eine Lizenz als TV-Vollprogramm erteilt. Das Programm wird von rund 50 Mitarbeitern im ehemaligen Berliner Postbahnhof produziert. Zu sehen ist der Sender auch über die eigene Website joiz.de sowie über die TV-Plattform Zattoo.

Zielgruppe seien Zuschauer zwischen 15 und 34 Jahren, sagte Joiz-Gründer Alexander Mazzara. In der Schweiz liege das Durchschnittsalter des Publikums bei 32 Jahren. Immer mehr Menschen würden Mobiltelefon oder Tablet-PC als „zweiten Bildschirm“ nutzen, Surfen und Fernsehen gehörten vor allem unter jungen Menschen zum Alltag, sagte Mazzara. Dafür habe Joiz interaktive Formate entwickelt.

Vor der Gründung von Joiz war Mazzara unter anderem am Aufbau der Schweizer Programmfenster von RTL und ProSieben beteiligt sowie Musikredakteur beim Schweizer Musikfernsehen Swizz. Hinter ihm steht eine Gruppe von Investoren aus der Schweiz und Deutschland.

dpa

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