Im Check gegen Roller und Höffner

So schnitt IKEA im ZDF-Vergleichstest ab 

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IKEA, Höffner oder Roller: Welcher der drei Möbel-Discounter hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Die Dokumentations-Sendung "ZDF-Zeit" stellt die Trendmöbelhäuser auf die Probe und bewertet dabei verschiedene Kategorien.

IKEA, Höffner oder Roller: Welcher der drei Möbel-Discounter hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Die Doku "ZDF-Zeit" stellte die Trendmöbelhäuser auf die Probe und bewertete dabei die Kategorien Preis, Qualität, Service und Transparenz. 

Markenpsychologe: Darum ist das selbst zusammenbauen wichtig 

Woran denken wir zuerst, wenn wir an Möbel zum selber bauen denken? Klar, an das schwedische Unternehmen IKEA. Dass dieses Konzept bei den deutschen Verbrauchern sehr gut ankommt, zeigt sich an den Umsatzzahlen: Über 4,7 Milliarden Euro hat das Trendmöbelhaus im Jahr 2016 umgesetzt. In Deutschland gibt es kaum einen Haushalt ohne IKEA-Gegenstände!

Doch wie setzt sich die schwedische Marke im Vergleich zu anderen Möbelhäusern durch? Die Sendung "ZDF-Zeit" hat alle drei Unternehmen unter den Aspekten Preis, Qualität, Service und Transparenz getestet. Alle haben eines gemeinsam: sie bieten Möbel zum selber zusammenbauen an. 

"In dem Moment, wo man das Möbel selber zusammenschraubt, da hat man auch ein ganz anderes Verhältnis zu diesem Möbel und kann sagen: Ich hab da auch bisschen was zu geleistet", begründet Markenpsychologe Dr. Oliver Erricciello das Phänomen der Möbel zum "selber zusammenbasteln". 

Bei IKEA spart man Geld 

Wer kann denn nun mit den besten Preisen überzeugen? Ist es wirklich IKEA? Oder haben andere Möbelhäuser inzwischen aufgeholt? 

Stichprobenartig getestet wurden in der Sendung jeweils ein Bett, eine Kommode und ein Regal. Roller bietet mit 478,99€ das teuerste Trio, Höffner schafft es mit 393€ auf Platz 2 und IKEA gewinnt tatsächlich mit sagenhaften 303€ und sahnt damit den ersten Punkt im Vergleichstest ab. 

Nur Ramschläden? 

Aber können die Möbel auch ihr qualitatives Versprechen halten oder handelt es sich eigentlich nur um "Ramschläden"? Drei Testgruppen dürfen jeweils drei Möbelstücke der Billigfirmen testen und sie nach Anleitung selber zusammenbauen. Wirklich überzeugt wirkt keiner der Testpersonen. 

"Ich versteh ich grad nur Bahnhof", klagt einer der Tester. Die Anleitungen sollen eigentlich für jedermann verständlich sein, doch handwerkliches Geschick darf anscheinend trotzdem nicht fehlen. Trotzdem kosten die Billigmöbel beim Zusammenbauen umso mehr nerven, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Oder etwa nicht?

Doch wie viel halten die Möbel tatsächlich aus? Früher hat man die komplette Inneneinrichtung noch von Oma und Opa geerbt und die Schränke, Betten & Co mussten mehr als eine Lebenszeit überleben. Würden das die Billigmöbel überhaupt schaffen?Umzugsprofis nehmen die Möbel drei Mal auseinander und bauen sie wieder zusammen. 

IKEA schneidet auch hier am besten ab. Doch der Profi empfiehlt: "Ich würde - wenn man es vermeiden kann - die Regale im Stück lassen."

Roller nimmt Regal aus Sortiment

Erschreckend schlecht fällt allerdings der Sicherheitstest aus. Maximal 5 kg Belastung hält das Regal von Roller aus. Zudem lassen sich die Bretter viel zu leicht lösen. In einem Haushalt mit Kindern eine Katastrophe! Die "ZDF-Zeit"-Redaktion konfrontierte die Geschäftsführung mit dieses erheblichen Mängeln, woraufhin das Regal aus dem Sortiment genommen wird. 

Und wenn ich mal eine Frage habe?

In früheren Tests schnitt IKEA in Sachen Service immer sehr schlecht ab. Hat sich das inzwischen geändert? Offenbar nicht. In einer Filiale bekommen die Testpersonen wenig kompetente Antworten von den gestressten Mitarbeitern. Roller hingegen punktet mit einer freundlichen und hilfreichen Beratung

Dafür kann IKEA bei der Beratung am Servicetelefon überzeugen. Nachdem die Geduld in der Warteschleife auf die Probe gestellt wird, kann der Kunde eine gute Beratung erwarten. Höffner schneidet in beiden Tests negativ ab.

Nachholbedarf bei der Transparenz

Beim Thema Transparenz kann keiner der Unternehmen durch herausragende Leistung glänzen. Auskunft zu Umwelt und Nachhaltigkeit können weder Mitarbeiter noch Produktinformationen liefern und Roller und Höffner fallen vor allem durch irreführende Preiswerbung auf. 

Insgesamt kann der Branchenprimus IKEA mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis überzeugen. 

Hier können Sie die Sendung in der ZDF-Mediathek anschauen

Joanna Thurow

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Jens Kalaene/

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