Siegsdorferin erhält bekannten US-Filmpreis

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Freute sich über zwei internationale Auszeichnungen: Die Siegsdorferin Janina Huettenrauch. Die Dokumentation „Maria Prean – das Leben wird immer schöner“, in der die in Berlin lebenden Regisseurin die Geschichte einer Österreicherin, die mit 60 Jahren nach Uganda aufbricht, um dort mit Waisenkindern zu arbeiten filmisch aufgearbeitet hat, wurde in der vergangenen Woche im amerikanischen Atlanta prämiert.

Atlanta - Riesen-Erfolg für die Siegsdorferin Janina Huettenrauch: In Atlanta erhielt sie für ihre Dokumentation "Maria Prean – das Leben wird immer schöner" bei den Crown Awards zwei außerordentliche Auszeichnungen.

Ihr Film wurde als „Bester internationaler Film“ sowie als „Beste Dokumentation unter 50.000 Dollar Produktionsbudget“ gewürdigt und ausgezeichnet. Die seit 1973 vergebenen Preise werden an herausragende Produktionen ausgelobt, die mit ihren Inhalten christliche Werte filmisch transportieren. Bei der Preisverleihung waren Produzenten und Filmemacher aus mehr als 20 Ländern anwesend.

Die Regisseurin freute sich über die Auszeichnung: „Das ist eine riesige Ehre für unser Team und für mich.“ Es sei ein Bestätigung dafür, dass der Inhalt des Films das Publikum bewege. Dass dies nicht nur im deutschsprachigen Raum sondern auch auf der internationalen Bühen der Fall ist, sei für sie etwas ganz besonderes sagte sie nach der Preisverleihung in Atlanta.

In der knapp einstündigen Dokumentation „Maria Prean – das Leben wird immer schöner“ wird die Geschichte der Östereicherin Maria Prean erzählt, die im Alter von gut 60 Jahren nach Uganda ging, um dort mit Waisenkindern zu arbeiten. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich dort eine umfangreiche Hilfs-, Sozial- und Missionsarbeit auf einem 65 Hektar großen Areal, auf dem Schulen, Werkstätten, Unterkünfte und verschiedene soziale Einrichtungen erbaut wurden. Die Arbeit des gegründeten Vereins „Vision for Afrika“ („Vision für Afrika“) geht dabei über den Standort im weiteren Umkreis der ugandischen Hauptstadt Kampala hinaus: Derzeit werden insgesamt rund 5.500 Kinder an 180 Schulen in Uganda, Kenja und Tansania unterstützt. 

Crown Award für Janina Huettenrauch

Der „Vision-Chor“, bestehend aus jungen afrikanischen Schulkindern, tourte im ersten Halbjahr durch den deutschsprachigen Raum. Auch in der Region fand im Mai diesen Jahres ein Konzert statt: Der Chor, den die Innsbruckerin in die Region brachte, verzauberte die Zuhörer auf dem Gipfel des Hochfellns. Der deutsche Zweig, des 2001 gegründeten Vereins hat seinen Sitz in Hufschlag bei Traunstein und ist unzertrennbar mit dem vor einigen Jahren verstorbenen Architekten Heinz Böhne aus Hufschlag verbunden, der unter anderem durch seine planerischen Aktivitäten maßgeblich zu dem Bau der Gebäude in Uganda beigetragen hat.

„Ich wollte in dem sehr persönlich gehaltenen Dokumentarfilm das Lebenswerk einer faszinierenden Frau zeigen, die scheinbar unüberwindliche Grenzen nicht akzeptiert und fest entschlossen ihren Weg geht“ sagte die Regisseurin über die Gründe, die sie zu veranlasst hatten, den film zu drehen. Überwiegend wurde dieser in Uganda, im bayerischen Riedenburg und in Triebes in Thüringen gedreht.

Lernen von Emmerich & Co.

1981 in Prien geboren, führte Hüttenrauch ihr schulischer Weg von der Grund- und Hauptschule Siegsdorf über die Maria Ward Mädchenrealschule an die Fachoberschule in Traunstein, die sie im Jahr 2000 im Zweig „Sozialwesen“ erfolgreich abschloss. Den filmischen Erfolgen folgte konsequenterweise der Umzug in die deutsche „Filmhauptstadt“ Berlin, in der sie sich relativ schnell „etablierte“ und sich mit ihrem Können aber auch mit dem Mut, knifflige Themen anzupacken schnell einen Namen machte.

Für die 29-jährige Wahl-Berlinerin, die seit 2004 in den Regieassistentendepartments von namhaften Regisseuren wie beispielsweise Jo Baier („Stauffenberg“), Tom Tykwer („Lola rennt“) und Roland Emmerich („Independence Day“) arbeitet, ist die Preisverleihung in Atlanta ihre bisher größte Auszeichnung. Aber auch schon zuvor machte sie mit ihren Filmen national auf sich aufmerksam. So belegte sie bereits im Jahr 2000 mit ihrem Film „Toys“ den 2. Platz beim Deutschen Menschenrechtsfilmpreis in der Kategorie Nachwuchs. In dem Film, den sie in Traunstein gedreht hatte, geht es um Gewalt und Toleranz. Die elfjährige Lisa berichtet in dem Streifen, wie sie diskriminiert und verlacht wurde, weil sie eine schwarze Hautfarbe hat. Zwei Jahre später folgte der Bayerische Jugendfilmpreis für „Der andere Weg“, in dem es um ein 17-jähriges Mädchen geht, das nach einem Drogenentzug auf einem erlebnispädagogischen Projekt einen Neuanfang versucht. International viel beachtet wurde dann 2008 „Radically loved“ mit mehreren Auszeichnungen in den USA und Canada. Die beiden nun erhaltenen Auszeichnungen und Preise für den im Frühjahr auf DVD erschienen Film „Maria Prean – das Leben wird immer schöner“ sind ihr bisher größter Erfolg auf der internationalen Filmbühne.

„Die Themen meiner Filme sind mir sehr wichtig “ sagt die 29-jährige. Das ist auch mit der nun zu internationalem Ruhm gekommen Produktion „Maria Prean – das Leben wird immer schöner“ nicht anders: Hüttenrauch will nicht nur Filme machen, sondern damit auch eine „Botschaft“ an die Zuschauer transportieren: „Das Leben ist nicht immer einfach, aber ich denke das gute Filme Menschen ermutigen können über die vielleicht schwierigen persönlichen Umstände hinauszublicken und Hoffnung zu finden."

Zu ihrer Heimatregion, dem Chiemgau hat sie auch weiterhin - nicht zuletzt auch aufgrund familiärer Verbindungen - einen starken Bezug. Im Rahmen einer Film-Tour im November wird sie den Film im Park-Kino in Bad Reichenhall zeigen, und hofft auf weitere Filmvorführungen in Traunstein, Siegsdorf und der näheren Umgebung. Der Film ist im Hänssler Verlag erschienen, wer den Film bereits jetzt sehen will, kann diesen unter www.mariaprean-derfilm.de zum Preis von 14,95 Euro zuzüglich Versandkosten als DVD online bestellen.

awi

Quelle: rosenheim24.de

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