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Kinostart der Kult-Komödie

"Hangover 3": Filmkritik zum Chaos-Finale

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Alan (Zach Galifianakis) ist im dritten Teil noch öfter zu sehen.

Berlin - In Hangover 3 feiert das "Wolfsrudel" sein letztes Abenteuer in Las Vegas. Ob das große Finale um Alan, Stu und Phil gelungen ist, erfahren Sie in unserer Kinokritik.

Es gibt keinen Junggesellenabschied, niemand will heiraten. Daher ahnen die Freunde Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms) und Doug (Justin Bartha) nichts Böses, als Alan (Zach Galifianakis) sie um einen Gefallen bittet. Nach dem Tod seines Vaters ist das schwarze Schaf des „Wolfsrudels“ in eine Krise geraten und soll sich in einer Nervenheilanstalt erholen. Alan bittet seine Kumpels, ihn dorthin zu fahren. Keiner wagt es, ihm diesen Wunsch abzuschlagen, daher sitzen bald alle in Phils Mini-Van. Doch schnell geht wieder ziemlich viel schief. Ein Lastwagen, der das „Wolfsrudel“ von der Straße drängt, ist nur der Anfang. Doug (Justin Bartha) wird von einem Gangsterboss (John Goodman) entführt. Als der asiatische Chaos-Ganove Leslie Chow (Ken Jeong) erneut auftaucht, beginnt eine abenteuerliche Odyssee durch die USA, die dort endet, wo alles im ersten Teil von „Hangover“ begonnen hat – in Las Vegas.

Mit der ersten Szene von „Hangover 3“, in der Alan aus Versehen eine Giraffe köpft, beweist Regisseur Todd Phillips, dass ihm die originellen Ideen noch nicht ausgegangen sind. Nette Gags gibt es einige. Doch das große Ganze, der rote Faden ist zwischen der Beerdigung von Alans Vater und dem Wiedersehen mit Chow verloren gegangen.

Man bemerkt das Bemühen der Regie, dem Film diesmal eine etwas andere Struktur zu geben. Die Rollen von Alan und Chow sind größer. Im Fall von Alan passt das gut – von Zach Galifianakis kann man in manchen Szenen nicht genug kriegen. Chows Figur gibt eine Ausweitung zur Hauptrolle aber nicht her – weshalb der Typ auch ab dem fünften Auftritt gehörig nervt.

Die Parts des restlichen „Wolfsrudels“ sind dagegen aus unerfindlichen Gründen arg geschrumpft. Bradley Coopers coole Auftritte fehlen komplett. Justin Bartha kommt, da sein Doug in der ersten Viertelstunde entführt wird und erst am Ende wieder auftaucht, ohnehin kaum vor. Und Ed Helms darf, statt wie früher den herrlich neurotischen Zahnarzt Stu zu mimen, nur noch gelegentlich überspanntes Gekreische von sich geben. Von einer irgendwie gearteten Charakterentwicklung kann man dabei sowieso nicht mehr sprechen.

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„Hangover 3“ bringt den Zuschauer deutlich weniger zum Lachen als die ersten zwei Filme: Nicht, weil die Witze nicht zünden – es gibt einfach zu wenige. Die Zeit wird stattdessen mit fader Action gefüllt. Entgegen aller Äußerungen des Verleihs, es gebe keine Fortsetzung mehr, bietet „Hangover 3“ aber am Ende jede Menge Ansätze dafür. Daher bleibt nur zu hoffen, dass der vierte Film dann wieder mehr taugt.

von Ulrike Frick

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