Fiktion statt Information

BR zweifelt an Fernsehstudie

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Setzt der Bayerischer Rundfunk vermehrt auf Unterhaltung?

München - Ersetzt der Bayerische Rundfunk vermehrt Information durch Unterhaltung? Das sagt eine Studie. Der Sender kritisiert sie als nicht wissenschaftlich.

Der Bayerische Rundfunk hat eine Studie in Zweifel gezogen, nach der er informierende TV-Programminhalte vermehrt durch fiktionale Unterhaltung ersetzt. „Die Studie vergleicht teils Äpfel mit Birnen, einiges ist nicht nachvollziehbar“, kritisierte der Leiter des Programmbereichs BR-Fernsehen, Andreas Bönte, am Mittwoch in München.

BR als einziger Sender unter 50-Prozent-Marke

Die Untersuchung der Otto Brenner Stiftung in Frankfurt kam zum Ergebnis: „Der BR und auch der hr erzielen die mit Abstand niedrigsten Quoten für informierende Programminhalte und setzen vermehrt auf fiktionale Unterhaltung.“ Der BR widme an einem durchschnittlichen Programmtag nur 45 Prozent der Sendezeit den als informierend eingestuften Formaten wie Nachrichten und Magazinen. Er falle damit als einziger der bisher untersuchten Sender unter die 50-Prozent-Marke.

Bönte hielt dagegen: „Insgesamt nimmt die Studie vor allem eine quantitativ-statistische Auswertung nach selbst definierten Genres vor, die aus unserer Sicht allerdings wenig Sinn macht und keinerlei Aufschluss über die Qualität unseres Programms gibt.“ Positiv aus BR-Sicht: Der Anteil der Nachrichtenformate sei beim BR - mit vielen Reportagen und Dokumentationen - überdurchschnittlich hoch.

dpa

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