Sender verschwinden heute vom Bildschirm

RTL via DVB-T: Schluss, aus und vorbei

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Abgeschaltet: RTL, RTL2, vox und SuperRTL sind raus

München - Die Stunden sind gezählt. Heute, ab Mitternacht, sind im Raum München die Programme der Mediengruppe RTL nicht mehr über den digitalen Antennenanschluss zu sehen.

Damit verabschieden sich RTL, RTL2, Vox und ­SuperRTL ab sofort sukzessive und endgültig (deutschlandweit) ab Januar 2014, die ausschließlich DVB-T zum Fernsehempfang nutzen.

Es trifft vor allem Zuschauer mit einem eher kleinen Budget, denn DVB-T ist die günstigste TV-Empfangsart: Erstens, weil keine Gebühr anfällt, zweitens, weil die Kosten für die notwendigen Empfangsgeräte überschaubar sind. Wer also in Zukunft nicht tiefer in die Tasche greifen möchte, muss auf das Programm der RTL-Gruppe wohl oder übel verzichten. Als kleines Trostpflaster hat DVB-T das bereits vorhandene Portfolio aus Sendern weiter aufpoliert und drei neue mit ins Programm genommen (siehe Text unten). Die Zuschauer bekommen die neuen Programme ohne Suchlauf.

Wer allerdings auch in Zukunft auf "Wer wird Millionär?", "Deutschland sucht den Superstar" und "Das perfekte Dinner" nicht verzichten möchte, der muss sich nach Alternativen umschauen. Als Ersatz stehen Satellitenfernsehen, Kabelfernsehen und Internetfernsehen zur Verfügung – verbunden mit regelmäßigen Zusatzkosten.

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Bezahlt werden wollen beim Satellitenfernsehen die Schüssel und die LNB genannte Empfangseinheit, dazu kommen Halterung und Kabel. Monatliche Kosten gibt es dafür keine. Aber Vorsicht: Mieter benötigen die Erlaubnis ihres Vermieters, um eine Schüssel zu installieren.

Weil sie fortlaufende monatliche Gebühren erfordern, sind Kabelfernsehen und IPTV, das Fernsehsignale über die Telefon- und Internetleitung transportiert, auf lange Sicht am teuersten. Beim Kabel-TV kassieren die Netzbetreiber neben den Grundgebühren auch für digitale Zusatzpakete mit mehr Programmen. 15 Euro pro Monat muss man mindestens einplanen. Die Grundgebühr wird zumindest in Mietwohnungen aber häufig über die Nebenkosten abgerechnet.

Wer sich für das sogenannte IPTV entscheidet, sollte einen schnellen Internetzugang und einen passenden Fernseher haben. Große Datenmengen werden auf diesem Weg transportiert. Derzeit wirbt die Telekom mit ihrem Produkt Entertain, das Internet, Fernsehen und Telefon für momentan 34,95 Euro ins Haus bringt.

Neue Sender für DVB-T

DVB-T erweitert sein Angebot um drei Sender. Diese sind:

Sat.1 Gold (ab 1. August)

Unter dem Motto "Mir geht’s gold" wendet sich Sat.1 Gold, ein Sender der Pro7Sat.1-Gruppe, an die Kernzielgruppe der 49- bis 64-jährigen Frauen. Es laufen neben Wiederholungen alter Formate wie Britt oder Zwei bei Kallwass auch Serien wie Mit Herz und Handschellen und neue Magazine, die sich den Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness widmen.

Tele 5 (ab 1. August)

Der Münchner Sender wirbt derzeit damit, die „schlechtesten Filme aller Zeiten“ im Programm zu haben. Immerhin – sie werden von Oliver Kalkofe präsentiert.

Pro7 MAXX (ab 3. September)

Pro7 MAXX richtet sich an männliche Zuschauer im Alter von 30 bis 59 Jahren. Im Hauptabendprogramm werden vor allem internationale Serien, Filme und Dokumentationen ausgestrahlt.

Und welcher Anbieter hat die größte Auswahl an Programmen? Eindeutig das Satellitenfernsehen. Hier stehen hunderte nationale und internationale Sender zur Wahl. Gegen einen Aufpreis von 50 Euro pro Jahr werden die wichtigsten deutschen Privatsender hochauflösend in HDTV-Qualität geliefert.

Fazit: DVB-T-Kunden, die auch in Zukunft nicht auf die Sender der RTL-Gruppe verzichten möchten, müssen auf jeden Fall investieren. Es gibt aber auch andere Alternativen, wie wir in unter diesem Link aufzeigen.

aki/dpa

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