Maximilian Brückner hat "Resturlaub"

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Maximilian Brückner

Riedering - „Sophie Scholl“, „Hanami“, „Räuber Kneißl“, „Tatort“ – und jetzt „Resturlaub“, eine Komödie nach dem Bestseller von Tommy Jaud - der Riederinger Maximilian Brückner ist viel beschäftigt!

Brückner spielt in dem Kinofilm, der morgen deutschlandweit und auch im Rosenheimer Citydome-Kino startet, eine Person, die ihm eigentlich ziemlich fremd ist: Denn Brückner stellt sich gerne Veränderungen, lässt sich – zumindest beruflich – nicht in Schubladen stecken. Ganz anders als "Pitschi", die Hauptperson in "Resturlaub". Der Mittdreißiger läuft vor neuen privaten Herausforderungen wie dem Kinderwunsch seiner Freundin davon und stürzt bei seinem inszenierten Ausstieg, der ihn nach Buenos Aires führt, in turbulente Abenteuer.

Pitschis Angst vor einer ernsthaften Beziehung mit Freundin Biene (Maria Bartuschek), die eine neue Lebensphase eröffnen würde, kann Brückner nicht nachvollziehen. "Ich muss mit 40 nicht mehr durch die Discos rennen, das brauch ich schon heute nicht mehr", stellt der 32-Jährige fest. Veränderungen im Privatleben, wie sie durch die Elternschaft ausgelöst werden, sind in seinen Augen "wesentliche Komponenten im Leben".

Pitschis Sorge, durch Aufgabe eines scheinbar unbeschwerten Junggesellenlebens und Übernahme von Verantwortung könne "das Leben vorbei sein", potenziert sich, so Brückner, im Film ins Unermessliche und in der Wunschvorstellung, es noch einmal "richtig krachen zu lassen".

Der Ausstieg aus der angeblichen heimatlichen Spießbürgerschaft in Bamberg soll in Argentinien gelingen, wo in den Vorstellungen des tollpatschigen Antihelden alles besser, weil frischer, fröhlicher und freier ist. "Auch dieses Gefühl, etwas zu verpassen und es woanders schöner zu haben, kennt wohl jeder", findet Brückner. Er hatte den Bestseller von Jaud vor dem Casting nicht selber gelesen: "Dafür mein Bruder - und der hat sich totgelacht."

"Dieser Film war für mich ein Riesenherausforderung", stuft Brückner das aktuelle Werk ein. Das liege unter anderem am Genre der Komödie, "denn es ist einfach superschwer, Leute zum Lachen zu bringen", findet er. "Bei einem Drama trägt die Geschichte oft in weiten Teilen den Film", charakterisiert er den Unterschied.

"Resturlaub" basiert außerdem auf einem Bestseller. Brückner weiß: "Das Publikum kommt deshalb mit eigenen Vorstellungen aus dem Buch ins Kino, die nicht enttäuscht werden dürfen."

Eins zu eins seien die Szenen aus dem Roman jedoch nicht in einen Film zu übernehmen. Jaud, der auch das Drehbuch geschrieben hat, erwies sich zur Freude von Brückner als "netter Kerl", der der Verfilmung seines Romans mit großer Gelassenheit und Vertrauen in das Tun von Regisseur Gregor Schnitzler und in das Schauspielerteam begleitet hat.

Letzteres hat nach Brückners Angaben "sehr gut harmoniert", "was uns allen die Arbeit erleichtert hat". Deshalb freut Brückner der heutige Kinostart doppelt: Denn im Rahmen der Promotionstour durch Deutschland, die er nur für einen Besuch des Rosenheimer Herbstfestes unterbrechen wird, sieht er seine Kollegen aus "Resturlaub", mit denen er sich zum großen Teil angefreundet hat, endlich wieder. Zu ihnen gehört auch Stephan Luca, der den besten Kumpel von Pitschi spielt und mit dem Brückner am 31. August auch im ARD-Bergsteigerdrama "Die Route" (20.15 Uhr) gemeinsam vor der Kamera steht.

Der Trailer zu "Resturlaub" kündigt einen temporeichen Streifen an - eine Geschwindigkeit, die der Film nach Angaben von Brückner 95 Minuten lang aufrecht hält. Eine Herausforderung waren für den deutschen Shootingstar 2007 auch einige freizügige Szenen, in denen ein durchtrainierter Brückner fast ganz blank zieht. "Ich bin ja privat eher gschamig", gibt der Riederinger schmunzelnd zu, "diese Szenen waren für mich eine besondere Herausforderung."

Doch genau dies ist für ihn das Schöne an seinem Beruf: Jeder Film, jede Theaterproduktion bietet wieder etwas Neues. Veränderungen bestimmen deshalb seine Karriere, mit der Brückner wunschlos glücklich ist. "Ich fühle mich wirklich privilegiert: Ich darf spielen und habe das Glück, auswählen zu können. Das weiß ich wirklich zu schätzen." Deshalb wünscht er, "dass es so weitergeht wie bisher". Abwechslungsreich halt, denn auf dem Arbeitsplan Brückners stehen ein weiterer Kino- und ein Fernsehfilm, der "Tatort", von dem er einen pro Jahr dreht, und eine neue Theaterproduktion.

Brückner kommt am Donnerstag, 18. August, ins Rosenheimer Citydome-Kino und am Donnerstag, 25. August, in Mikes Kino nach Prien (im Citydome Rosenheim, im Aibvision in Bad Aibling, im Wasserburger Utopia, in Mikes Kino in Prien und im Kufsteiner Funplexx).

Heike Duczek/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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