"Das perfekte Model gibt es nicht"

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Waldkraiburg - Der Waldkraiburger Designer Kay Rainer tritt am Dienstag in der VOX-Show 'Das perfekte Model' auf. Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

"Eigentlich wollte mich Heidi Klum für eine große Modenshow in L.A. haben - aber wissen Sie, L.A. bringt mich nicht wirklich weiter - die Kunden sitzen hier in Deutschland." Kay Rainer, Modedesigner aus Waldkraiburg, wollte strategisch vorgehen. "Da hat mir die VOX-Show von Padberg und CO. einfach mehr gebracht - und große Lust auf eine Zusammenarbeit mit Heidi Klum hatte ich eh nicht," verrät der Designer. Er habe der Klum dann zwar noch angeboten, in die Jury zu gehen, aber das habe sie dann wiederum nicht gewollt.

Statt in Los Angeles mit Germany's next Topmodel stellte Rainer dann also in München in der Alten Börse eine Modenschau auf die Beine, für die VOX-Show 'Das perfekte Model'. "Ich hab' da einen bunten Mix aus all meiner Mode präsentiert - ich will ja bekannter werden und zeigen, was ich so mache," berichtet der Waldkraiburger. Hauptsächlich konzentriere er sich bei seinem Label auf Cocktail- und Abendkleider. Und eine Herausforderung, so verrät er uns, war es schon, mit so vielen backfrischen Nachwuchsmodels zu arbeiten.

"Gezickt wurde natürlich auch!"

"Da stehen Sie als Designer vor 38 Laienmodels, vier Kameras, Padberg und Kurkova und Ihrem Stylingteam und alle Augen sind auf Sie gerichtet - eine ganz schöne Herausforderung," erinnert der Kay Rainer an die Dreharbeiten. "Wir hatten nur einen Nachmittag Zeit für das Fitting. Man kann sich also vorstellen, was da los war."

Kay Rainer bei Padberg und Kurkova

Aufruhr unter den Models habe es vor allem gegeben, als es um die Frage ging, wer die Modenshow mit einem besonderen Kleid eröffnen dürfe. "Vor allem unter den drei, vier Blondinen ist da der Konkurrenzkampf losgegangen," so der Designer. "Und darauf haben sich natürlich dann auch die Kameras gestürzt." Kay Rainer aber habe sich bemüht, nichts zu spielen, sondern er selbst zu bleiben. "Deshalb war ich dann auch so streng, wie ich eben bin," gibt er zu. Ebenso unnachgiebig habe er sich auch einer Kandidatin gegenüber verhalten, die partout ein Pflaster bei der Show tragen wollte. "Da hatte sie wohl weh am Fuß und wollte das Pflaster dran behalten. Das habe ich ihr aber ausgetrieben. Mit offenen Schuhen bei einer Modenshow und dann ein Pflaster, das kann sie vergessen", erzählt Rainer.

"Das perfekte Model gibt es nicht"

Den Anspruch der VOX-Sendung, das perfekte Model zu finden, findet Rainer schwer. "Das ist doch immer noch eine Geschmackssache. Und sie müssen die jeweilige Mode des Designers gut repräsentieren. Das einzige, worauf es immer ankommt: Die Mädchen müssen wandelbar sein," findet der Waldkraiburger. Einige Kandidatinnen der Show hätten da seiner Meinung nach ganz gute Karten. Rainers Lieblingsmodel ist Giselle Bündchen. "Das ist eine tolle Frau," schwärmt er. "Faszinierend und sehr markant ist auch Nadja Auermann - allerdings nicht so wandelbar wie unsere kleine Schiffer."

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Waldkraiburger in Show von Padberg und Kurkova

Für den Waldkraiburger Designer selbst muss ein Model wie folgt sein: 1,75 m groß ohne Schuhe, Konfektionsgröße 34/36 und: wandelbar! "Ich mache zwar auch Mode für die normale Frau mit Kleidergrößen bis 44, aber auf den Laufstegen werden tatsächlich die sogenannten 'Hungerhaken' bevorzugt," erklärt sich Kay Rainer. "Ich wurde sogar nach einer Show schon mal angesprochen, was denn die 'Dicke' (ein Mädchen mit Kleidergröße 38) da zu suchen gehabt hätte - erschreckend, aber es ist die Erwartung der Leute."

Wer wissen will, wie sich der Modedesigner aus Waldkraiburg, der schon mit fünf Jahren seine Mutter in Stylingsachen beraten und den Barbie-Puppen seiner Cousine neue Klamotten designt hat, bei Padberg und Kurkova in der Show geschlagen hat: Dienstagabend, 21.10 Uhr auf VOX bei 'Das perfekte Model' erfahren Sie mehr.

ds

Quelle: rosenheim24.de

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