Filmemacher  geehrt

Claude Lanzmann erhält Ehrenbär der Berlinale

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Claude Lanzmann

Berlin - Mit seiner Zeitzeugen-Dokumentation "Shoah" hat Claude Lanzmann Geschichte geschrieben. Die Berlinale würdigt den Filmemacher jetzt mit ihrer höchsten Auszeichnung.

Der französische Filmemacher Claude Lanzmann wird am Donnerstag bei der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der 87-Jährige stellte seine preisgekrönte Dokumentation "Shoah" über die Opfer des Holocaust bei dem Festival in einer neuen digitalisierten Fassung vor.

1986 hatte er das fast zehnstündige Werk erstmals in Berlin gezeigt. Zum Unterschied zwischen damals und heute sagte er am Mittwochabend bei einem Podiumsgespräch: "Heute bin ich ein Star." Bei der Preisverleihung sollte sein Film "Sobibor" über den Aufstand im gleichnamigen Vernichtungslager in Polen nochmals laufen.

Weltpremiere feierte am Mittwoch die Bestsellerverfilmung "Nachtzug nach Lissabon" des dänischen Regisseurs Bille August, . Der britische Oscar-Preisträger und Hauptdarsteller Jeremy Irons (64) bewies sich bei der Vorstellung als wahrer Gentlemen. Er verbeugte sich vor dem Publikum, bedankte sich mit Kusshänden und unterhielt seine Filmpartnerin Martina Gedeck (51) offensichtlich bestens.

Schon auf dem Roten Teppich hatten sich beide trotz der Kälte viel Zeit für Fans, Fotografen und Autogrammjäger genommen. In der Kinofassung des Bestsellers von Pascal Mercier spielt Irons einen Lehrer, der sich auf die Spuren eines portugiesischen Dichters begibt. Neben Irons und Gedeck spielen Bruno Ganz, August Diehl und Charlotte Rampling.

Die schwedische Filmlegende Anita Ekberg (81) plauderte derweil bei einer Podiumsdiskussion auf dem Talent Campus aus dem Nähkästchen. Natürlich ging es dabei auch um eine der berühmtesten Szenen der Kinogeschichte, das Bad im römischen Trevi-Brunnen in Federico Fellinis Klassiker "Das süße Leben" (1960).

Die Aufnahme sei im Januar gedreht worden, erzählte Ekberg. "Es war nicht so angenehm." Sie habe in dem eiskalten Wasser nur ein Abendkleid angehabt. Ihr Filmpartner Marcello Mastroianni habe dagegen Angler-Gummistiefel getragen, sich vor dem Wasser gefürchtet und mindestens eine Flasche Wodka geschluckt.

Im Wettbewerb des Festivals stand für Donnerstag der kasachische Film "Harmony Lessons" von Emir Baigazin auf dem Programm. Außer Konkurrenz wird "Dark Blood" von George Sluizer vorgestellt. In dem Western gibt es 20 Jahre nach dem Tod von River Phoenix ein Wiedersehen mit dem amerikanischen Schauspieler auf der Leinwand.

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dpa

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