Neuer WDR-Intendant

Tom Buhrow: "Miesepeter inspirieren nicht"

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Auf Tom Buhrow kommen als WDR-Intendant "harte Zeiten" zu.

Köln - Am heutigen Montag hat Ex-"Tagesthemen"-Chef Tom Buhrow auf dem Stuhl des WDR-Intendanten Platz genommen. Der 54-Jährige sieht seine optimistische Ausstrahlung als Führungsqualität.

„In Deutschland meinen viele Kritiker, vor allem viele Journalisten, wenn man gute Laune hat, gute Laune verbreitet oder wenn man lächelt, dann könne man nicht gut führen. Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall. Ich glaube, Miesepeter werden nie eine Mannschaft inspirieren können und Hoffnung verbreiten können und Ziele vermitteln können“, sagte Buhrow am Montag, seinem ersten Arbeitstag als Intendant, im „ARD-Morgenmagazin“.

Buhrow war Ende Mai zur Nachfolgerin von Monika Piel gewählt worden, die sich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hatte. An diesem Montag trat Buhrow, viele Jahre Auslandskorrespondent und zuletzt „Tagesthemen“-Moderator, in Köln sein Amt an.

Kritiker hatten ihm vorgeworfen, ihm fehle es für die Spitzenposition im größten ARD-Sender mit mehr als 4100 Mitarbeitern an Führungserfahrung. Buhrow wies am Montag darauf hin, dass er mit dem Studio Washington ein großes Team geleitet und dafür auch einen Führungskräftekurs absolviert habe. Das werde er bei Bedarf wiederholen: „Da habe ich gar keine Scheu, das habe ich damals gemacht, und das mache ich jetzt auch.“ Im WDR wolle er sich jetzt erst einmal umhören, und dann stünden Entscheidungen an. „Es sind harte Zeiten. Das muss man auch sagen“, meinte Buhrow.

dpa

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