Es bleibt die Ratlosigkeit

Nervtötende Sinnsuche in "Knight of Cups"

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Terrence Malick lässt den Zuschauer in "Knight of Cups" wieder einmal ratlos zurück, selbst die Schauspieler haben die Geschichte nicht ganz begriffen. 

Leicht konsumierbare Unterhaltungsfilme waren die bildgewaltigen Arbeiten von Terrence Malick („The Tree of Life“) nie. Nicht nur sein hochartifizieller und hochverquaster Spielfilm „To the Wonder“ ließ viele ratlos zurück. Das Gefühl dürfte sich auch nach „Knight of Cups“ einstellen. Selbst Christian Bale gab bei der Pressekonferenz im Rahmen der Berlinale zu, dass er die Geschichte nicht ganz verstanden habe.

Nervtötende Sinnsuche

Worum es gehen soll, erschließt sich wie so oft bei Malick erst auf den dritten Blick: Drehbuchautor Rick (Bale, unverwüstlich gut) befindet sich in einer Schaffens- und Lebenskrise. Der Melancholiker und Menschenfeind treibt durchs Leben, von Party zu Party, von Frau zu Frau – immer darauf hoffend, dass am nächsten Tag alles besser oder zumindest endlich anders wird. Rick ist noch deutlicher als frühere Figuren in Malicks Schaffen ein Alter Ego des Regisseurs. Wieder lässt Malick eine wuchtige Bilderflut auf das Publikum los. Auch viele inszenatorische Einfälle sind wirklich originell. Trotzdem bleibt vieles unausgegoren: Die namhaften Darsteller von Christian Bale bis Cate Blanchett säuseln ihre prätentiösen Texte aneinander vorbei und peinigen sich und das Publikum mit theatralischen Auftritten. Jede Figur steckt in einer Sinnkrise, und das Leiden an sich und der Welt überträgt sich allmählich auf den Zuschauer. Ricks zerstückelt vorgebrachtes Schicksal berührt nicht. „Knight of Cups“, als Kritik an den Manierismen und Eitelkeiten Hollywoods gedacht, ertrinkt in nervtötender Sinnsuche.

„Knight of Cups“

Mit Christian Bale, Cate Blanchett

Regie: Terrence Malick

Laufzeit: 118 Minuten

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „To the Wonder“ mochten.

Rubriklistenbild: © StudioCanal/dpa

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