Besser als eine Drei minus

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Waldkraiburg - Kino zum Anfassen - das erlebten die Besucher der Preview von "Die Hummel" im Cinewood. Nach dem Film standen Regisseur Sebastian Stern und Schauspieler Martin Wenzl den Zuschauern Rede und Antwort.

25 Drehtage und rund 300.000 Euro Budget - mit diesen Gegebenheiten musste Regisseur Sebastian Stern für seinen Debütfilm "Die Hummel" auskommen. Unglaublich, was der junge HFF-Absolvent daraus letztendlich gezaubert hat: eine lakonische Komödie mit Jürgen Tonkel und Inka Friedrich in den Hauptrollen.

"Die Hummel" erzählt von dem Vertreter für Schönheitsprodukte Pit (Jürgen Tonkel). Er geht bankrott und verliert seine Wohnung. Nach außen hin versucht er, die Fassade vom perfekten Geschäftsmann aufrecht zu erhalten, doch als Pit nach dem Wiedersehen mit seiner Jugendliebe Christiane (Inka Friedrich) merkt, dass er sie noch liebt, begreift er, dass er endlich er selbst sein muss.

Die Idee zur Story kam Sebsatian Stern dank alltäglichen Begegnungen. "Ich wollte etwas zum Thema Scheitern und Fassade machen und habe immer wieder Geschichten mitbekommen, von Leuten, die als Vertreter gearbeitet haben. Und das lässt sich ganz gut kombinieren", so der 30-Jährige. 

Im Waldkraiburger Kino beantwortete der Regisseur nach der Preview gemeinsam mit Schauspieler Martin Wenzl (Olli) die Fragen der interessierten Zuschauer. Für "Die Hummel", das seine Diplom-Arbeit an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) ist, habe er eine Eins bekommen. "Das ist besser als eine Drei minus", lachte Stern und spielte so auf eine Filmaussage von Christiane an, die in einem Telefoninterview ihrem Leben die Note Drei minus gab. "Noch mehr als die gute Zensur freut mich aber, dass der Film jetzt wirklich bayernweit in die Kinos kommt", so der Jungregisseur.

Preview "Die Hummel" Cinewood Waldkraiburg

Sein Debüt hat der gebürtige Deggendorfer in seiner Geburtsstadt gedreht. "Wir haben viel Unterstützung in Deggendorf bekommen. Außerdem fiel mir das Schreiben auch leichter, weil ich dort viele Orte kenne und so schon Bilder im Kopf hatte."

Neben den Zuschauern fand auch Kino-Inhaber Thomas Rahnert den Abend in Waldkraiburg gelungen. Für seine erste Preview, seit er Anfang August das Cinewood übernommen hatte, hat er bewusst einen deutschen Film ausgesucht. "Wir sollten nicht nur Hollywood im Kino haben. Warum nicht die deutschen und bayerischen Filme bringen, die ganz nah am Menschen sind, der hier wohnt?"

Hier geht´s zum Video-Interview mit Thomas Rahnert:

Video

Nah am Menschen zu sein, ist auch Sebastian Stern wichtig. Mit "Die Hummel" habe er eine traurige Komödie versucht, die zum Schmunzeln einlädt. Ob der Film das tut, muss jeder Zuschauer selbst entscheiden, einen Gang ins Kino ist das Debüt des jungen Hochschulabsolventen aber allemal wert.

Anette Mrugala

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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