ARD-Quiz-Sendung vor dem Aus

Was wird jetzt aus Kai Pflaume?

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Das "Starquiz" mit Kai Pflaume steht vor dem Aus.

Berlin - Die ARD entschlackt ihr Unterhaltungsprogramm zur Prime Time: Das "Starquiz" mit Kai Pflaume steht vor dem Aus. Unklar ist, wie es jetzt mit dem beliebten Moderator weiter geht. Das „Erste“ sucht nach neuen Ideen.

ARD-Moderator Kai Pflaume (45) wird wohl auf seine Show „Starquiz“ verzichten müssen. „Der NDR wird - so geht im Augenblick eine Überlegung - möglicherweise das "Starquiz" nicht fortsetzen, um mit diesem Geld neue Formate für Kai Pflaume entwickeln zu können“, sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) in einem am Donnerstag veröffentlichten Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“.

Insgesamt soll die Zahl der Unterhaltungsformate schrumpfen. Allerdings laufe im Augenblick ein Wettbewerb, zu dem die ARD Produzenten eingeladen habe, neue Projekte mit neuen Ideen vorzustellen. „Wir planen, im kommenden Jahr mit ein paar neuen Sendungen an den Start zu gehen, die Das Erste an aufeinanderfolgenden Donnerstagen platzieren kann“, sagte Schreiber. Man wolle insgesamt eine „größere Verlässlichkeit“ fürs Publikum erreichen.

Das „Starquiz“ ist einst mit Jörg Pilawa (47) im Hauptabend der ARD gelandet. Es war eine Weiterentwicklung seiner Vorabendshow („Das Quiz mit Jörg Pilawa“), die der ARD bis Anfang 2010 lange Zeit gute Quoten bescherte. Mit dem „Starquiz“ am Abend erreichte Pilawa zum Teil deutlich mehr als sechs Millionen Zuschauer. Nach seinem Wechsel zum ZDF muss er dort jedoch auch kleinere Brötchen backen und kommt mit seinen Shows selten an die Fünf-Millionen-Zuschauer-Grenze heran.

Pflaume wird nach Angaben eines Sprecher der ARD-Programmdirektion im nächsten Jahr auch wieder ins Vorabendprogramm zurückkehren. Seine quotenschwache Show „Drei bei Kai“ pausiert jedoch, stattdessen läuft auf dem Sendeplatz am Freitag um 18.50 Uhr gegenwärtig „Null gewinnt“ mit Dieter Nuhr. Mit welcher Sendung Pflaume nun wieder zukünftig im Vorabendprogramm präsent sein werde, ist jedoch offen.

dpa

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