"Unser Star für Oslo": Diese Fünf sind noch dabei

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Die Bildkombo zeigt (oben l-r) die Kandidatin Lena Meyer-Landrut, das Moderatorenduo Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich mit dem Entertainer Stefan Raab, sowie die Kandidatin Sharyhan Osman und (unten l-r) Christian Durstewitz, Kerstin Freking sowie Jennifer Braun.

Köln - Stefan Raab hat die Suche nach dem deutschen Grand-Prix-Vertreter zur "nationalen Aufgabe" erklärt. Jetzt wechselt die Show den Sender.

Bislang jedoch kümmert es die Nation herzlich wenig, wer am 29. Mai Unser Star für Oslo sein wird: Nur jeweils rund zwei Millionen Zuschauer verfolgten in den vergangenen Wochen die ersten Castingrunden bei Pro7. Es kann also nur aufwärts gehen, wenn die verbliebenen fünf Kandidaten von Freitag an drei Mal in der ARD singen.

Die Zuschauer des Ersten Programms werden in der heutigen Sendung entscheiden, welche vier Kandidaten das Halbfinale am kommenden Dienstag austragen. In der Jury sitzen diesmal neben Stefan Raab die (sehr musikalische) Anke Engelke und Adel Tawil, Sänger der Gruppe Ich + Ich. Beim Finale des Vorentscheids am Freitag nächster Woche geht es dann um den ­Titel und den Interpreten, mit dem Deutschland sich beim Eurovision Song Contest in Oslo präsentieren wird.

So mager die Quoten, so überragend waren bislang die Gesangsleistungen bei Raabs Grand-Prix-Casting. Durch die Bank legten die Kandidaten ein höheres musikalisches Niveau auf die Bühne als bei jeder anderen Castingshow; teils sangen sie sogar selbst komponierte Stücke. Während in der aktuellen Staffel von Deutschland sucht den Superstar ein Männerüberschuss herrscht, steht es bei ­Unser Star für Oslo vier zu eins für die Damen.

Eines aber dürfen die Zuschauer auch künftig nicht von Stefan Raabs Pro7/ARD-Show erwarten: Zickenkriege, Gangstergehabe und ausgeweidete Schicksalsschläge – das gibt’s dann Samstag wieder bei DSDS.

„Unser Star für Oslo“, Freitag, 20.15 Uhr, ARD

IW.

Die fünf Finalisten im Porträt

Unser Star für Oslo: Diese vier Kandidaten sind noch dabei

Christian Durstewitz: Er ist ein starker Typ, dieser Christian Durstewitz. 20-jähriger Schüler aus Altenlotheim in Hessen, Multitalent nicht nur beim Singen, sondern auch am Klavier, mit der Gitarre, dem Kontrabass und dem Schlagzeug. © dpa
Äußere Ähnlichkeiten mit Lenny Kravitz sind nicht ganz zufällig: Auch Christian mag’s rockig. Nach dem Abitur möchte Christian sich in jedem Fall ganz seiner Leidenschaft widmen: „Auch wenn es nicht für Oslo reichen sollte, so ist jetzt trotzdem der Grundstein für ein Leben voller Musik gelegt worden. Und das macht mich glücklich.“ © dpa
Jennifer Braun: Mit 18 ist Jennifer Braun immerhin schon ein Jahr älter als Nicole bei ihrem Grand-Prix-Sieg anno 1982. Die Oberstufenschülerin aus dem Weinort ­Eltville (Rheingau) hat einen breit gefächerten Musikgeschmack, von Whitney Houston bis Metalcore. © dpa
Entsprechend vielseitig präsentiert sie sich bei ihren Auftritten; zuletzt überzeugte sie mit Ain’t Nobody von Chaka Khan. „Ich bin sehr stolz, ein Traum hat sich erfüllt“, sagt Jennifer schon jetzt. „Im Viertelfinale werde ich alles so machen wie bisher: viel Tee, Bonbons lutschen, üben und ausruhen.“ © dpa
Kerstin Freking: Mit dem kraftvollen Lied "Better" von Regina Spektor hat Kerstin Freking am vergangenen Dienstag beim Achtel­finale sowohl die Jury als auch die Zuschauer überzeugt. © dpa
Die 21-jährige Studentin (Kunst und Germanistik) aus Osnabrück beschäftigt sich nebenbei mit Malerei und Literatur, greift dabei auch gerne mal selber zum Pinsel. „Es ist toll, ein weiteres Mal auf der tollen Bühne auftreten zu dürfen“, sagt die Blondine, die ihre anfängliche Schüchternheit überwunden hat. „Ich hab mir schon einen tollen Song für das Viertelfinale ausgesucht.“ © dpa
Lena Meyer-Landrut: Als Zuschauer fragt man sich vielleicht, ob Lena Meyer-Landrut Drogen nimmt. Oder man genießt einfach die feenhaft entrückten Auftritte der 18-jährigen Schülerin aus Hannover. Lena tanzt seit vielen Jahren und verströmt auf der Bühne einen ganz eigenartigen Zauber. © dpa
Sie wickelt ihr Publikum um den Finger und gilt daher als Favoritin bei Raabs Grand-Prix-Casting. „Für mich ist diese ganze Sache noch gar nicht real oder fassbar“, sagt Lena. „Ich denke immer noch, dass das eine andere Person sein muss, die da in den Zeitungen steht.“ © dpa

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