Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zweite Mannschaft erleidet ebenfalls Niederlage – Insgesamt spannender Kampfabend

Angerer Ringer unterliegen in Westendorf

Felix Baumgartner bei einem seiner beiden Würfe nach verkehrten Ausheber gegen Tizian Reggel bis 71 kg griechisch-römisch.
+
Felix Baumgartner bei einem seiner beiden Würfe nach verkehrten Ausheber gegen Tizian Reggel bis 71 kg griechisch-römisch.

Anger - Nach 21 Monaten Pause standen die Ringer des SC Anger am vergangenen Samstag endlich wieder auf der Matte und durften sich zum Auftakt in die neue Saison direkt über einen sportlichen Leckerbissen freuen, ging die Reise für beide Mannschaften doch zum TSV Westendorf. Mit den Allgäuern verbindet die Angerer Ringer eine langjährige Freundschaft, wenngleich diese am Samstag auf der Matte natürlich kurzzeitig ruhen musste.

Am Ende behielten die Gastgeber mit 21:13 in der Oberliga und mit 26:21 in der Landesliga Süd zwar zweimal die Oberhand, doch die Angerer hatten den Westendorfern alles ihnen zur Verfügung Stehende entgegengeworfen und durften daher trotz der Niederlagen zufrieden mit ihren Leistungen sein.

Die beiden kürzesten Auftritte des Abends gingen direkt im ersten und zweiten Kampf über die Bühne, als für Westendorf Edris Fazeli bis 57 kg Freistil und für Anger Armin Majoros bis 130 kg griechisch-römisch kampflose Sieger wurden. Das erste richtige Duell lieferten sich bis 61 kg griechisch-römisch Michael Steiner und Lorenz Hagelauer, für das letzterer im Vorfeld einiges an Gewicht abtrainiert hatte. Gegen den Greco-Experten der Allgäuer tat sich der junge Angerer, der selbst eher im Freistil beheimatet ist, von Anfang an schwer und wurde auf der kleinen Matte am Rand immer wieder in Bedrängnis gebracht. Folgerichtig stand es zur Pause trotz eines beherzten Dagegenhaltens Hagelauers bereits 6:1 für Steiner, der auch im zweiten Durchgang ununterbrochen weitermarschierte. Beim Angerer schwanden aufgrund des Abkochens auf 61 kg nun zusehends die Kräfte, wodurch der Westendorfer durch Überführen in die Bodenlage oder Herausschieben des Gegners von der Matte Punkt um Punkt sammeln konnte und nach etwa fünf Minuten als technisch überlegener Sieger feststand. Es lag daher bis 98 kg Freistil an Lukas Koch, der für den beruflich verhinderten Benedikt Argstatter in die erste Mannschaft aufgerückt war, den Vorsprung der Gastgeber direkt wieder zu verkürzen. Ihm gegenüber stand Matthias Kohler, der im Vorfeld bereits einen Kampf bei der zweiten Mannschaft bestritten hatte. Nach einer aktionsarmen ersten Hälfte, in der beide Ringer sich im Standkampf egalisiert hatten, ging es beim Stand von 1:1 in den zweiten Abschnitt. Hier musste Kohler seinem vorherigen Auftritt konditionell Tribut zollen, sodass der Angerer zunehmend zu Aktionen kam und vor allem durch zweimaliges Überführen in die Bodenlage sowie einer Beinschraube mit 8:2 in Führung ging. Mit der Aussicht auf acht Punkte Differenz und den damit verbundenen drei Mannschaftspunkten versuchte Koch 10 Sekunden vor Schluss einen letzten Beinangriff, mit dem er unter dem Jubel seiner Teamkollegen und mitgereisten Angerer Anhänger auch Erfolg hatte und er das Gesamtergebnis beim Stand von 10:2 auf 8:7 verkürzte. Im letzten Kampf vor der Pause standen sich bis 66 kg Freistil Nasrat Nasratzada und Martin Bauer gegenüber und zeigten den Zuschauern dabei hochklassigen Ringsport. Während der Westendorfer eher den Beginn des Kampfes durch seine größere Stärke dominierte, war Bauer der konditionell leicht bessere Ringer und bestimmte dadurch das Ende des Kampfes. Dennoch gelang es dem Angerer nicht, den 4:2 Pausenrückstand im zweiten Durchgang zu drehen, da Nasratzada die Angriffe Bauers zumeist abwehrte oder gelegentlich auch technisch stark konterte. Nach ereignisreichen sechs Minuten stand es 8:4 für den Gastgeber, der seinen Farben damit eine 10:7 Pausenführung bescherte.

Zum Unglücksraben des Abends avancierte sich nach der Unterbrechung Simon Öllinger, der bis 86 kg griechisch-römisch auf Felix Jürgens traf. Beide Ringer gingen von Anfang an sehr engagiert zu Werke, wobei der Angerer aber einen Ticken aktiver war und durch Hinausschieben sowie eine angeordnete Bodenlage mit 2:0 in Führung ging. Beim Versuch, den Westendorfer zu drehen, konnte sich dieser aus der Bodenlage befreien und nun seinerseits Öllinger im Boden kontrollieren, sodass Jürgens auf 1:2 verkürzte, was gleichzeitig auch dem Halbzeitstand entsprach. Im Wissen, dass nur ein hoher Einzelsieg die Chancen seiner Mannschaft auf den Gesamtsieg wahren würde, ging der Angerer den zweiten Durchgang mit etwas mehr Risiko an. Dies konnte allerdings der Westendorfer zu seinen Gunsten nutzen, indem er einen Schlüpfer Öllinger konterte und diesen dadurch in die gefährliche Lage brachte sowie schulterte. Besser erging es im darauffolgenden Kampf bis 71 kg griechisch-römisch Felix Baumgartner, der seinem Kontrahenten Tizian Reggel alles abverlangte. Zu Beginn des Kampfes waren beide Ringer gleichauf, sodass es zur Pause auch nur 1:2 stand, ehe sich Baumgartner im zweiten Abschnitt als der konditionell stärkere Ringer zeigte. Dabei gelang es dem Angerer unter anderem, den Westendorfer zweimal verkehrt auszuheben und dann für jeweils vier Punkte sehenswert auf die Matte zu werfen. Beim Abpfiff stand es schließlich 1:14 für Baumgartner, der damit dem SC Anger drei Mannschaftspunkte erkämpft hatte. Entgegengesetzt verlief der Kampf bis 80 kg Freistil, in dem es Maximilian Pöschl mit Simon Einsle zu tun bekam. Der Westendorfer nutzte seine größere Physis, um den Angerer immer wieder zum Mattenrand zu drängen und dort durch Hinausschieben oder erfolgreiche Beinangriffe Punkte zu sammeln. Pöschl tat sich trotz eines leidenschaftlichen Dagegenhaltens mit zunehmender Kampfdauer immer schwerer, die Angriffe Einsles abzuwehren und konnte so nach knapp viereinhalb Minuten eine technisch unterlegene Niederlage nicht vermeiden. Im vorletzten Kampf des Abends stand Matthias Eckart bis 75 kg Freistil Matthias Einsle gegenüber, wobei der Angerer die erste Hälfte der Begegnung noch ausgeglichen gestalten konnte, sodass der Westendorfer nur durch eine verstrichene Aktivitätszeit mit 1:0 in Führung ging. Nach der Pause gelang Einsle dann aber ein erfolgreicher Beinangriff, auf den er im direkten Anschluss zwei Beinschrauben folgen ließ. Eckart musste nun selbst aktiver werden, um den Kampf vielleicht doch noch drehen zu können. Zwar konnte er den Westendorfer kurz vor Schluss einmal von der Matte schieben, jedoch hatte dieser zuvor seine Führung durch einen konternden Spaltgriff noch weiter ausgebaut und holte seiner Mannschaft so beim 9:1 Endstand drei Punkte. Im letzten Kampf ging es damit aus Angerer Sicht nur noch um Ergebniskosmetik, als Michael Klouceck bis 75 kg griechisch-römisch auf Philipp Reiner traf. Der Angerer war vom Anpfiff weg der bestimmende Ringer auf der Matte und zur Pause vor allem aufgrund eines Schulterschwungs sowie einer Schleuder am Mattenrand mit 2:9 in Führung. Im zweiten Abschnitt schwanden bei Klouceck, der auf 75 kg abtrainieren hatte müssen, etwas die Kräfte, sodass er seine Führung eher verwaltete und nur noch gelegentlich punktete. Nichtsdestoweniger stand es nach einem sehenswerten Kampf 2:13 für den Angerer, der damit mit drei Mannschaftspunkten das Gesamtergebnis auf 21:13 verkürzte.

Kommendes Wochenende trifft die erste Mannschaft im ersten Heimkampf auf den Oberliga-Aufsteiger SV Mietraching. Nach den Lockerungen der Corona-Regeln vom 02. September gibt es dafür inzwischen keine Beschränkungen bei der Zuschauerzahl mehr, sodass alle Anhänger der Angerer Ringer dazu eingeladen sind, am Samstag, den 11. September 2021, in die Aufhamer Sporthalle zu kommen. Voraussetzung für ein Betreten der Halle ist ein Genesenen- oder Impfausweis bzw. die Vorlage eines aktuellen Corona-Tests. Gültig sind hier neben den Bescheinigungen von Teststationen auch Schnelltests, sofern diese unter Aufsicht vor dem Eingang der Halle durchgeführt werden (4-Augen-Prinzip). Um lange Wartezeiten und Schlangen im Eingangsbereich zu vermeiden, empfiehlt der SC Anger aber, den Test bereits im Vorfeld bei einer Teststation oder Apotheke durchzuführen. Zudem muss das Testpaket für den Test selbst mitgebracht werden. Insgesamt sollten die Wartezeiten, die durch die nötigen Kontrollen im Eingangsbereich entstehen, im Vorfeld natürlich mit eingeplant werden. Saisonkarten können wie auch schon in den Vorjahren telefonisch unter 08656/983720 bei Regina Edfelder gekauft werden. Innerhalb der Halle muss aufgrund der geringen Abstände zwischen den Zuschauern mindestens eine medizinische Maske getragen werden. Abgesehen von 3G-Regel und Maskenpflicht dürfen sich die Anhänger des SC Anger aber auf einen „normalen“ Kampfabend freuen, an dem im Vorkampf die zweite Mannschaft gegen den SC Isaria Unterföhring um ihre ersten Saisonpunkte kämpft.

Wie die erste Mannschaft war auch die zweite Mannschaft bis 57 kg unbesetzt, sodass hier zweimal vier Punkte an den Farid Arabzadah vom TSV Westendorf gingen. Im Schwergewicht bis 130 kg traf Stefan Berger im freien Stil auf Anton Kremer, wobei ersterer immer wieder durch Aktionen am Mattenrand zu Punkten kam. Der Westendorfer war seinerseits zweimal mit Schwunggriffen erfolgreich, sodass es am Ende eines spannenden Kampfes 8:9 stand und Berger einen Punkt für SCA erkämpft hatte. In griechisch-römisch konnte Berger nach dem kräfteraubenden Kampf im Freistil die Angriffe seines Kontrahenten Felix Kiyek nicht mehr abwehren und wurde mehrfach in die Bodenlage überführt sowie dort gedreht, wodurch der Westendorfer noch vor der Pause genug Punkte für einen technisch überlegenen Sieg erreicht hatte. In 61 kg griechisch-römisch trafen Niclas Gaa und Paul Hogger aufeinander, wobei sich beide Ringer im ersten Kampfabschnitt größtenteils egalisierten und der erste Abschnitt mit 2:1 endete. Nach der Pause wurde Hogger von Gaa mit einem Kopfzug erwischt und konnte in der gefährlichen Lage eine Schulterniederlage nicht vermeiden. Im eher ungeliebten freien Stil bekam es Hogger mit Luis Wurmser zu tun, dessen Beinangriffe und -schrauben der Angerer nicht abwehren konnte und so eine technisch unterlegene Niederlage hinnehmen musste. Bis 98 kg griechisch-römisch standen sich Matthias Kohler und Mathias Edfelder gegenüber und lieferten sich dabei einen eher ereignisarmen, aber sehr energieintensiven Schlagabtausch. Beim Endstand von 2:2 gewann schließlich der Westendorfer, da er im Kampfverlauf mit einer Überführung in die Bodenlage die höhere Wertung erzielt hatte, während Edfelder für eine Passivität Kohlers sowie Herausschieben zweimal mit einem Punkt belohnt worden war. Nach dem Kampf wurde das Ergebnis dennoch auf vier Mannschaftspunkte für den Angerer gewertet, da Kohler durch seinen Doppelstart in der ersten Mannschaft aus der Aufstellung gestrichen wurde. Im zweiten Abschnitt des Mannschaftskampfes machte Edfelder bis 98 kg Freistil kurzen Prozess mit Anton Kremer und schulterte diesen nach einem sehenswerten Kopfzug noch in der ersten Minute.

Bis 66 kg Freistil nutze Robert Molnar seine langjährige Mattenerfahrung, um Patrick Meichelböck keine Chance zu lassen. Mit Beinangriffen, Durchdrehern und Achselwürfen sammelte der Angerer Punkt um Punkt gegen den jungen Westendorfer und war so kurz vor der Pause technisch überlegener Sieger. In 66 kg griechisch-römisch war Molnar seinem Kontrahenten Niclas Gaa körperlich überlegen und punktete so kontinuierlich durch Herausschieben von der Matte oder Überführen in die Bodenlage, ehe er ebenfalls noch im ersten Kampfabschnitt die technische Überlegenheit erreicht hatte. In 86 kg Freistil trafen Lennart Wunderlich und Markus Fürmann aufeinander, wobei sich der Angerer lange schwertat, gegen den körperlich gut dagegenhaltenden Westendorfer zu Punkten zu kommen. Nach einer knappen 1:2 Pausenführung zeigte Fürmann dann aber im zweiten Abschnitt seine große technische Versiertheit und erhöhte vor allem mit erfolgreichen Beinangriffen das Ergebnis auf 1:7, womit er zwei Punkte für den SCA erkämpft hatte. Im Kampf bis 86 kg griechisch-römisch standen sich Jakob Kinberger und Franz Kern gegenüber, in dem sich der Westendorfer anfangs vor allem mithilfe von Durchdrehern eine komfortable Führung erarbeitete. Kern riskierte nun selbst mehr und war kurz vor Ende des ersten Abschnitts auch mit einem Wurf aus der Kopfklammer erfolgreich, ehe er nach der Pause bei einer ähnlichen Aktion vom Westendorfer gekontert sowie geschultert wurde. Einen engen Schlagabtausch lieferten sich bis 75 kg griechisch-römisch Benedikt Gansohr und Max März, in dem der Angerer einen 1:0 Pausenrückstand nach Passivität zu Beginn des zweiten Abschnitts ausglich. Im Anschluss gelang es dann aber wieder dem Westendorfer, zu Punkten zu kommen, womit dieser am Ende beim Stand von 4:1 zwei Mannschaftspunkte erhielt. Bis 75 kg Freistil hatte Markus Fürmann den Kampf gegen Daniel Joachim stets unter Kontrolle, kam aber aufgrund der Passivität des Westendorfer nur selten zu Punkten, da sich Joachim trotz der Er- und Verwarnungen von Kampfrichter Konrad Rankl immer wieder dem Kampf entzog. Dementsprechend war Fürmann, der im Kampfgeschehen dennoch zu einigen Aktionen kam, nach sechs Minuten der verdiente Sieger und erreichte mit seinem 1:7 Sieg zwei Mannschaftspunkte. Zwar waren die Ringer des TSV Westendorf II bei einem Endstand von 26:21 die verdienten Sieger, doch auch die Reserve des SC Anger durfte mit ihrem ersten Auftritt nach der langen Kampfpause mit ihren gezeigten Leistungen zufrieden sein.

Lukas Koch / Schriftführer Abteilung Ringen SC Anger

Kommentare