Mit Schussgefühl zum Punktgewinn

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Magdalena Greimel (links) und Hannah Gremm lieferten sich vor allem in der Anfangsphase einige Lauf-und Zweikampfduelle, die schlussendlich keiner entscheidend für sich gewinnen konnte.

Laufen/Leobendorf: Den zweiten Punktgewinn im zweiten Spiel sicherten sich am Samstag nachmittag auf dem Sportplatz Leobendorf die Damen der SG Leobendorf/Laufen. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit der Gäste vom TuS Engelsberg muss man zwangsläufig von einem Punktgewinn sprechen, gelang der 2:2 Endstand nur eine Minute vor Schlusspfiff.

Die erste Viertelstunde des Damenmatches auf dem Leobendorfer Sportplatz brachte keine großen Ereignisse. Sehr wenig Spielfluss auf beiden Seiten, lediglich die ein oder andere Nicklichkeit bestimmte das Geschehen. Doch in der 16. Minute konnte die SG Leobendorf/Laufen zuschlagen. Fast aus dem Nichts setzte sich Sandra Swoboda auf der linken Außenbahn durch und findet nach einem Zusammenstoß mit zwei Gegenspielerinnen ihre Mitspielerin Marie Kroiß. Den ersten Schuss von Kroiß konnte die Torfrau des TuS Engelsberg Anna Schacherbauer noch abwehren. Nachdem SG-Stürmerin Verena Weber das Leder aus kurzer Distanz nicht verwerten konnte, kam Marie Kroiß zum zweiten Versuch und knallte das Leder zur 1:0 Führung in die Maschen. Der Gast vom TuS Engelsberg kam mit der durchaus kämpferischen Spielweise der Hausherren kaum zurecht. Erst langsam fand die Truppe aus dem Landkreis Altötting in die Partie und konnte dann auch in der 20. Minute erstmals gefährlich vor dem Kasten von Lisa Stöllberger im Tor der Hausherren auftauchen. Lena Weißl spielte sich durch alle Gegenspielerinnen durch, doch ihr Schuss von der Strafraumgrenze war für Stöllberger zu unplatziert. Diese konnte den Ball sicher unter ihrem Körper begraben. Je länger die Partie allerdings dauerte, desto stärker kam der Gast auf. In Minute 25 dann das Unvermeidliche. Ein weiter Ball von Caroline Kaltenhauser aus der eigenen Hälfte flog über die komplette Abwehr der SG Leobendorf/Laufen hinweg. Julia Kroiher stach durch selbige durch und lief alleine in Richtung Torerfolg - 1:1. Gegen den gekonnten Lupfer konnte Lisa Stöllberger nichts ausrichten. Eine Minute nach dem Ausgleich versuchte sich Marie Kroiß aus der Distanz, doch mit einer Glanzaktion konnte Schacherbauer im Tor den Spielstand festhalten. Die Partie verflachte jetzt zusehends und durch ständiges Kommentieren von der Außenlinie wurde es mehr als zerfahren. Beim FC Bayern München hätte man es "Radio Müller" genannt. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn kurzzeitig Emotionen hochkochen, wenn jede Aktion verbal wie ein Fernsehkommentator über die Lippen gebracht wird. Bis zur Halbzeit geschah im Spiel nichts mehr Aufregendes, so dass der ausgeglichene Halbzeitstand völlig zurecht feststand.

Durch vereinzelte Unzulänglichkeiten in der Defensive der SG Leobendorf/Laufen luden diese den Gast immer mehr ein, einige Male gefährlich in Richtung Tor zu agieren. Und wenn man einen Gegner dazu einlädt, dann scheppert es zumeist. Sarah Daxenberger gewann gut 20 Meter vor dem Kasten einen entscheidenden Zweikampf und setzte die diagonal einlaufende Daniela Pointl gekonnt ein. Pointl fast selbst überrascht, ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und überwand Lisa Stöllberger zur Engelsberger Führung. Nach der Engelsberger Führung gelang der SG Leobendorf/Laufen nur sehr wenig. Der Spielfluss wurde zumeist durch eigene Aktionen im Keim erstickt. Bis gut 20 Minuten vor Schluss blieb die Partie in Leobendorf äußerst zäh und nicht nur der SG ging wenig auf, auch dem TuS Engelsberg klebte das Pech an den Schuhen. Aus dieser leichten Lethargie befreite sich der Gast zuerst und machte wieder mehr für den Spielfluss. Engelsberg agierte in der Folge einen Hauch gefährlicher, die SG Leobendorf/Laufen versuchte durch vereinzelte Nadelstiche Torgefahr heraufzubeschwören. Stephanie Mühlthaler, Vanessa Hocheder als auch Marie Kroiß brachten für die Hausherren einige Bälle aus der Distanz in Richtung Tor, doch das Schussglück war allen Dreien nicht hold. Der TuS Engelsberg schien sich langsam aber sicher in der eigenen Hälfte einzurichten und verwaltete den Spielstand teils mit 10 Feldspielern hinter der Mittellinie. Ein Durchkommen für die SG fast ein Ding der Unmöglichkeit. Einige Male jedoch wackelte die TuS-Abwehr ein wenig hin und her und die SG Leobendorf/Laufen witterte in den Schlussminuten Morgenluft in Richtung Remis. Und was so schwierig erschien, gelang der Mannschaft von Trainer Gottfried Maier doch noch. Gegen Marie Kroiß brachte die TuS Abwehr in der 89. Minute an der Strafraumlinie das Leder nicht geklärt und ließ zu allem Überfluss Kroiß noch eine Hereingabe in den Fünfmeterraum vorführen. Diese Hereingabe erreichte Stephanie Mühlthaler, die sich gekonnt um die eigene Achse und ihre Gegenspielerin drehte. In der Drehung schupfte Mühlthaler das Runde mit viel Gefühl und ein wenig Glück hinter Torfrau Schacherbauer ins Kreuzeck zum 2:2 Endstand.

SV Laufen

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