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Zuversicht aus der Schlussviertelstunde

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Hofmann & Hofmann - kein Gesangsduo, sondern zwei Mittelfeldspieler des TSV 1860 Rosenheim, die zur richtigen Zeit auch einmal hinlangen können. Christian (links), beoachtet seinen Cousin Florian bei der Grätsche gegen Buchbachs Ralf Klingmann.

Rosenheim - Es geht Schlag auf Schlag. Acht Spieltage sind in der Fußball-Bayernliga zu absolvieren bis Ende August, kaum Zeit bleibt zum Durchatmen, zum Regenerieren.

Gerade ist der Auftakt gegen den TSV Buchbach gespielt, schon geht es am heutigen Mittwoch (18. 30 Uhr) weiter für den Aufsteiger TSV 1860 Rosenheim. «Das wird eine harte Kiste», sagte Spielertrainer Manfred Burghartswieser vor der strapaziösen Fahrt nach Rain am Lech, zum Fast-Absteiger der letzten Saison. Erst in einer nervenaufreibenden Relegation haben die Schwaben im letzten Moment die sofortige Rückkehr in die Landesliga Süd vermieden.

Doch Burghartswieser wird den Teufel tun und den TSV Rain am Eindruck des letzten Spieljahres messen, wo der Verein sechs Trainer gebraucht hat, um schließlich mit Kurt Kowarz den Abstieg zu verhindern. Mit Kowarz, 51 Jahre alt, soll nun wieder Konstanz auf den Trainerstuhl gebracht, die chaotische erste Bayernligasaison vergessen gemacht werden. Und wer es schafft, gleich zum Auftakt bei der traditionsreichen SpVgg Bayreuth mit 3:1 drei Zähler zu entführen, der muss mehr als ernst genommen werden in der Liga.

Rain, in Landesligazeiten ein Dauerrivale des Kathrein-Teams, hat sich gut verstärkt, mit Marco Löring ist sogar ein ehemaliger Profi des FC Augsburg aus Aindling gekommen, den stärksten Eindruck in Bayreuth aber machte der junge, erst 20 Jahre alte Den Lovric, den der SV Wacker Burghausen nicht mehr haben wollte. Lovric zeigte vor der Abwehr ein Klassespiel und will es nun auch den Gästen aus Rosenheim schwer machen, die Stürmer in Szene zu setzen. Neben Löring und Lovric kam mit Srdjan Stevanovic aus Thannhausen ein weiterer Neuzugang zum Einsatz, der auch gleich sein erstes Bayernliga-Tor für Rain erzielte.

Angst aber haben Burghartswieser und seine Männer nicht, gerne erinnert man sich an das letzte Gastspiel am Lech, als man Mitte August 2007, als Tabellenvorletzter angereist, den Spielverlauf auf den Kopf stellte und dank eines Freistoß-Treffers von Tobias Brielmeier mit 1:0 gewann. Von der damaligen Mannschaft sind heute noch Martin, Höhensteiger, Florian Hofmann, Huber und der damals früh eingewechselte Scheuerer dabei, Burghartswieser saß auf der Trainerbank und atmete hinterher in der Pressekonferenz tief durch: «Heute hatten wir unwahrscheinliches Glück.»

Aufs Glück will sich die Mannschaft diesmal aber nicht verlassen, Burghartswieser zieht vor allem aus der letzten Viertelstunde gegen Buchbach viel Zuversicht: «Da haben wir uns viele Chancen herausgespielt.» Mit Dominik Haas und Matthias Linnemann war richtig Schwung ins Spiel gekommen, genau so engagiert wird man in Rain von Beginn an auftreten müssen, will man den ersten Bayernliga-Sieg seit April 1998 feiern, als in Rosenheim der SV Lohhof mit 2:1 geschlagen wurde. Burghartswieser hofft, Haas und Linnemann diesmal vielleicht schon von Anfang an bringen und damit nahtlos anschließen zu können an die letzten 15 Minuten vom Buchbach-Spiel. Denn in Rain wird sich zeigen, ob die Mannschaft wirklich schon angekommen ist in der neuen Spielklasse. Zeit zum langsamen Herantasten bleibt nicht, es geht Schlag auf Schlag weiter, schon am Samstag (15 Uhr) ist Regionalliga-Absteiger TSV Großbardorf im Jahnstadion zu Gast. Und mit dem nächsten Auftritt sieben Tage später in Memmingen beginnt bereits die nächste «englische» Woche. Von wegen Ferien! hü

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