Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Was zählt sind die drei Punkte

OVB
+
Das Tor des Tages für 1860 Rosenheim durch Thomas Masberg (links, 13).

Rosenheim - Norbert Schlegel gab sich gönnerhaft. Fast schon wollte der Trainer des SV Memmelsdorf seinem Kontrahenten Wolfgang Schellenberg gratulieren, zum Klassenerhalt des TSV 1860 in der Bayernliga.

"Ich denke, Rosenheim ist draußen aus dem Abstiegskampf", unkte Schlegel, weiß als erfahrener Coach aber, "dass das der Kollege bestimmt nicht gerne hört." Eine durchaus richtige Vermutung, Schellenberg war nach diesem mühsam erkämpften 1:0-Erfolg keineswegs zum Feiern zumute: "Wir haben jetzt dreimal in Folge gewonnen, darauf kann man aufbauen, raus aber sind wir noch nicht mal annähernd", blieb Schellenberg ganz Realist.

Die Hand im Gesicht, den Kopf am Ball: Es wurde verbissen und manchmal auch unfair gekämpft. Vorne Rosenheims Karayün, der nicht zubiss, auch wenn es so aussieht.

Allzu viel Zuversicht ließ sich auch nicht ziehen aus diesem Spiel, mal abgesehen davon, dass es "in der Defensive gepasst" hat, was der Sechziger-Trainer als einziges Positivum verbuchte, neben den drei Punkten natürlich. Die waren wichtig, wie man sie letztlich geholt hat, danach fragt in drei Wochen keiner mehr. Doch Schellenberg hat durchaus erkannt, dass an diesem sonnigen Frühlingstag einiges verkehrt gelaufen ist im Spiel seiner Mannschaft. "Mit der zweiten Hälfte konnte ich nicht mal ansatzweise zufrieden sein", kritisierte er, "wir waren nicht in der Lage, den Ball kontrolliert in unseren Reihen zu halten, geschweige denn, gefährlich vors Memmelsdorfer Tor zu kommen." Die blanke Angst schien das Kathrein-Team zu lähmen in diesem so wichtigen Abstiegskampf.

Dass dennoch die drei Punkte in Rosenheim blieben, war einer ersten Hälfte zu verdanken, die Schellenberg wenigstens etwas versöhnte: "Da hatten wir den Gegner gut unter Kontrolle, haben uns auch Chancen rausgearbeitet, nur eine gefährliche Situation des Gegners zugelassen." Und Thomas Masberg hat getroffen, in der 31. Minute im Nachsetzen seinen zwölften Saisontreffer erzielt, nachdem er im ersten Versuch noch an Torhüter Bergmann gescheitert war. Und hätte Florian Hofmann zehn Minuten später nach schöner Vorarbeit von Einsiedler und Masberg die größte Chance des ersten Durchgangs genutzt, man wäre mit einem standesgemäßen Ergebnis in die Pause gegangen und hätte sich das große Zittern nach Wiederbeginn erspart.

Es kam ja nicht überraschend, dass die Oberfranken nun alles versuchen, die letzten Kräfte mobilisieren würden. Sie kämpften fast schon um ihre letzte Chance, "doch wir waren nicht in der Lage, richtig Druck aufzubauen", bemängelte Schlegel und untertrieb ein bisschen, als er klagte: "Es war vielleicht eine halbe Tormöglichkeit, die wir uns herausgespielt haben." Seine Truppe hatte zumindest eine gut durch Torjäger Mario Meth, holte sich zudem fast alle zweiten Bälle, es ging nur mehr in eine Richtung, nur noch auf das Tor von Kevin Maschke, der wiederum statt Peter Martin im Rosenheimer Kasten stand. Mit strukturiertem, technisch gutem Fußball aber hatte das alles wenig zu tun, es wurde zu einem gegenseitigen Überbieten an oft unfassbaren Unzulänglichkeiten. Der Sieg war so eine Art Befreiungsschlag mit allerletzter Kraft. "Uns fehlen noch sieben Punkte", warnt Schellenberg, "die gilt es in den nächsten Wochen zu holen." Das sollte zu schaffen sein.

TSV 1860: Maschke, Höhensteiger, Haas, Lenz, Linnemann, Florian Hofmann, Okanovic (46. Tuncali), Majdancevic, Karayün (56. Adamosky), Einsiedler (71. Wallner), Masberg

Tor: 1:0 Masberg (31.)

Schiedsrichter: Stefan Schneider (Weisingen)

Zuschauer: 150

hü/Oberbayerisches Volksblatt

Ergebnisse & Tabellen

Kommentare