Wasserskifahrer überzeugen am Hödenauer See

Kiefersfelden - Weltmeisterliche Leistungen zeigten die heimischen Wasserskifahrer im Rahmen des Auerbräu-Cup am Hödenauer See. Damit empfahlen sie sich zugleich für eine EM-Nominierung.

Obwohl Weltrekordler Simon Herrmann vom Alfsee durch eine berufliche Aufgabe in St. Petersburg nicht mehr rechtzeitig zum Auerbräu-Cup antreten konnte, gab es durch die vereinseigenen Starter in der Slalomdisziplin Leistungen auf weltmeisterlichem Niveau.


Jana Wittenbrock, die im letzten Jahr schon an wesentlich leichter zu fahrenden Anlagen in die 10,75-Meter-Leine gefahren war, erwischte einen Traumtag und umrundete locker und leicht alle sechs Bojen an der Zwölf-Meter-Leine. Und auch in der Elf-Meter-Leine passte von Anfang an der Rhythmus, sie musste zwar an Boje drei und vier etwas kämpfen, aber schließlich konnte sie alle sechs Bojen fehlerfrei umrunden und war mit der Einfahrt in die 10,75-Meter-Leine schon nahe an der Weltrekordleistung.

Aber auch in der Herrenklasse, in der Christian Weiland seit vergangenem Jahr startberechtigt ist, konnte der 20-Jährige mit weitem Abstand vor seinen Konkurrenten die Tagesbestleistung mit der Zuggeschwindigkeit von 58 km/h aufstellen. Sein Negativerlebnis von den Weltmeisterschaften in Israel verdrängte er damit äußerst erfolgreich und fuhr eine Passage nach der anderen mit beachtlicher Präzision und Sicherheit. Auch er kämpfte sich bis in die 10,75-Meter-Leine vor und das Aus kam für ihn nur knapp eine Leinenlänge vor der Weltrekordleistung.


Besonders aufhorchen ließ der Friedberger Nachwuchs mit Philipp und Niklas Heinecke, die in der U19- und U15-Klasse ihre persönlichen Bestleistungen nach den vorausgegangenen Trainingslagern mit Sabine Bauer und Jochen Lüers gleich in Serie verbesserten, sich Qualifi-kationen für internationale Starts und als Jugendliche die Startberechtigung über die höhere Schanzenhöhe von 1,65 Metern holten.

Die beste Sprungleistung zeigte Stefan Schneck mit einer Weite von knapp 40 Metern, wobei die Veranstalter um Vorstand Michael Weiland nach dem Dauerregen am Samstag für das Sprungfinale am Sonntagvormittag noch Glück mit dem Wetter hatten und den auf zwei Runden ausgelegten Wettkampf voll durchziehen konnten.

Unter den Augen von DWWV-Vizepräsident Volker Wittenbrock gaben Christian Weiland und Jana Wittenbrock für den Wasserskiclub Kiefersfelden-Rosenheim ihre besten Empfehlungen für internationale Nominierungen ab. Da im Jahr 2011 keine Weltmeister-schaften ausgerichtet werden, sind das heuer die Europameisterschaften im türkischen Antalya. Natürlich kann der WSCKR mit seinen beiden Aushängeschildern und den am Auerbräu-Cup verhinderten Läufern Daniel Maltzahn und Marius Schimanski eine schlagkräftige Truppe für die deutschen Mannschaftsmeisterschaften in drei Wochen am Alfsee aufweisen und auch in den Einzeldisziplinen werden die Läufer vom Hödenauer See bei der Vergabe der Medaillen ein Wörtchen mitreden.

lüe/Oberbayerisches Volksblatt

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