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Krimi in Sibirien

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Stina Barnert (rechts, hier noch in einem anderen Trikot) hatte den Sieg auf der Hand.

Novosibirsk - Der TSV Wasserburg hat in Novosibirsk sein internationales Format unter Beweis gestellt. Ein Dreier in der Schlusssekunde entschied über den Ausgang der Partie.

Was für ein Krimi im sibirischen Winter! Der TSV Wasserburg hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er über internationales Format verfügt und zum Abschluss der FIBA-EuroCup-Saison eine faustdicke Überraschung nur knapp verpasst. In einem hart umkämpften Match, in dem Punkte wahre Mangelware waren, unterlagen die Schützlinge von Coach Bastian Wernthaler bei Dynamo GUVD Novosibirsk unglücklich mit 54:55 (26:28). Die Gäste hatten es selbst in der Hand, sich nach einer tollen Leistung mit dem Sieg zu belohnen, doch der Dreier von Stina Barnert in der Schlusssekunde war nicht drin. Novosibirsk kam so mit einem blauen Auge davon und zieht als Sieger der Vorrundengruppe D ins Achtelfinale ein.

Es war von Beginn an ein Match auf des Messer Schneide, mal führte Wasserburg, mal Novosibirsk. Der höchste Vorsprung bis zur Pause waren vier Punkte (10:6/4. Minute), der maximale Rückstand 24:27 (18.). Während die Russinnen vor allem in Korbnähe gefährlich waren (7 ihrer 11 Körbe) war es bei den Gästen genau andersherum. Wasserburg gelang am Korb nichts, kein einziger Feldkorb in Halbzeit eins aus der Zone, so musste vor allem Anne Breitreiner herhalten, die mit Sprungwürfen zehn Punkte bis zur Pause markierte. An der grundsätzlichen Taktik änderte sich auch nach dem Wechsel nichts: Novosibirsk mit vehementem Zug zum Korb, in erster Linie in Person von Yvonne Turner (18 Punkte, 4 Rebounds, 4 Assists). Wasserburg vertraute auf die Genauigkeit von außen, da Katharina Fikiel (0/8), Emma Cannon (2/6) und Tiina Sten (2/5) am Brett weiter kaum etwas zuwege brachten. Doch Breitreiner, Stina Barnert und Svenja Brunckhorst trafen zusammen sechs weitere Dreier, Wasserburg hielt Tuchfühlung. Nach dem 32:32 (25.) sorgte Turner im Alleingang für den ersten deutlicheren Rückstand (32:38/28.), der bis zum Schlussviertel wieder schrumpfte (37:40). Diese kleine Lücke konnten die Gäste das gesamte letzte Viertel nicht schließen und sahen 75 Sekunden vor Ende nach zwei Freiwürfen von Centerin Natalia Myasoedova zum 49:55 wie der sichere Verlierer aus. Doch Breitreiner versenkte ihren letzten Distanzwurf, anschließend traf Anastasia Loginova nicht, Brunckhorst aber von der Linie – 54:55. 29 Sekunden vor Ende war wieder alles möglich. Anstatt die Uhr herunterzuspielen und Wasserburg im Zweifelsfall nur wenig Zeit für den Gegenangriff zu geben, nahm Natalia Potemina schon sehr früh einen Dreier und traf nicht. So blieben den Gästen 20 Sekunden für den letzten Angriff und die Siegchance. Doch der geplante Spielzug über Anne Breitreiner ging nicht auf und so musste Stina Barnert einen Notwurf aus acht Metern nehmen.

Der TSV Wasserburg beendet den FIBA-Eurocup damit auf Platz drei der Vorrundengruppe D. Nachdem dieses Jahr als Lehrjahr bezeichnet wurde, ist es zu verschmerzen, dass mit Nantes und Novosibirsk zwei stärkere Teams dabei waren. Allerdings: der Blick auf andere Gruppen zeigt, dass der TSV sehr starke Gegner erwischt hat. Denn mit VS Prag ist beispielsweise eine Mannschaft im Achtelfinale, die letzte Saison in der CEWL keine Chance gegen den sechsmaligen deutschen Meister hatte.

Für Wernthaler und seine Damen ist Regeneration angesagt. Nach sieben englischen Wochen in Folge ist bis Montag frei, das Bundesligaspiel in Osnabrück wurde auf 20.12. verlegt. Kommende Woche bereitet sich Wasserburg dann auf ein brisantes Pokalduell vor: das Achtelfinale bei Ex- Meister Saarlouis, im Moment ungeschlagener Spitzenreiter der 2. Bundesliga Süd.

Es spielten: Anne Breitreiner (19 Punkte), Svenja Brunckhorst (10), Stina Barnert (8) Tiina Sten (5), Emma Cannon (4), Rebecca Thoresen (4), Katharina Fikiel (2), Melissa Dalembert (2) und Verena Stürmlinger.

Florian Danner (TSV Wasserburg)

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