TSV Wasserburg: Katharina Kühn beendet ihre Karriere

Wasserburg - Katharina Kühn verkündete ihr Karriere-Aus nach den Europameisterschaften in Polen. Die Nationalmannschaft verliert eine wertvolle Spielerin, der TSV einen Eckpfeiler der letzten fünf Bundesligajahre.

Kühn holte in diesen Jahren insgesamt fünf Titel, dreimal die Meisterschaft und zwei Pokalsiege. „Es reicht einfach“, begründet die 30-jährige ihren Rückzug vom Leistungssport. „Seitdem ich 14 bin, stehe ich immer in der Halle. 2. Liga, diverse Nationalmannschaften, Bundesliga, Spanien, wieder Bundesliga – ich freue mich darauf, mal Zeit zu haben. Zeit für meinen Freund, für Freunde im Allgemeinen und für die Familie.“


Der Gedanke ans Aufhören war schon die gesamte vergangene Saison im Kopf präsent, nach Pokalsieg und Meisterschaft sowie der erfolgreichen EM-Qualifikation mit dem Nationalteam musste sie nicht mehr lange nachdenken. „Der Abschluss war perfekt. Besser hätte ich es mir nicht ausmalen können.“ Trainer Hans Brei adelte die Centerin als „eine der härtesten und kämpferischsten Spielerinnen, die wir jemals in Wasserburg hatten. Nach jeder ihrer vielen Verletzungen hat sich wieder ran gekämpft und ins Team gespielt. Sie hat immer bewiesen, dass sie zu den besten Centerinnen der Liga gehört, vor allem defensiv war sie eine Stütze, auf die wir in den letzten Jahren immer bauen konnten.“

Nur zu gut erinnert man sich am Inn ans Jahr 2008, als Kühn lange die einzige gesunde Centerin war und in der Finalserie gegen Saarlouis im Schnitt zweistellig punktete und reboundete. In beiden folgenden Jahren setzte es allerdings Finalniederlagen gegen die Saarländerinnen. Niederlagen, die Kühn bis heute wurmen. Das Nordlicht war im tiefen Bayern zwei Jahre lang Kapitän, ein Beweis dafür, wie gut sie sich eingelebt hatte und wie wohl sie sich in Oberbayern fühlt. „Wenn ich ehrlich bin: als ich hierher kam, wollte ich ein oder zwei Jahre bleiben. Jetzt sind es fünf geworden und ich bin beruflich und privat hier verankert. Ich habe meinen Freund und andere tolle Menschen hier kennengelernt.“


Kühn will bleiben oder in ihre Heimat Hamburg zurückkehren – andere Orte kommen derzeit nicht in Frage. Der TSV Wasserburg bedankt sich bei Katharina Kühn für fünf tolle und erfolgreiche Jahre und wünscht für die Zukunft viel Glück!

Pressemitteilung TSV Wasserburg

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