Am Sonntag, 16 Uhr: Wasserburg empfängt Rotenburg

Eine offene Rechnung

Einsatz fraglich: Wasserburgs Anne Breitreiner konnte wegen muskulärer Probleme nicht trainieren. Foto Brei
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Einsatz fraglich: Wasserburgs Anne Breitreiner konnte wegen muskulärer Probleme nicht trainieren.

Wasserburg - Das Spitzenspiel in Nördlingen kommende Woche wirft seine Schatten bereits voraus - doch zuvor sinnt der TSV Wasserburg auf Revanche.

Am Sonntag, 16 Uhr, erwartet der Tabellenführer die Avides Hurricanes Rotenburg. Und mit dem nördlichsten Club der Liga haben Bastian Wernthaler und seine Damen noch eine Rechnung offen. Mitte Oktober kassierte man dort nämlich die erste Saisonniederlage (89:95 n.V.). "Wenn sich jemand für dieses Spiel nicht motivieren kann, weiß ich's auch nicht", macht der Coach deutlich. "Das war eine ganz bittere Pille, die wir schlucken mussten. Das liegt uns bis heute im Magen!"


Rotenburg hatte mit vier Siegen aus sechs Spielen einen beeindruckenden Saisonstart hingelegt, war kurzfristig sogar Tabellenführer, dann allerdings musste Coach Roland Senger gehen. Die Gründe waren nicht sportlicher Natur, sondern zwischen ihm und der Mannschaft musste etwas vorgefallen sein. Die offizielle Aussage dazu lautete "unüberbrückbare Sachverhalte, die es unumgänglich machten, den Trennungsschritt zu vollziehen". Eine Formulierung, die (wie oft in solchen Fällen) genügend Raum für Spekulationen lässt. Fakt ist: Seit dem Trainerwechsel befindet sich Rotenburg im freien Fall. Unter Nachfolger Christian Greve hat man nur ein Match gewonnen, bei sechs Niederlagen. Noch sind die Hamburger Vorstädter auf Play-off-Platz acht, doch das kann schon nach diesem Wochenende anders sein. "Der Absturz erklärt sich mir nicht, denn ihr Spielsystem hat sich nicht großa-tig verändert. Die Spielerinnen sind dieselben. Für uns ist das wieder einmal eine sehr gefährliche Situation, denn mit einem Sieg in Wasserburg wäre alles vergessen, was zuvor schlecht gelaufen ist", meint Wernthaler. Rotenburg muss am Sonntag weiter auf Ausnahmetalent Emma Stach wegen einer Knieverletzung verzichten. Im Hinspiel machte sie 25 Punkte. Ein Wiedersehen gibt es mit der jungen Estin Mailis Pokk, die vergangenes Jahr den Durchbruch am Inn nicht schaffte, in Rotenburg aber zu einer Stütze der Mannschaft wurde.

Die Personalsituation bei Wernthaler's Damen ist angespannt. Kapitän Rebecca Thoresen fällt weiter aus, Anne Breitreiner hat die gesamte Woche wegen muskulärer Probleme nicht trainiert, soll am Sonntag aber spielen. Bei U18-Nationalspielerin Franziska Wolf macht sich die höhere Belastung im Erwachsenenbereich ebenfalls bemerkbar, auch sie plagt sich mit kleineren Wehwehchen herum. Der Rest des Teams hat konzentriert und gut gearbeitet in dieser Woche, damit am Sonntag die Rechnung beglichen werden kann...

fd/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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