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Ein "unterirdisches" Bayernliga-Spiel

Rosenheim - Fußball zum Vergessen, dafür 35 Minuten Hektik und Unsportlichkeiten am laufenden Band sahen die Fans am Samstag im Jahnstadion.

In einem spielerisch unterirdischen Bayernliga-Spiel setzte sich Aindling am Ende sehr glücklich durch, nützten sie doch kurz vor Schluss erst ihre zweite echte Torchance zum Siegtreffer. Rosenheim kann man in der zweiten Hälfte indes nicht viel vorwerfen, sie waren nach den zwei Platzverweisen bemüht, die Ordnung zu halten und gelegentlich Nadelstiche zu setzen. Von daher wäre ein 0:0 auf alle Fälle viel gerechter gewesen. Nach dem Abpfiff gab es noch weitere unschöne Szenen, die im Wesentlichen von Aindlings Co-Trainer Manislavic ausgingen. Er beschimpfte Rosenheimer Spieler mit unflätigsten Schimpfworten in serbischer Sprache und hätte beinahe größere Handgreiflichkeiten zwischen Spielern, Zuschauern und Offiziellen beider Lager ausgelöst. Auch einige Gästespieler ließen sich zu unsportlichen Kommentaren (z. T. vor laufender Fernsehkamera) hinreißen.

Zum Spiel: Die ersten 45 Minuten waren getrost zum Vergessen. Torchancen blieben absolute Mangelware, da bei beiden entweder der letzte Pass und bei den (recht zahlreichen) Rosenheimer Standards die Präzision fehlte. Ausnahmen bildeten nur die 25. und 29. Minute. Zunächst schlug Schmidt von rechts einen Freistoß nach innen, am langen Pfosten kam Aindlings Völker frei zum Kopfball, doch der Ball ging ans Außennetz (25.). Vier Zeigerumdrehungen später die einzige gelungene Aktion der Sechziger: Nach Linksflanke von Martin rauschte Haas heran, doch sein Kopfball ging doch deutlich rechts am Gästekasten vorbei (29.). Die restliche Spielzeit wechselten sich Fehlpässe, Stockfehler und viele kleine Fouls mehr oder minder regelmäßig ab.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich so gut wie gar nichts. Ein tückischer Drehschuss von Wallner (51./Geisler zur Ecke) und ein harmloser Freistoß von Doll (56./Luginger sicher) blieben die einzigen Highlights, bis Schiedsrichter Ehwald entscheidend eingriff: Die erste Rote Karte gegen Hofmann war hart, aber durchaus vertretbar, beim zweiten Platzverweis lag der Regelhüter aus der Nähe von Schweinfurt jedoch völlig daneben. Herberth hatte gar nichts gemacht, viel mehr ging diese Szene – wenn überhaupt – vom schreienden Schmitt aus, der provozierte und dann angeblich in besagter Spielruhe einen Tritt auf den Fuß bekam. Den letzten Karton der Partie erhielt Dietl nach einem Foul an Wallner, was den Anschein einer Konzessionsentscheidung erweckte.

Stimmen zum Spiel:

Manfred Paula (Trainer Aindling): „Die erste Hälfte war unserseits unterirdisch. Nach der Pause haben wir uns ein bisschen gesteigert. Die Entscheidungen des Schiedsrichters will ich nicht kommentieren.“

Wolfgang Schellenberg (Trainer Rosenheim): „Beim Gegentor haben wir einmal nicht aufgepasst und sind knallhart bestraft worden. Zu den Roten Karten und einigen Aussagen des SR-Assistenten äußere ich mich ebenfalls besser nicht.“

1860 Rosenheim: Luginger – Herberth, Wimmer, Kokocinski, Martin (86. Vorbeck) – Haas, C. Hofmann – Schwinghammer (61. Pointvogel), F. Hofmann , Einsiedler (46. Wallner) – Masberg – Trainer: Schellenberg

TSV Aindling: Geisler – Zerle, Völker, Scheifel (65. Weiser), Hübl – Fischer (75. Yaz), Benede (80. Knauer), Kling, Schmidt – Doll, Dietl – Trainer: Paula

Tore: 0:1 (90.) Zerle köpft den Ball unbedrängt ins linke Eck, als nach einem weiten Ball von rechts, einer Kopfballablage von Doll und einem weiteren Lupfer an den Fünf-Meter- Raum die Zuordnung in der Rosenheimer Abwehr nicht stimmt.

Schiedsrichter: Ehwald (Geldersheim/Ufr.), verlor spätestens nach der zweiten Roten Karte sowohl Überblick als auch das Auge für das richtige Strafmaß (Note 6).

Zuschauer: 250

Bes. Vorkommnisse: Nach dem Spiel wäre es – bedingt durch Provokationen – beinahe zu größeren Handgreiflichkeiten zwischen Spielern, Zuschauern und Offiziellen beider Lager gekommen.

Gelbe Karten: Wallner – Benede, Hübl, Schmidt.

Rote Karten: C. Hofmann (57.), wegen groben Foulspiels; Herberth (59.), angeblich Tätlichkeit – Dietl (90.+3), wegen groben Foulspiels.

Martin Weidner

Rubriklistenbild: © dpa

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