Wasserburger Coach muss beim 77:71-Sieg mit dem Hund zum Gassi gehen

Wernthaler fliegt erneut aus der Halle

Svenja Brunckhorst.
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Svenja Brunckhorst.

Wasserburg - Der TSV zieht an der Tabellenspitze ungestört seine Kreise. Nach einem Sieg gegen die Avides Hurricanes Rotenburg hat das Team bereits vier Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz.

Der TSV Wasserburg zieht an der Tabellenspitze ungestört seine Kreise. Nach dem 77:71 (41:37) -Sieg gegen die Avides Hurricanes Rotenburg hat das Team von Bastian Wernthaler und Wanda Guyton bereits vier Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz. Denn Nördlingen hat die vierte Pleite in Folge kassiert und Halle verlor zuhause überraschend gegen Oberhausen. Vizemeister Halle und Meister Wolfenbüttel sind jetzt die ersten Verfolger.


800 Fans in der Badria-Halle erlebten ein denkwürdiges Match, in dem die beiden Unparteiischen Alen Vukic und Joel Pujol Mitte des zweiten Viertels die Hauptrolle übernahmen. Beim Stand von 33:26 (16.) begann alles mit einem unsportlichen Foul gegen Melissa Dalembert, die beim Rebound absichtlich mit dem Ellbogen Richtung Gegenspielerin ausgeteilt haben soll. Zu den folgenden Freiwürfen trat allerdings nicht die gefoulte Centhya Hart an, sondern Nationalspielerin Pia Mankertz. Die Unparteiischen bemerkten dies nicht, sondern das Kampfgericht unterrichtete sie über diesen Umstand. Daraufhin annullierten die Schiedsrichter die Freiwürfe und teilten beiden Coaches zugleich diese Entscheidung mit. Wernthaler fragte, ob in einem solchen Fall nicht ein technisches Foul gegen Rotenburg ausgesprochen werden müsste. „Einer der Schiedsrichter kommentierte das mit den Worten: ´Ist das dein Ernst? Was machst Du in der 1. Liga? Du hast keine Ahnung!´ Das habe ich mir natürlich nicht sagen lassen und gemeint, dass eher er nichts in dieser Liga verloren hat“, schildert Wernthaler die Situation. Das hatte zwei technische Fouls gegen den Wasserburger Coach und die automatische Disqualifikation zur Folge. Sein Dackel wunderte sich, dass es heute früher zum Gassi gehen geht, freute sich aber tierisch darüber.

Mit 63:62 ging es in die letzten zehn Minuten, in denen Wasserburg in der Defensive endlich wieder richtig zur Sache ging. Alle kämpften füreinander und vorne sorgten in erster Linie Anne Breitreiner und Emma Cannon für die Punkte, letztere holte neben ihren 25 Punkten noch 20 Rebounds. Die stehenden Ovationen der am Ende begeisterten Fans waren der verdiente Lohn für ein nervenaufreibendes Match, das sicher noch länger für Gesprächsstoff sorgen wird.


Es spielten: Anne Breitreiner (26 Punkte), Emma Cannon (25), Svenja Brunckhorst (10), Tiina Sten (6), Stina Barnert (4), Melissa Dalembert (4), Katharina Fikiel (2), Zhaque Gray, Franziska Wolf, Franziska Dausinger und Miriam Zeller.

Florian Danner

Quelle: rosenheim24.de

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