Trotz Streit: Bommer coacht in Oberhausen

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Rudi Bommer.

Burghausen - Theater hin, Theater her: Rudi Bommer wird trotz des Skandals vom vergangenen Samstag in Oberhausen auf der Trainerbank sitzen. Zum Jahresabschluss will mit der Mannschaft den Anschluss an dem Relegationsplatz halten.

Rudi Bommer wird trotz der höchst emotionalen Pressekonferenz vom vergangenen Samstag auch am kommenden Samstag (14 Uhr) den Fußball-Drittligisten SV Wacker Burghausen beim Gastspiel bei RW Oberhausen coachen.


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Das bestätigte gestern (Noch-)Präsident Hans Steindl, der erklärte: "Ab Dienstag wird Rudi Bommer die Mannschaft engagiert auf das wichtige Spiel in Oberhausen vorbereiten. Er wird dort auch auf dem Trainerstuhl sitzen und alles daran setzen, mit der Mannschaft einen positiven Jahresabschluss zu erreichen." Schließlich liege man nur drei Punkte hinter dem Relegationsplatz zur 2.


Bundesliga und wolle alles versuchen, "um im sportlichen Bereich den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten", so Steindl. Beim jüngsten 4:2-Heimerfolg gegen den FC Carl Zeiss Jena habe die Mannschaft ja gezeigt, dass sie sich in bester körperlicher Verfassung befindet und dass sie hochmotiviert ist. "Ich setze mein volles Vertrauen in dieses Team", betonte Steindl.

Dass es nach der brisanten und wohl in dieser Form auch unvergleichlichen Pressekonferenz nach dem Jena-Spiel Erklärungsbedarf gibt, darüber war sich der Burghauser Bürgermeister offenbar im Klaren.

Er sagte gestern nochmals ausdrücklich: "Wir haben vor dem Jena-Spiel einen Präsidiumsbeschluss gefasst, dass wir trotz des Abgangs von Rudi Bommer mit ihm auch die letzten beiden Spiele gegen Jena und Oberhausen bestreiten wollen." Daran ändere auch die Situation während und nach der Pressekonferenz nichts.

Hier lagen die Nerven auf verschiedenen Seiten blank und manche Aussagen hätte man sicher vermeiden beziehungsweise in anderer Form darstellen können. Das gab Hans Steindl unumwunden zu, nachdem er zwei Nächte darüber geschlafen hatte: "Wir haken diesen Vorgang ab, es geht im Profifußball letztendlich um den Erfolg, dem man verpflichtet ist - und ich glaube auch als Präsident, dass Rudi Bommer alles daran setzen wird, im letzten Spiel für Burghausen das Optimum herauszuholen." Eine interessante Konstellation bietet das Match am Samstag in Oberhausen allemal: Wacker-Ex-Coach Mario Basler trifft dann nämlich auf Fast-Wacker-Ex-Coach Rudi Bommer. Es könnte also ein ähnlich amüsanter Spieltag bevorstehen wie in der vergangenen Runde.

cs/Mühldorfer Anzeiger

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