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Alles auf Sieg!

Knallhart-Entscheidungen machen klar: Rennstall Bora-hansgrohe will bei Tour de France voll angreifen

Alexander Wlassow: Er soll bei der Tour de France auf das Podium und um den Sieg fahren.
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Alexander Wlassow: Er soll bei der Tour de France auf das Podium und um den Sieg fahren.

All-In - so lautet die Devise des Raublinger Rennstalls Bora-hansgrohe vor der Tour de France. Dabei wird auch vor knallharten Personal-Entscheidungen nicht zurückgeschreckt. Große Hoffnungen setzt man indes auf Spitzenfahrer Wlassow.

  • Der Rennstall Bora-hansgrohe aus Raubling steckt sich vor der Tour de France hohe Ziele
  • Manager Ralph Denk, der sportliche Leider Rolf Aldag und Trainer Dan Lorang scheuen dabei auch keine knallharten Personal-Entscheidungen
  • Große Hoffnungen setzt das Team auf Kapitän Alexander Wlassow

München – Wäre Ralph Denk (48) kein Radsport-Manager, sondern ein professioneller Poker-Spieler, könnte man sagen: Er geht All-in. Ein Blick auf das Aufgebot seines Rennstalls Bora-hansgrohe für die Tour de France zeigt: Die Raublinger wollen das Podium im Gesamt-Klassement und die slowenischen Top-Favoriten Tadej Pogacar (23/UAE) und Primoz Roglic (32/Jumbo-Visma) bei der Frankreich-Rundfahrt attackieren. Für dieses Ziel schreckten Denk, sein sportlicher Leiter Rolf Aldag (53) und Trainer Dan Lorang (40) auch nicht vor knallharten Personal-Entscheidungen zurück. Neben Kapitän Alexander Wlassow (26) aus Russland befinden sich mit Lennard Kämna (25), Nils Politt (28) und Maximilian Schachmann (28) drei deutsche Fahrer unter den Nominierten. Komplettiert wird der achtköpfige Kader von den Österreichern Felix Großschartner (28), Patrick Konrad (30), Marco Haller (31) und dem niederländischen Sprinter Danny van Poppel (28). Nicht dabei ist überraschend der Ire Sam Bennett (31), der ursprünglich für Etappensiege im Zielsprint sorgen sollte.

Tour de France: Bora-hansgrohe setzt auf Alexander Wlassow

„Unser ursprünglicher Plan war es, eine gute Rolle sowohl im Gesamt- als auch im Sprint-Klassement zu spielen“, erklärte Denk auf dem Weg nach Kopenhagen, wo die Tour am Freitag mit einem Einzelzeitfahren startet. Doch die zuletzt so guten Ergebnisse von Wlassow lösten ein Umdenken aus: „Wir hatten uns nicht gedacht, dass Alexander eine so starke Saison fährt. Er hat die Valencia-Rundfahrt und auch die Tour de Romandie gewonnen. Bei der Tour de Suisse wäre er ebenfalls siegreich gewesen, hätte er sich nicht mit Corona infiziert.“

Darum entschieden sich die Raublinger voll auf den wieder genesenen Russen zu setzen. „Aus Rosa mach Gelb – das Ziel ist ein bisschen hochgegriffen“, sagt Denk in Anspielung auf Boras Giro-Sie.“ Aber: „Wir würden uns nicht wehren, wenn es ein Podium wird. Unsere Aufstellung zeigt, dass wir uns voll auf das Gesamtklassement konzentrieren wollen.“ 

Ralph Denk über Bennett: „Hätten nichts dagegen gehabt, hätte er mehr Rennen gewonnen“

Darum kreierten Denk, Aldag und Lorang ein siebenköpfiges Team, das Speerspitze Wlassow die nötigen Helfer-Dienste garantieren kann. „Hätte sich Wlassow in den vergangenen Monaten nicht so stark präsentiert und hätte Sam Bennett mehr Rennen gewonnen, wäre es in eine andere Richtung gegangen. Bennett hat zwar einen Saisonsieg bei Eschborn-Frankfurt eingefahren – der auch wichtig für uns war – aber wir hätten nichts dagegen gehabt, hätte er mehr Rennen gewonnen“, stellt der Teammanager klar.

Die Transformation zu einer Mannschaft, die bei den Grand Tours im Kampf um das Gesamt-Klassement mitreden möchte, geht nach dem Sieg beim Giro d’Italia also auch bei der Tour de France weiter. Und dafür verzichtet das Team auf Etappensiege bei Sprint-Ankünften: „Wir sind uns bewusst, dass Bora-hansgrohe dann eher nicht ganz vorne mit dabei ist.“ Unerwünscht sind Etappensiege auf anderem Terrain freilich trotzdem nicht. Sowohl Konrad, Kämna als auch Politt haben bewiesen, dass Etappen für sich entscheiden können.

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