Tomczyk auf dem Lausitzring unterwegs

OVB
+
Martin Tomczyk schaut nicht auf die Meisterschaft.

Rosenheim - An diesem Wochenende wird das Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) auf dem Lausitzring fortgesetzt. Und in dieser Serie sorgte jüngt der Rosenheimer Martin Tomczyk für eine Sensation:

Nach bereits vorherigen guten Platzierungen mit seinem "Jahreswagen" des Audi-Teams Phoenix holte er sich in Spielberg auf dem Red Bull Ring (Österreich) den Sieg vor Ralf Schumacher (Mercedes). Tomczyk ist nun Zweiter der Gesamtwertung, doch er betont: "Auf die Meisterschaft schaue ich nicht, mein Ziel ist und bleibt es, bester Jahreswagenfahrer zu werden." Und dabei ist er auf einem guten Weg ...


Interessant zudem für die DTM-Fans: Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (43 Jahre/Dänemark) wird sein Comeback geben. Er ersetzt den beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans vor einer Woche verletzten Mike Rockenfeller (27), der sich noch von seinem Unfall vollständig erholen soll. Kristensen fährt für das Audi-Sport- Team Abt Sportsline (Kempten).

In der IDM wird der vierte und letzte Durchgang der "ersten Halbzeit" ausgetragen, ehe es vom 1. bis 3. Juli am Salzburgring zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte kommt.


Und zum Abschluss dieser ersten Hälfte wollen sich die Teams und Fahrer aus der Region natürlich vor ihrem "Heimspiel" eine gute Ausgangsposition sichern.

In der Superbike-Klasse geht das Team alpha Technik van Zon Kraftwerk BMW (Stephanskirchen) mit Damian Cudlin (Australien) aussichtsreich ins Rennen. Ob der Australier diesmal den Gesamtführenden Matej Smrz (Tschechien), den Österreicher Martin Bauer (2.), den Australier Karl Muggeridge (3.) und den Östrerreicher Michael Ranseder (4.) gefährden kann? In Stephanskirchen hofft man dies. Bester deutscher Pilot im Feld ist hier als Sechster Ex-Supersport-Weltmeister Jörg Teuchert (Hersbruck).

Noch nicht zufrieden mit seiner Saison ist Filip Altendorfer (Raubling) - und das, obwohl er zuletzt am Nürburgring zweimal in die Punkteränge fuhr. "Da war mehr drin", so seine bisherige Bilanz. Doch am Nürburgring war er erstmals nach einem Schlüsselbeinbruch wieder am Start und musste noch verhaltener agieren, diesmal will er angreifen und unter die besten zehn fahren.

Die 125-ccm-Piloten aus der Region müssen sich diesmal noch härterer Konkurrenz als sonst stellen: Sandro Cortese (Berkheim), derzeit WM-Vierter in dieser Kategorie, will auch am Rennen der IDM teilnehmen. Er will IDM-Spitzenreiter Jack Miller (Australien) ebenso unter Druck setzen wie Michael Ecklmaier (Gars/derzeit Fünfter), Titelverteidiger Luca Grünwald (Waldkraiburg/9.), der derzeit an seinem Realschul-Abschluss arbeitet, und Philipp Öttl (10.). Öttl hatte zuletzt beim Red Bull MotoGP Rookies-Cup in Silverstone Pech und kam nur auf Rang 17, wodurch der junge Ainringer auf Rang acht der Gesamtwertung zurückfiel. Nun plant er im IDM-Lauf eine Platzierung unter den besten zehn.

Im ADAC Junior-Cup proben Spitzenreiter Max Maurischat (Hamburg) und seine Verfolger für ihren Saisonhöhepunkt - das Cup-Gastspiel im Rahmen des Motorrad-WM-Laufes an gleicher Stätte, der in vier Wochen stattfindet.

Im Rahmen der Rallye-WM sind Hermann Gaßner junior/Kathi Wüstenhagen (Surheim/Freilassing) bei der Rallye Akropolis unterwegs und hoffen auf ein gutes Resultat.

who/Oberbayerisches Volksblatt

Kommentare