Die Titel bleiben in der Region!

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Finale im Bajuwarischen Fünfkampf. Sepp Burghartswieser (links) versucht vergeblich Max Glaser (rechts) mit voller Wucht über den Tisch zu ziehen. Der anschließende Konter von Glaser bringt ihm den dritten Sieg auf der Stoißer Alm.

Teisendorf - Der Berg ruft! Beim Bergturnfest des TSV wurde wieder eifrig gelaufen, gesprungen und gestoßen. Ein erfolgreicher Sporttag für Veranstalter und Athleten.

Zufrieden blickte Teisendorfs Turnerchef Helmut Thanbichler am vergangenen Samstagabend von der Stoißer Alm ins Tal. Gerade war das 42. Bergturnfest am Teisenberg über die Bühne gegangen und das neue Konzept, den Titelkampf von Sonntag auf Samstag zu verlegen, hatte Früchte getragen. Trotz sengender Hitze waren 60 Sportler dem Teisendorfer Aufruf gefolgt und beteiligten sich an einem der letzten Almsportfeste im Alpenraum. Auch wenn sich die Teilnehmer hauptsächlich auf Stammgäste vom Gastgeberverein und vom TuS Alztal Garching verteilten, konnte Thanbichler doch auch wieder einige neue Sportler auf fast 1300 Meter über dem Meer begrüßen.

Der Wettkampf startete obligatorisch mit dem Dreikampf in den Disziplinen Standweitsprung, Kugelstoßen und 50-Meter-Lauf auf der Almweide. Aufgrund der Trockenheit der vorangegangenen Tage waren beste Wettkampfbedingungen gegeben. In der weiblichen Konkurrenz führte kein Weg an Regina Stalleder vom TSV Fridolfing vorbei. Sie erzielte in den drei Disziplinen 30,45 Punkte und verwies Barbara Fussi aus Teisendorf (24,10) und Melanie Alramseder vom TuS Garching (22,50) deutlich auf die Plätze. Die Männerriege dominierte wie auch in den letzten Jahren der 33-jährige Lokalmatador Martin Glaser. Der Sohn von Bergturnfestinitiator Max Glaser sen. war mit 33,30 Punkten erneut unschlagbar. Dennoch hatte Martin Glaser mit dem 15-jährigen Teisendorfer Jonas Hofstetter einen starken Widersacher. Hofstetter folgte Martin Glaser mit 31,85 Punkten und verhinderte somit einen Doppelsieg der Glaser-Brüder, denn Max Glaser jun. musste sich auf Platz 3 mit 31,10 Punkten zufrieden geben.

In den folgenden Staffelläufen konnten die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen erneut in ihre Schnelligkeit auf der Laufstrecke unter Beweis stellen, während die Erwachsenen in einer Steinstoß-Staffel die stärkste Mannschaft ermittelten. Zum Abschluss folgten die Königsdisziplinen, der Amazonendreikampf der Damen sowie der Bajuwarische Fünfkampf der Männer.

Kampf der Amazonen

Erste Disziplin der Damen war ein Kugelstoßen der besonderen Art. Eine 7,25 kg schwere Eisenkugel musste über eine 1,80 Meter entfernte und ebenso hohe Latte buchsiert werden. Nach erfolgreicher Absolvierung war erneut der Standweitsprung zu bewältigen. Die Teisendorferinnen Roswitha Beissinger und Barbara Fussi sowie Regina Stalleder (TSV Fridolfing) und die bayerische Meisterin im Hammerwurf, Melanie Alramseder (TuS Garching), sprangen dabei am weitesten und qualifizierten sich für das Finale im Boahakln. Die Auslosung ergab zunächst die Paarungen Stalleder gegen Beissinger und Fussi gegen Alramseder. Sowohl Regina Stalleder als auch Barbara Fussi konnten ihre Kontrahentinnen nahezu problemlos niederringen. Im Finale zeigte Barbara Fussi der Fridolfingerin Regina Stalleder dann die Grenzen auf und „hakelte“ sie zweimal nieder. Fussi avancierte damit bei ihrer ersten Teilnahme am Bergturnfest zur Königin der Stoißer Alm.

Männersache: Bajuwarischer Fünfkampf

Die Männer hatten beim Bajuwarischen Fünfkampf zunächst einen 15 kg schweren Stein über eine zwei Meter entfernte und in gleicher Höhe angebrachte Latte zu wuchten. Die erfolgreichen Absolventen marschierten über den Standweitsprung weiter zum Boahakln. Dabei „hakelte“ zuerst Sepp Burghartswieser Peter Beissinger aus dem Wettbewerb. Sieganwärter Max Glaser jun. rang Hansi Aicher nieder, Martin Glaser bezwang Stefan Schönsmaul und Vorjahressieger Herbert Rauscher hatte mit Jonas Hofstetter keine Probleme. Im Halbfinale im Keulenweitwurf setzte Martin Glaser mit 6,04 Meter die erste Duftmarke. Die glatte und sehr unhandliche Holzkeule schleuderte Sepp Burghartswieser im Anschluß auf 6,84 Meter. Max Glaser jun. überbot dies Marke dann mit 7,85 Meter. Damit gab er seinem Bruder Martin das Nachsehen und qualifizierte sich bereits vor dem letzten Versuch durch Herbert Rauscher für das Finale im Fingerhakln. Herbert Rauscher wollte natürlich seinen Vorjahrestriumph am Teisenberg wiederholen. Jedoch wollte er an diesem Tag zu viel. Sein Keulenwurf wäre zwar eindeutig der weiteste gewesen. Da er aber die Abwurfmarke übertrat, schied er völlig überraschend aus.

Disziplin: Fingerhakln auf der Alm

Das finale Fingerhakln auf einem Tisch vor der Almhütte bestand somit zum ersten Mal in der Bergturnfestgeschichte aus der Paarung zwischen Max Glaser jun. und Sepp Burghartswieser. Dabei spielte Glaser seine Erfahrung aus bislang sieben Finalteilnahmen aus. Burghartswieser riss zwar in beiden Vergleichen mit enormer Wucht an. Glaser konnte aber jeweils mit noch höherer Kraft die Angriffe von Burghartswieser kontern und seinen Kontrahenten zweimal über den Tisch ziehen. Damit krönte sich Max Glaser jun. zum dritten Mal zum König der Stoißer Alm.

Siegerehrung

Bei der abschließenden Siegerehrung im Schatten der Almhütte dankte Teisendorfs Turnerchef Helmut Thanbichler seinen Helfern und allen Sportlern, die an diesem heißen Tag eine Teilnahme am Bergturnfest einem Badebesuch vorgezogen hatten. Zweiter Vorstand Gerold Lindner überbrachte Grußworte im Namen der Vorstandschaft des TSV Teisendorf und lobte ebenfalls den neuen Austragungstermin am Samstagnachmittag. Er gratulierte Thanbichler und dem Turnerteam zu der hervorragend organisierten Veranstaltung. Die Teilnehmer wurden mit Urkunden und schönen Sachpreisen belohnt. Bis in den späten Abend ließen viele Sportler und Helfer einen traumhaften Sommertag auf dem Teisenberg ausklingen.

re

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser