Sportbund will in Heimstetten punkten

Rosenheim - Die Freude über den 3:1-Heimerfolg der Sportbund-Fußballer gegen den TSV Großbardorf währte bei Trainer Walter Werner nur kurz: Schon heute geht es nach Heimstetten.

Der 50-Jährige stürzte sich gleich wieder in die Arbeit, denn in der höchsten bayerischen Spielklasse geht es Schlag auf Schlag. So wohnte er am Sonntag gleich noch dem Spiel zwischen Mitaufsteiger TSV Gersthofen und dem SV Heimstetten (1:1) bei, denn das Team aus Heimstetten ist am heutigen Mittwoch ab 19.30 Uhr am zweiten Spieltag Gastgeber für den SBR.


Lange Zeit zum Feiern blieb den Rosenheimern nach dem Auftaktsieg nicht - zumindest reichten die 90 Minuten am Campus, um eine Portion Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu tanken. Diese ist rein aus statistischen Gründen schon notwendig, denn mit Heimstetten verbindet SBR-Coach Walter Werner gemischte Gefühle. Viermal stand man sich in der Landesliga noch gegenüber und der Rosenheimer Trainer denkt an diese Spiele nicht ungern zurück, "weil es größtenteils rassige Partien mit viel Tempo und Offensivgeist waren". Allerdings: "Wir haben keines dieser Spiele gewinnen können", liefert Werner den Grund für die gemischten Gefühle nach. Deshalb wollen die Sportbündler nun alles versuchen, um diese kleine Negativserie zu durchbrechen.

Vielleicht ist es ganz gut, dass einige Akteure dabei sind, die in dieser Sache völlig unbelastet herangehen: Die Neuzugänge Robert Rakaric und Manuel Ring beispielsweise, die zum Auftakt vor Rosenheimer Publikum durchaus zu gefallen wussten. Rakaric werkelte pausenlos, war an vielen Offensivszenen beteiligt und legte mit seinem Tor den Grundstein zum Sieg. Ring legte ein starkes Laufpensum hin und war mit zwei Vorlagen und einer Vollstreckung an allen drei SBR-Toren beteiligt. Der Rosenheimer Coach nahm die starke Premiere seiner Neuen zur Kenntnis ("Wir haben die ja auch bewusst geholt"), betonte aber stets, dass der gelungene Start "ein Sieg der Mannschaft" gewesen sei: "Von der Nummer eins bis zur Nummer 18 hat jeder seinen Anteil am Sieg."


Einer auch, weil er mit Stabilität und Einsatzfreude die SBR-Defensive festigte: Marko Maric führte den Abwehrverbund glänzend an. Auf ihn wartet mit dem prominent besetzten Heimstettner Angriff um Orhan Akkurt und Andreas Neumeyer sowie der offensiv ausgerichteten Schaltzentrale Dominik Schmitt eine weitere schwere Aufgabe, die es zu lösen gilt. Bei seinem ehemaligen Verein will der baumlange Abwehrmann natürlich ebenso glänzen und gemeinsam mit seinen Kollegen dafür sorgen, dass die Sportbund-Ausbeute in Duellen mit Heimstetten wieder besser wird.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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