Sportbund-Fußballer: "Endlich geht es los"

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Einer der wenigen SBR-Spieler mit Bayernliga-Erfahrung: Mittelfeldakteur Matthias Poschauko.

Rosenheim - 32 Jahre ist der letzte Auftritt des SB/DJK Rosenheim in der Fußball-Bayernliga her. Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf das Comeback am Samstag gegen den TSV Großbardorf.

32 Jahre ist der letzte Auftritt des SB/DJK Rosenheim in der Fußball-Bayernliga her. Am 26. Mai 1979 besiegte man zum Abschluss den TSV Trebgast mit 1:0, konnte aber den Abstieg nicht mehr vermeiden. Zum Comeback in der höchsten bayerischen Spielklasse am morgigen Samstag, 15 Uhr, gegen den TSV Großbardorf soll nun ein besseres Resultat herausspringen.


Beim SBR hat man sicherlich nicht 32 Jahre lang auf diese Rückkehr gewartet, die ja lange Zeit weit weg war, als man im Mittelfeld der Bezirksliga umherdümpelte. Aber seit zwei Monaten, seit die zweite Bayernliga-Saison in der Geschichte der Grün-Weißen perfekt ist, hat man auf dieses Ereignis hingefiebert. "Endlich geht es los", sagt sich die Sportliche Leitung des SBR. Trainer Walter Werner hat mit einer intensiven Vorbereitung das Fieberthermometer noch einmal ansteigen lassen - jetzt wird es Zeit, dass seine "Pferde" wieder losgelassen werden.

Natürlich geht es zum Auftakt nicht nur ums Dabeisein. "Wir wollen möglichst viele unserer Heimspiele gewinnen, im Josef-März-Stadion soll der Grundstein für das Erreichen unserer Ziele gelegt werden", gibt Sportlicher Leiter Richard Neumeier die Richtung vor. Das Ziel ist das Erreichen der Qualifikationsspiele zur neuen Regionalliga Bayern, was sicherlich eine sehr realistische Einschätzung sein dürfte. Dazu müssen wohl drei Vereine in der Tabelle hinter dem SBR landen.


Der Grundstein dafür wird aber nicht nur in den Heimspielen gelegt, sondern vor allem auch in den Monaten Juli und August. Bis Ende August sind nämlich bereits neun Begegnungen und damit mehr als die Hälfte der gesamten Vorrunde vorüber. "Wir müssen gleich voll da sein, sonst ist man gleich mal ins Hintertreffen geraten", sagt Trainer Werner. Auf die Sportbündler warten also 34 (und dann vielleicht noch vier mehr) Endspiele.

Wichtig ist dabei sicherlich der Fitnesszustand der Truppe und die Verletztenliste: Ist Erstgenannter groß - so wie es unter Walter Werner immer war - und Letztgenannte klein, dann sind die ersten Voraussetzungen schon einmal gegeben. Von den fehlenden Akteuren aus dem Dienstag-Test beim Kreisklassisten FC Halfing (15:0) waren immerhin Alexander Spreitzer, Michael Hofer, Robert Rakaric und Florian Preußer wieder an Bord, Philipp König und Michael Feldner absolvierten zumindest wieder Laufeinheiten. Der Kader sollte also recht gut beisammen sein, um auch gegen eine alteingesessene Truppe wie dem TSV Großbardorf zu bestehen.

Die "Gallier" sind der am nördlichsten gelegene Bayernligist. Mit Hans-Jürgen Ragati hat ein neuer Trainer sein Amt übernommen und in der Vorbereitung gleich mal ordentliche Ergebnisse erzielt. Zuletzt siegte man im Toto-Pokal beim Landesligisten SV Pettstadt eindrucksvoll mit 6:0. Der Ex-Regionalligist hat sich einen Platz unter den ersten Neun und damit die Direktqualifikation für die Regionalliga zum Ziel gesetzt. Auf den SBR wartet also morgen eine schwere Aufgabe, die man nur lösen kann, wenn man hundertprozentig konzentriert, mit vollem Einsatz und größter Leidenschaft herangeht - "quasi Sportbund-Mentalität zeigt", wie Neumeier fordert.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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