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Sechzig will aus der Gefahrenzone raus

Rosenheim - Eine Achterbahn der Gefühle machen die Sechziger aus Rosenheim derzeit in der Bayernliga durch. Und sie merken, wie nahe Erfolg und Niederlage in dieser Spielklasse beisammen liegen.

Lesen Sie hier den Bericht des Oberbayerischen Volksblatts vom Samstag:

Spitzenteam kommt ins Jahnstadion

Nach drei Siegen zuletzt wieder zwei Niederlagen - und schon ist man der gefährdeten Zone in der Bayernliga wieder ganz nahe. "Ein paar Punkte brauchen wir noch bis zur Winterpause", fordert unmissverständlich Hans Klinger, der Fußball-Chef des TSV 1860 Rosenheim. Dass ausgerechnet jetzt mit dem TSV Rain der Tabellenzweite im Jahnstadion (Samstag, 14 Uhr) auftritt, verheißt nicht unbedingt die besten Erfolgsaussichten.

Doch Trainer Manfred Burghartswieser kennt seine Truppe, weiß, dass sie sich gerade gegen Spitzenteams, die sich "nicht hinten reinstellen", oft sogar leichter getan hat.

Dabei war der TSV Rain, ein Jahrzehnt lang Rivale der Sechziger in der Landesliga Süd, vor einem Jahr noch ein fast schon hoffnungsloser Abstiegskandidat, fünf Trainer in einem halben Jahr hatte der Aufsteiger bis zur Winterpause verschlissen. Dann holte man Kurt Kowarz aus Augsburg und der frühere Bundesliga-Torhüter des 1. FC Nürnberg startete mit der Mannschaft eine tolle Aufholjagd, die in eine aufreibende Relegation und schließlich dank der Erfolge gegen den Würzburger FV (2:0) und den SV Seligenporten (5:1) zum Klassenerhalt führte. Für Kowarz, der zur gleichen Zeit als Torwarttrainer mit der deutschen U21 in Schweden Europameister wurde, ein fantastischer Sommer.

Und dem folgte ein unglaublicher Herbst. Die Mannschaft, verstärkt mit dem Ex-Profi Marco Löring (TSV Ainding), dem Burghauser Den Lovric und Torjäger Srdan Stevanovic von der TSG Tannhausen, hat von den 19 Punktspielen bisher gerade mal zwei verloren und ist nunmehr seit elf Spielen ungeschlagen, allerdings im November auch noch ohne Sieg. Dreimal 1:1 lauteten die Resultate und dass die Schwaben zu packen sind, hat der TSV 1860 Rosenheim selbst schon erfahren, im Hinspiel. "Da haben wir sehr gut gespielt und hätten den Sieg verdient gehabt", ärgert sich Co-Trainer Christoph Schiller auch heute noch über das äußerst unglückliche 0:1.

Nun hofft er darauf, das Ganze drehen zu können. Und sieht einen kleinen Vorteil: "Wir haben zwar auf der einen Seite den Druck, punkten zu müssen, zum anderen aber erwartet man von uns gegen ein absolutes Spitzenteam nicht unbedingt einen Sieg. So können wir doch relativ befreit auftreten und zeigen, was wir können." Die beiden letzten Niederlagen liegen nicht nur den Trainern noch im Magen, unter der Woche hat man der Mannschaft die DVD vom Spiel in Erlangen vorgeführt und noch einmal klar die Fehler angesprochen. Und auch aus dem Buchbach-Spiel könne man lernen, sagt Schiller: "Mit welcher Entschlossenheit die aufgetreten sind, mit welcher Energie sie unsere Chancen zunichte gemacht haben, das war schon ein Lehrbeispiel, wie man in dieser Liga besteht."

Dass dem Kathrein-Team mit Burghartswieser, Martin, Linnemann, Sylla und Tuncali wichtige Spieler verletzt fehlen, nun auch noch Yunus Karayün nach seiner Entgleisung in Buchbach wohl bis zur Winterpause gesperrt ist, will Schiller nicht als Alibi gelten lassen: "Wir haben einen guten Kader, sind nicht von einem Spieler abhängig." Der Co-Trainer weiß, wie man dennoch zum Erfolg kommen kann: "Wir müssen geschlossen auftreten, dürfen den Rainern nicht ins offene Messer laufen, dann passt es." Zumindest ein Punkt sollte auch gegen ein absolutes Topteam drin sein. Denn die nächsten Aufgaben werden nicht leichter: Nach dem Auswärtsspiel beim heimstarken TSV Großbardorf kommt mit dem FC Memmingen der souveräne Spitzenreiter nach Rosenheim, ehe es in die Winterpause geht. Hoffentlich mit einem etwas aufgestockten Punktekonto, wie es Hans Klinger fordert.

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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