FIS Snowboard Weltcup 2015 am Sudelfeld

Ledecka mit Tagessieg, Deutsche nicht in Form

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Die besten vier Damen beim Weltcup im Snowboard Parallel Riesenslalom am Sudelfeld 2015
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Sudelfeld - Auf der Piste hatte sich das deutsche Team viel vorgenommen. Die Nase vorne hatte am Ende Ester Ledecka. Sie setzte sich sogar gegen ihre männlichen Kollegen durch.

Bei besten Bedingungen auf der Piste sorgten am Samstag über 100 freiwillige Helfer für einen reibungslosen Ablauf der diesjährigen Rennen im Snowboard Parallel Riesenslalom auf dem Sudelfeld. Insgesamt 11 Läuferinnen und Läufer aus Deutschland standen dabei bereits am Freitag bei den Vorläufen in den Starthäuschen. Für die Finalläufe am Samstag konnten sich schließlich bei den Damen Anke Karstens, Amelie Kober und Cheyenne Loch auf deutscher Seite qualifizieren. Bei den Herren schafften es nur Alexander Bergmann  unter die besten 16.

Im Viertelfinale traf Anke Karstens dann bereits auf die spätere Tagessiegerin Ester Ledecka. Am Ende, nach dem zweiten Lauf, trennten die beiden Boarderinnen nur ein Wimpernschlag. "Ester ist dieses Jahr brutal stark. Wir haben uns einen extrem spannenden Kampf geliefert", so Karstens nach dem Rennen. Mit nur 15 Hundertstel Vorsprung zog die amtierende Weltmeisterin Ledecka ins Halbfinale ein. Karstens konnte sich so die beste deutsche Platzierung des Tages mit Rang sechs sichern.

Amelie Kober aus Fischbachau dagegen musste bereits im Achtelfinale die Segel streichen. Konnte sie sich bei der Quali am Freitag noch bis auf den dritten Rang vorarbeiten, schied sie nach einem verhängnisvollen Fahrfehler im Duell gegen die Schweizer Olympiasiegerin Patrizia Kummer aus und wurde Neunte. "Ich weiß nicht, was da los war. Ich wusste, ich liege vorne und muss nur den Vorsprung ins Ziel retten. Vielleicht war ich dadurch nicht ganz da im Kopf," so Kober nach ihrem Lauf.

Die Strecke im besten Zustand

Die Piste beim Parallel Riesenslalom

Cheyenne Loch, die dritte Finalistin im Bunde, zog bei ihrer ersten K.o.-Runden Teilnahme im elften Weltcup-Start gegen die später zweitplatzierte Julie Zogg den Kürzeren und wurde Fünfzehnte.

Die Finalläufe am Samstag am Sudelfeld

Impressionen von den Finalläufen am Samstag

Mit Alexander Bergmann zog nur ein Deutscher unter die besten 16 Herren am Samstag ein. "Gegen Vic Wild auszuscheiden ist mir natürlich lieber als gegen jemanden, der seinen ersten Weltcup fährt. Allerdings war es im Viertelfinale brutal schwer. Man konnte kaum erkennen, ob sich Schläge gebildet haben, was es schwer gemacht hat zu attackieren", berichtet Bergmann von seiner Fahrt auf den sechsten Platz bei den Herren gegen den späteren Zweitplatzierten des Tages.

Die Finalisten und die Siegerehrung nach dem Rennen

Die Läuferinnen und Läufer im Finale

Schneller als Vic Wild war am Samstag nur einer. Andrey Sobolev aus Russland konnte sich vor seinem Landsmann den Tagessieg bei den Männern sichern. Auf Platz drei landete Zan Kosir aus Slowenien.

Wie bereits erwähnt stand bei den Frauen Ester Ledecka aus Tschechien am Samstag ganz oben auf dem Treppchen. Dahinter schlossen Julie Zogg aus der Schweiz auf dem zweiten und Marion Kreiner aus Österreich auf dem dritten Platz den Renntag auf dem Sudelfeld erfolgreich ab.

Ein ganz besonderes Highlight wartete dann aber doch noch auf die Zuschauer bei fünften Weltcup am Sudelfeld. Im sogenannten Superfinale trat nach dem eigentlichen Renn-Geschehen der schnellste Mann gegen die Tagessiegerin an. Nach einem Rutscher im ersten Drittel der Strecke war das Duell dann aber vorzeitig entschieden. Andrey Sobolev konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Kleines Trostpflaster: Der Russe konnte sich über einen Jahresvorrat Bier vom Sponsor freuen. Ester Ledecka, die Gewinnerin des Superfinals zog hingegen mit 1.500 Euro in Bar, zur Verfügung gestellt von den Bayernwerken, von Dannen.

Quelle: rosenheim24.de

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