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Gegen Mitkonkurrenten Sieg erringen

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Mit seiner Erfahrung ein wichtiger Akteur beim TSV 1860: Christian Hofmann.

Rosenheim - Beim TSV 1860 Rosenheim rätselt man, warum der Bayerische Fußball-Verband ausgerechnet die Partie der Sechziger am Samstag (14 Uhr) gegen den 1. FC Bad Kötzting zum „Top-Spiel“ der 18. Runde in der Bayernliga erkoren hat.

Kötzting ist schon ziemlich abgeschlagen Tabellenletzter, ein echtes Kellerduell aber ist das Spiel nicht, nachdem sich die Truppe von Spielertrainer Manfred Burghartswieser zuletzt mit zwei Auswärtssiegen in Folge ein bisschen Luft verschafft hat im Abstiegskampf. Außer Frage aber steht, dass es für die Kathrein-Elf ein ganz wichtiges Spiel ist, „unsere letzten Erfolge“, so Fußball-Chef Hans Klinger, „sind nur dann richtig was wert, wenn wir nun gegen Kötzting nachlegen.“

Dass das aber keineswegs so leicht wird, wie es auf dem Papier aussieht, ist allen Beteiligten klar. "Gerade gegen vermeintlich schwächere Gegner haben wir uns immer sehr schwer getan", warnt Burghartswieser und sein Co. Christoph Schiller verweist darauf, dass die Kötztinger ja "eigentlich eine sehr starke Mannschaft haben." Im sechsten Jahr spielen die Oberpfälzer in der Bayernliga, meist recht stabil, vor der Saison haben sie mit den prominenten Verpflichtungen, Jan Velkoborsky, der für Ahlen 61-mal in der 2. Liga gespielt hat, und dem früheren Burghauser Martin Oslislo, 2002 gemeinsam mit Manfred Burghartswieser in die 2. Liga aufgestiegen und dort 107-mal im Einsatz, große Hoffnungen geweckt. Doch trotz prominenter Namen kommt die Mannschaft nicht in Fahrt, holte aus den letzten sieben Spielen gerade mal einen Punkt. Inzwischen hat man den Trainer gewechselt, für den glücklosen Ulli Karmann übernahm der Erste Vorstand Hans Kuchler wieder die sportliche Leitung, die er schon bis 2008 recht erfolgreich innehatte. Die Plätze sechs (2005), fünf (2006) und elf (2007 und 2008) erreichte er mit der Truppe. Als wichtigste Aufgabe sieht Kuchler nun, den Druck von den Spielern zu nehmen: "Wir denken von Spiel zu Spiel, Fußball ist auch eine Kopfsache. Die Mannschaft kann ja Fußball spielen."

Dass sie das nicht unbedingt in Rosenheim beweist, dafür will Burghartswieser sorgen. Für ihn ist eine sichere Abwehr der Erfolgsgarant, da steht ihm nun mit Andreas Adamosky wieder ein erfahrener Mann zur Verfügung, der zuletzt für zwei Spiele gesperrt war. "Aber auch der junge Michael Sauer hat seine Sache in Ansbach sehr gut gemacht", lobt Schiller und lässt die Frage zunächst offen, wer von den beiden auflaufen wird. Auch Burghartswieser wäre eine Option, wenn er sich fit fühlt, während für Matthias Linnemann, der wieder im Mannschaftstraining ist, ein Einsatz laut Schiller "wohl zu früh" käme. "Aber wir haben einen großen, sehr ausgeglichenen Kader, auch Schwinghammer zeigt aufsteigende Form, Huber kann man immer bringen. Egal, wer spielt, wir setzen auf das Kollektiv, nur so sind wir erfolgreich." Vielleicht wird es ja das Top-Spiel, als das es der BFV schon sieht. Die Sechziger jedenfalls wollen alles dafür tun, vor allem auch, um einen "Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt", so Schiller, zu besiegen, den Abstand nach unten zu wahren: "Nach oben brauchen wir nicht schielen, das wäre vermessen." Trotz der zuletzt deutlich aufsteigenden Tendenz beträgt der Abstand zum Relegationsplatz immer noch nur drei Punkte.

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