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Schunko: "Nicht zu begreifen"

OVB
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Das Tor des Tages: Bayreuths Eckert traf mit langem Bein gegen 1860-Keeper Luginger.

Rosenheim - Als die Partie beendet, die 0:1-Heimniederlage des TSV 1860 Rosenheim gegen die SpVgg Bayreuth besiegelt war, wurde es auf dem Rasen doch noch temperamentvoll.

Augenzeugen berichteten später von verbalen und handgreiflichen Auseinandersetzungen, von Schlägen und Spuckereien. Und als Beobachter dieses Bayernliga-Duells wünschte man sich, die Spieler wären während der 90 Minuten am Ball so munter gewesen, hätten so viel Engagement und Intuition gezeigt. Denn das eigentliche Spiel litt unter einer rätselhaften Zurückhaltung, vor allem von Seiten der Hausherren.

"Was vornehmlich in der ersten Hälfte los war, ist für mich nicht zu begreifen", wunderte sich Trainer Andi Schunko über seine Truppe, die zuletzt ja die Rosenheimer Zuschauer fast ein bisschen verzaubert hatte mit attraktivem Fußball. Diesmal aber gab es Schonkost, Kampf und Krampf statt flottem Angriffsspiel. Ein Schuss von Dominik Haas gut zwei Meter über die Querlatte war die einzige wenigstens annähernd gefährliche Aktion in den ersten 45 Minuten, und weil den Gästen aus Bayreuth auch nicht viel mehr gelang, war es fast logisch, dass ein grober Schnitzer nötig sein würde für einen Torerfolg. Den leistete sich die Sechziger-Abwehr nach 35 Minuten mit einer zu kurz geratenen Kopfball-Rückgabe, Michael Eckert spritzte mit langem Bein dazwischen und verlängerte den Ball ins Netz.

Und hier geriet nun erstmals Schiedsrichter Modschiedler in die Kritik. Hätte er nicht auf gefährliches Spiel gegen Sechziger-Keeper Matthias Luginger entscheiden, dem Treffer die Anerkennung verwehren müssen? So richtig verärgert aber hat der Mann aus Zirndorf die Sechziger nach einer guten Stunde. Das Kathrein-Team war aggressiver und engagierter aus der Kabine gekommen, Bayreuth ließ sich, wie Spielertrainer Ingo Walther später monierte, "zu sehr hinten reindrücken, wir konnten uns nicht mehr befreien." Klare Chancen aber gab es kaum, doch "hat man das nicht sogar gehört", fragte Andi Schunko, "dass der Abwehrspieler nicht den Ball, sondern Einsiedlers Fuß getroffen hat?" Modschiedler aber winkte nur ab, verweigerte den "klaren Elfmeter", wie nicht nur Schunko meinte.

Nein, so der Sechziger-Coach, er wolle den Schiedsrichter nicht bewerten, machte ihn aber doch dafür verantwortlich, dass anschließend das Spiel immer hektischer geworden ist. "Er hatte wohl ein schlechtes Gewissen und dann mehrere Fouls von uns nicht mehr gepfiffen." So heizten sich die Gemüter schon mal auf für das spätere Nachspiel. Derart schlecht aber war Modschiedlers Gewissen dann doch nicht, um Danijel Majdancevic zehn Minuten vor Schluss nach einem ziemlich dummen, groben Foulspiel ungeschoren davon kommen zu lassen. Rot war die Folge und darüber konnte sich ernsthaft keiner beklagen.

Die Schuld an der Niederlage wollte Schunko auch nicht dem Schiedsrichter anlasten, "sie geht in Ordnung, vor allem wegen der ersten Hälfte", meinte er. Weil seine Mannschaft den Ball nicht hat laufen lassen, sondern es mit "hoch und weit" versuchte, ein untaugliches Mittel gegen die robusten Bayreuther Abwehrrecken. "Wir haben wenig zugelassen", durfte sich also Ingo Walther freuen. Dass die kreativen Momente diesmal fehlten, lag auch am Fehlen von Markus Ostarek und Florian Bichler, die kurzfristig ausgefallen und nicht zu ersetzen waren.

TSV 1860 Rosenheim: Luginger, Martin, Herberth, Christian Hofmann, Wallner (ab 46. Atilgan), Haas, Kokocinski, Pointvogel (ab 85. Schwinghammer), Okanovic (ab 46. Masberg), Majdancevic, Einsiedler.

Schiedsrichter: Modschiedler (Zirndorf).

Zuschauer: 200.

Tor: 0:1 (35.) Eckert.

Besonderheit: Rote Karte für Majdancevic (80.) wegen groben Foulspiels.

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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