Sensation: Waldkraiburger mit Rückkehr in die Luftgewehr-Bundesliga

Schützengilde schafft Aufstieg

Die Schützengilde Waldkraiburg kehrt in die 1. Bundesliga zurück. Foto re
+
Die Schützengilde Waldkraiburg kehrt in die 1. Bundesliga zurück.

Waldkraiburg - Eine überraschende Rückkehr in die Luftgewehr-Bundesliga schaffte die Schützengilde Waldkraiburg beim Wettkampf in Pforzheim.

Ein Auf und Ab der Gefühle liegt hinter der Luftgewehrmannschaft der Schützengilde Waldkraiburg. Nach einem harten Schicksalsschlag in der vergangenen Woche war es schwierig sich auf den Aufstiegskampf zur 1. Bundesliga Luftgewehr am letzten Wochenende zu konzentrieren. Doch die Mannschaft wollte trotzdem kämpfen und einen guten Wettkampf abliefern.


Die Waldkraiburger reisten als Außenseiter nach Pforzheim, denn Favoriten waren in diesem Jahr andere, wie Germania Prittlbach oder Königsbach, die mit Topschützin Beate Gauß an den Start gingen. Furios starteten die Waldkraiburger in ihren ersten Wettkampf. Gleich drei der fünf Schützen begannen mit optimalen 100 Ringen. Und auch am Ende waren nicht viele Neuner auf dem Konto der Schützengilde, denn jeder wuchs an diesem Tag über sich hinaus. Mit fantastischen 399 Ringen legte Josef Neumaier den Grundstein für den Erfolg.

Stefan Raser konterte mit erstklassigen 397 Ringen und auch Lisa Haensch lieferte ihr bestes Saisonergebnis mit 395 Ringen ab. Eine tolle Leistung zeigten auch Daniela Schneider und Stefan Meixner mit 390 und 391 Ringen und komplettierten das beste Mannschaftsergebnis seit Jahren für die SGi Waldkraiburg. Damit konnten die Waldkraiburger gleich sechs Ringe Vorsprung auf die Prittlbacher Favoriten herausholen.


Doch noch war alles offen. Wettkampf Nummer zwei startete gleich mit Problemen am Stand von Josef Neumaier, denn die Anzeige der elektronischen Anlage funktionierte nicht. Große Unruhe entstand und die Schützen mussten sich bei diesem Tumult noch stärker auf sich fokussieren, denn jeder Ring zählte.

Nach einem Standwechsel ließ sich Neumaier nicht beirren, denn trotz einer 9.9 im letzten Schuss wiederholte er seine Topleistung mit 398 Ringen. "Ich habe heute die besten Wettkämpfe meines Lebens geschossen", resümierte Neumaier nach seinem letzten Wettkampf für Waldkraiburg. Auch Stefan Raser leistete sich nicht viele Fehler und am Ende waren es 396 Ringe auf seinem Konto. Nach viel Pech in der letzten Serie brachte es Lisa Haensch auf 390 Ringe, während sich Daniela Schneider und Stefan Meixner nochmals steigern konnten. 393 und 392 Ringe machten die Sensation perfekt.

Keiner hatte nach dieser Woche und einer eher mäßigen Saison an den Aufstieg gedacht, doch mit 1972 und 1969 Ringen lagen die Waldkraiburger am Ende mit zehn Ringen Vorsprung vor Germania Prittlbach, die ihren Bundesligaplatz damit halten konnte. Weitere Ergebnisse finden Sie hier.

Nun wird der Blick wieder nach vorne gerichtet, denn nach der Saison ist vor der Saison und natürlich würde sich die Schützengilde als eine der sportlichen Aushängeschilder des Landkreises ein wenig mehr Unterstützung von Stadt und Landkreis in Zukunft wünschen, um junge Talente fördern zu können und die Ausbildungsarbeit auszuweiten.

re/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare