1860 Rosenheim spielt heute im BFV-Pokal beim SV Kirchanschöring

Schmidts Qual der Wahl

Die Sechziger Andreas Voglsammer (links) und Dominik Haas wollen heute über einen Pokalsieg jubeln.
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Die Sechziger Andreas Voglsammer (links) und Dominik Haas wollen heute über einen Pokalsieg jubeln.

Rosenheim/Kirchanschöring - Premiere in Kirchanschöring: Zum ersten Mal stehen sich der SVK und der TSV 1860 Rosenheim in einem Pflichtspiel gegenüber.

Premiere im Stadion an der Laufener Straße in Kirchanschöring: Zum ersten Mal stehen sich der SVK und der TSV 1860 Rosenheim in einem Pflichtspiel gegenüber. Anstoß der mit Spannung erwarteten Toto-Pokal-Partie (2. Runde auf BFV-Ebene) ist am heutigen Mittwoch bereits um 17.45 Uhr! Die SVK-Verantwortlichen um Abteilungsleiter Michael Lang ("Toll, dass wir unser drittes Pokal-Heimspiel in Serie haben") rechnen mit mindestens 600 bis 700 Zuschauern.


Bis auf Routinier Christian Hofmann und Julian Richter hat Marco Schmidt, Chefcoach des favorisierten Bayernliga-Spitzenreiters, alle Mann an Bord und somit die Qual der Wahl bei der Aufstellung. "Die beiden schaffen es arbeitsbedingt wegen der frühen Anstoßzeit nicht nach Kirchanschöring", erklärt der 1860-Trainer, der von seiner Crew dennoch fordert, "dass wir unser Spiel durchziehen und in die dritte Runde kommen, in der wir dann möglicherweise ein Heimspiel gegen Unterhaching oder Burghausen hätten".

Der Rosenheimer Trainer gibt übrigens unumwunden zu, dass er Kirchanschöring noch nicht kennt. "Das ist für mich totales Neuland - ich musste es auch erst mal auf der Landkarte suchen", schmunzelte er, hat sich aber trotzdem über den lauf- und kampfstarken Landesliga-Neuling informiert: "Uns wird dort eine ähnliche Atmosphäre wie in Buchbach erwarten, es werden sicher viele Zuschauer kommen." Schmidt geht davon aus, dass es in so einem Pokalfight zunächst ein Abtasten gibt ("Wir werden sicher nicht Harakiri spielen"), im Lauf der 90 Minuten soll sich aber "unsere spielerische Klasse durchsetzen".


Ihre Klasse zeigten die Sechziger in den letzten sechs Begegnungen (inklusive Toto-Pokal), von denen sie fünf gewannen und nur beim FC Schweinfurt 05 (1:1) nicht als Sieger vom Platz gingen. Ein besonderer Anreiz ist für die Rothemden auch die Rosenheimer Herbstfestzeit. Denn auf der Wiesn lassen sich die 1860-Kicker nur ungern mit einer Niederlage im Gepäck blicken. Noch zweimal soll also gewonnen werden (in Kirchanschöring und am Samstag beim Würzburger FV), dann würden Team und Anhängern die paar Maß Bier zum Ausklang der "fünften Jahreszeit" gleich viel besser schmecken.

Nicht so rosig wie bei den Gästen sieht die Personallage beim SVK aus. Von den zehn Kaderspielern der "Ersten", die beim jüngsten 2:1-Erfolg in Durach fehlten, kehrt heute nur Stephan Schmidhuber zurück. Michael Nißl - wie Spielertrainer Robert Berg ein Ex-Sechziger - soll diesmal von Beginn an dabei sein, nachdem er im Allgäu nur zu einem Kurzeinsatz kam. Auch Simon Singhammer (Zerrung auskuriert) dürfte wieder zur Verfügung stehen. "Es wird sicher ein interessantes Spiel - wir werden gegen diesen Top-Gegner mit Klasse-Leuten wie Michael Kokocinski oder Dominik Haas schon voll dagegen halten", betont Robert Berg, "auch wenn das wichtigere Spiel für uns natürlich die Landesliga-Partie am Samstag gegen den SV Pullach ist". Den SVK-Kasten wird weiterhin Helmut Baumann hüten - "Anschörings" Stammkeeper Dennis Kracker (Bakterien im Schleimbeutel) wird eventuell noch länger pausieren müssen.

cs/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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