SBR: "Es wird eine enge Kiste"

Genüßlich zurücklehnen gibt es heute nicht: Auf Keeper Florian Preußer und die Sportbund-Fußballer wartet bereits der nächste schwere Brocken. Foto Ziegler

Rosenheim - Zwei Serien stehen am Samstag im Punktspiel der Fußball-Bayernliga zwischen dem SB/DJK Rosenheim und dem TSV Rain/Lech auf dem Prüfstand:

Der SBR hat zuletzt zwei Siege hintereinander errungen und ist seit 180 Minuten ohne Gegentreffer. Gegner Rain/Lech hat ebenfalls einen positiven Lauf, ist seit vier Begegnungen ungeschlagen und hat in dieser Zeit zehn von bislang elf errungenen Punkten gesammelt.


"Die hatten im Sommer einige Abgänge und sich erst einmal neu finden müssen", weiß Sportbund-Trainer Walter Werner über den Gegner zu berichten. Mit Johannes Schlumberger, Zeljko Brnadic, Sebastian Fischer und Marco Löring verließen erfahrene Stützen den Verein. "Dennoch gibt es genügend Spieler mit Klasse und Bayernliga-Erfahrung", sagt Werner, nennt dabei in erster Linie Abwehrmann Bernd Taglieber, die beiden jungen Mittelfeldantreiber Maxi Lutz und Den Lovric und Angreifer Daniel Schneider. Letzterer hat in der Vorsaison bereits 15 Treffer erzielt und ist auch diesmal mit vier erzielten Toren auf einem guten Weg. "Wir müssen in jedem Fall höllisch aufpassen", sagt der Rosenheimer Trainer und prophezeiht: "Es wird wohl eine enge Kiste."

Gerne würde er sich so ein Spiel wie das seiner Mannschaft zuletzt in Ismaning auch vor heimischer Kulisse wünschen - ihm ist allerdings auch bewusst, dass dies kaum möglich sein wird. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass uns ein ganz anderes Spiel erwartet. Rain wird hinten dichtmachen und auf Konter lauern", glaubt Werner.


Da muss sich dann zeigen, in wie weit sich die Sportbündler jetzt auch spielerisch weiterentwickelt haben. Zuletzt war ja in dieser Beziehung ein deutlicher Aufwärtstrend spürbar, was sich an den vielen gelungenen Offensivszenen beim Spiel in Ismaning zeigte. Gegen eine womöglich massive Rainer Deckung werden Poschauko, Ring & Co. auch nach der spielerischen Lösung suchen müssen, um den Abwehrverbund zu knacken. "Wir müssen weiter spielfreudig und entschlossen antreten", fordert der SBR-Coach ein Anknüpfen an die zuletzt abgelieferte Leistung.

Die erste Voraussetzung dafür ist gegeben: Walter Werner steht der gleiche Kader zur Verfügung wie zuletzt. Das war nicht selbstverständlich, denn Keeper Florian Preußer klagte zu Beginn der Woche über eine Kapselverletzung, machte aber das Abschlusstraining in vollem Umfang mit. Nach dem guten Auftritt dürfte die Anfangsformation, in der sich nun auch Neuzugang Sasa Memisevic immer besser zurechtfindet, unverändert bleiben. Die Alternativen sind für den Sportbund-Trainer hingegen wieder mehr geworden, denn Dominik Schlosser und Torben Gartzen befinden sich nach Verletzungspausen wieder im Mannschaftstraining, Stürmer Robert Rakaric hat seinen Muskelfaserriss ausgeheilt und brennt wieder auf seinen Einsatz. Lediglich Michael Tot muss an diesem Wochenende noch verletzt passen.

Für die Sportbündler wäre es durchaus wichtig, die positive Serie beizubehalten: Immerhin stehen dann zwei Auswärtsspiele beim Mitaufsteiger TSV Gersthofen und beim hoch eingeschätzten FC Eintracht Bamberg auf dem Programm - dort hängen die Trauben sicherlich hoch. Daran will der Rosenheimer Trainer allerdings noch lange nicht denken: "Wir schauen von Spiel zu Spiel. Das haben wir auch in der vergangenen Saison so gemacht und davon werden wir nicht abweichen." Also: Erst das Duell der beiden aufstrebenden Teams gegen Rain und die Serie verteidigen.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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