SBR-Hockey-Damen machen Aufstieg perfekt

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Das 3:0 nach einer kurzen Ecke: Elena Grabmeier (Nummer 45) traf exakt durch die Beine von Ludwigsburgs Torfrau.

Rosenheim - Riesenjubel auf dem Kunstrasenplatz, wo die Hockey-Damen des SB DJK Rosenheim die Sensation perfekt gemacht haben: den Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Süd.

Sonntag, 14.25 Uhr, DJK-Campus: Mit einem klaren 4:1-Erfolg im Relegations-Rückspiel gegen den baden-württembergischen Vertreter vom HC Ludwigsburg machte man die 1:2-Hinspielniederlage mehr als wett und spielt im nächsten Jahr in der dritten deutschen Liga, der Regionalliga Süd.


So jubelten Torschützin Regina Lindner und Theresa Ober (rechts) nach dem 1:0.

Dabei ließen die Hausherinnen ihren Gästen von Anfang an nicht wirklich eine Chance. Schnell ging man durch einen Treffer von Regina Lindner mit 1:0 in Führung. Die Gäste reagierten sichtbar geschockt, dass man bereits nach kurzer Spielzeit den Vorsprung aus dem Hinspiel vergeben hatte und es kam noch besser, denn nur wenige Minuten später krönte Elena Grabmeier einen schönen Alleingang mit dem 2:0 aus spitzem Winkel. Der SBR ließ nicht nach und erhöhte den Druck, kam zu einigen Chancen und fünf Minuten vor der Pause zur 3:0-Führung, wiederum durch Elena Grabmeier per kurzer Ecke. Die routinierten Ludwigsburger schlugen postwendend mit einem Eckentor zurück und schossen beinahe mit dem Pausenpfiff den 1:3-Anschluss.Nach dem Wechsel machten dann die Gäste Druck und wollten mit Macht das 2:3. Genau in dieser Drangphase gelang jedoch Mimi Gablac die 4:1-Führung, die der SBR mühelos und kontrolliert über die Zeit brachte.


Nach dem Schlusspfiff war der Jubel bei dem Team, dem Trainer, Vjeran Sever, und den rund 150 Zuschauern groß, kann man sich doch in der im September beginnenden Regionalligasaison erstmals in der 56-jährigen SBR-Hockeygeschichte mit Vereinen wie Frankfurt, Hanau, Darmstadt, Wiesbaden oder Nürnberg messen.

Die SBR-Hockeydamen sind Aufsteiger in die Regionalliga Süd: Vorne Torfrau Bärbel Auer, mittlere Reihe von links: Steffi Zeiler, Maria Ober, Elena Grabmeier, Pia Lengenfelder, Mimi Gablac, Steffi Müller, Tina Brunner, Sabine Graf, Anke Krapf; hintere Reihe von links: Trainer Vjeran Sever, Sandra Stamm, Johanna Schneid, Natalie Skrobek, Betreuer Wolfi Brunner, Julia Hofmann, Anna Krumbein, Theresa Ober, Verena Lindner, Kapitän Birgit Nielsen, Regina Lindner, Betreuerin Helga Lautenbacher.

Die Chance, doch noch in die Regionalliga aufzusteigen, erhöhten die Hockeyherren mit einem souveränen 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer vom ESV München. Dabei hatten zunächst die Gäste Feldvorteile und gingen auch mit 1:0 in Führung. Noch vor der Pause konnte der SBR aber ausgleichen und spielte in der zweiten Hälfte seine bessere Physis und überlegene Spielanlage aus, so dass es am Ende bei dem 3:1-Endstand blieb. Für einen Aufstieg ist man nunmehr auf ein Remis der beiden Erstplatzierten Schwabach und ESV München angewiesen und muss selbst mit mehr als drei Treffern gegen den ASV München gewinnen, was im Bereich des Möglichen sein sollte. Diese Begegnung findet am kommenden Sonntag, 17. Juli, 12 Uhr, auf dem DJK-Campus statt.

Erfolgreich waren aber auch die Jugendteams des SBR. Lediglich die A-Mädchen verloren ihr Heimspiel gegen den körperlich überlegenen ASV München mit 2:3. Ansonsten konnte die weibliche Jugend B den Bundesliganachwuchs vom Münchener SC verdient mit 2:0 besiegen, die B-Knaben gewannen gegen Grünwald mit 5:1. Ein hart erkämpftes 1:1 holten die B-Mädchen gegen Rot-Weiß München. Die Senioren siegten bei TuS Obermenzing auch der Höhe nach verdient mit 4:1.

gö/Oberbayerisches Volksblatt

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