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"Noch keine Spitzenmannschaft"

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Ratloser Torschütze: Michael Kokocinski ärgert sich über die Niederlage.

Rosenheim - Wolfgang Schellenberg wusste, dass es irgendwann kommen würde: "Ich habe immer gesagt, dass wir noch keine Spitzenmannschaft sind."

Aber nun, da es passiert ist, der TSV 1860 Rosenheim mit dem 1:2 beim SV Schalding-Heining nicht nur seine erste Saisonniederlage in der Fußball-Bayernliga, sondern auch die ersten Gegentreffer kassiert hat, ärgerte sich der Trainer doch gewaltig.

Nicht über die Niederlage an sich, erst recht nicht über den Verlust der Tabellenführung, vor allem darüber, dass "wir keine Ordnung reingebracht haben und fünf, sechs Chancen für den Gegner zugelassen haben." So etwas frustriert den Perfektionisten Schellenberg. Woran es gelegen hat, wusste er unmittelbar nach dem Spiel noch nicht zu sagen. "Die Einstellung hat gestimmt, die Laufbereitschaft auch, dennoch ist es uns nicht gelungen, so kompakt zu stehen wie in den letzten Spielen." Dies nutzten die Schaldinger schon nach zehn Minuten mit dem schnellen Führungstreffer durch Benjamin Neunteufel, der nach einem Rosenheimer Ballverlust im Mittelfeld steil in den Sechzehner geschickt wurde und allein vor Torhüter Matthias Luginger nur noch einschieben musste.

"Bis zur Pause sind wir schrittweise immer besser ins Spiel gekommen", sah Schellenberg nach diesem Schock eine langsame Konsolidierung. Belohnt wurde das größere Engagement in der 41. Minute, als Kapitän Michael Kokocinski einen an Dominik Haas verursachten Foulelfmeter verwandeln konnte. Der Ausgleich war verdient, mit einem leistungsgerechten 1:1 ging es in die Kabinen, auch wenn Co-Trainer Christian Wimmer meinte, bei besserer Chancenverwertung hätte man "auch 3:1 führen" können. Nach dem Wechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, "wir haben uns", kritisierte Schellenberg, "auf das Schaldinger Spiel eingelassen, haben hopp oder topp gespielt. Wir sind nicht so stabil wie zuletzt gestanden, das war mit Sicherheit das entscheidende Manko."

Nun gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten, die besten der Rosenheimer vergaben Thomas Masberg, zweimal Markus Einsiedler und dann der eingewechselte Florian Bichler. Sogar in der Nachspielzeit wäre noch ein Treffer möglich gewesen, als Dominik Haas allein vor Schaldings Keeper auftauchte.Das wäre der späte Ausgleich gewesen, denn acht Minuten vorher hatte Pillmeier einen Stellungsfehler in der Sechziger-Abwehr ausgenutzt und per Kopf den von 600 Zuschauern viel umjubelten Führungstreffer für die Gastgeber erzielt, der schließlich den Sieg bedeutete. "Eine völlig unnötige Niederlage", ärgerte sich nach dem Schlusspfiff Hans Klinger, der Rosenheimer Abteilungsleiter. "Wir hatten genügend Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden." Ein Rückschlag für das so gut gestartete Kathrein-Team, doch bestimmt kein Beinbruch. "Ich habe ja gesagt, dass wir noch lange nicht so weit sind, dass wir jedes Spiel gewinnen können", so Schellenberg. Doch auch er wusste genau, dass man hier Punkte liegen gelassen, wahrscheinlich sogar verschenkt hat. "Mit unserer Bilanz nach den ersten fünf Runden können wir trotzdem ganz gut leben", betonte Klinger und hofft: "Vielleicht kam der Dämpfer ja zur rechten Zeit."

Samstag Heimspiel gegen Aindling

Nun also muss die Mannschaft zeigen, ob sie auch wieder aufstehen kann. "Jetzt müssen wir am Samstag nachlegen", fordert Schellenberg eine Rehabilitation gegen den TSV Aindling (Anpfiff im Jahnstadion 15 Uhr). Der kommt ebenfalls mit einer bitteren, weil erst in den letzten Minuten erlittenen Niederlage gegen Unterhaching ins Jahnstadion.

Ein Duell der Enttäuschten.

TSV 1860: Luginger, Herberth, Haas, Kokocinski, Martin, Wimmer, Christian Hofmann (75. Wallner), Florian Hofmann, Tuncali (70. Bichler), Masberg, Einsiedler (83. Richter). Tore: 1:0 Neunteufel (10.), 1:1 Kokocinski (41., Foulelfmeter), 2:1 Pillmeier (82.)

Schiedsrichter: Jonas Schieder (Weiden)

Zuschauer: 600

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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