Rodler Felix Loch beim Weltcup in Whistler

Felix Loch.
+
Felix Loch.

Whistler/Berchtesgaden - Rodler Felix Loch vom RC Berchtesgaden kehrt heute an die Stätte seines größten Triumphes zurück.

Nach dem erfolgreichen Auftakt in die Weltcup-Saison in Igls haben die deutschen Rennrodler am Wochenende eine ganz besondere Herausforderung vor der Brust. Zweite Station der Viessmann-Serie ist die Olympiabahn von 2010 im kanadischen Whistler. In dem Hochgeschwindigkeits-Eiskanal lagen vor knapp zwei Jahren Triumph und Drama eng beieinander. Zum einen ist es für Olympiasieger Felix Loch (RC Berchtesgaden) die Rückkehr an die Stätte sienes wohl größten Erfolges. Zum anderen sind die Erinnerungen an den tödlichen Unfall des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele auch heute noch präsent.


„Ich denke, die Bahn ist jetzt sicher. Außerdem gibt es einen verkürzten Start, aber der schreckliche Unfall von damals steckt natürlich noch in den Köpfen der Athleten", sagt auch BSD-Generalsekretär Thomas Schwab. Tatsächlich sind seit der Tragödie zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an der Hochgeschwindigkeitsbahn umgesetzt worden. Dass aus Sicherheitsgründen erneut die unteren Starthöhen gewählt werden, sieht Cheftrainer Norbert Loch mit gemischten Gefühlen: „Wir haben im Frühjahr andere Vorschläge gemacht. Ich bin mit der Situation nicht ganz glücklich. Gerade für die Damen und für die Doppelsitzer ist es ein sehr komplizierter Start.“

Zu seiner Erwartungshaltung und auf die Chance seiner Schützlinge in Whistler angesprochen hält sich der Erfolgscoach gewohnt zurückhaltend: „Es wird so sein wie in Igls. Es wird sehr eng werden. Die internationale Konkurrenz ist sehr zusammen gerückt, deswegen wird es bei allen Rennen auf den ausländischen Bahnen für uns sehr schwer werden.“


Das heutige Weltcup-Rennen beginnt um 17.30 Uhr kanadischer Zeit.

Bob/Skeleton: Premiere in La Plagne

Davor sind die heimischen Bob- und Skeletonpiloten gefragt. Das französische La Plagne ist Schauplatz des zweiten Viessmann FIBT-Weltcups des Winters 2011/2012. Der olympische Eiskanal von 1992 steht nach knapp zehn Jahren Abstinenz wieder im Weltcup-Kalender und sieht nun erstmals einen kombinierten Weltcup für Bob und Skeleton.

In La Plagne will Manuel Machata endlich wieder jubeln.

Zuletzt hatte der Wintersportort in den französischen Savoyen im Dezember 2002 einen Bob-Weltcup ausgerichtet. Die jüngsten Erfahrungen mit der Bahn in La Plange haben die Skeleton-Athleten. In der Vorsaison fanden auf der Olympiabahn von 1992 zwei Rennen zum Intercontinental-Cup statt. „Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil für uns“, hofft Cheftrainer Jens Müller. Weltcup-Titelverteidigerin Anja Huber (RC Berchtesgaden), die beim Saisonauftakt im österreichischen Igls als Vierte knapp an den Podestplätzen vorbei gefahren war, freut sich auf die unbekannte Bahn: „Ich war noch nicht dort. Aber es ist für alle neu. Es wird sicher interessant.“

Nach dem durchwachsenen Weltcup-Auftakt in Igls gibt es rein sportlich für die deutschen Kufencracks in La Plagne noch Luft nach oben. Das gilt nicht nur für die Skeletonis. Auch im Bereich Bob waren in dieser Woche Extraschichten angesagt. „Der Auftakt war nicht unbedingt überragend. Wir müssen an den Startzeiten arbeiten. Von der Spitze sind wir einfach zu weit weg“, so Cheftrainer Christoph Langen, der sich in Igls immerhin über einen Doppelsieg der BSD-Damen sowie über zwei Podestplätze von Thomas Florschütz freuen konnte. In La Plagne will auch Manuel Machata (SC Potsdam) wieder für positive Schlagzeilen sorgen. „Das war wirklich ein beschissenes Wochenende. Ich war die ganze Woche krank und bin auch richtig schlecht gefahren. Das müssen wir jetzt ganz schnell abhacken und beim nächsten Rennen deutlich besser machen“, so der Ramsauer, der beim Zweier-Auftakt nicht über Rang acht hinaus gekommen war und im großen Schlitten auf Rang sechs gefahren war.

Derzeit messen sich die Skeleton-Herren in ihrem ersten Lauf. Der zweite ist für 10.30 Uhr angesetzt. Die Bob-Damen sind ab 13:30 Uhr an der Reihe. Anja Huber und die Skeleton-Damen starten am Samstag um 9 Uhr. Um 13:30 Uhr gehen dann die Bob-Herren im Zweier an den Start. Der Vierer ist am Sonntag ab 9 Uhr.

Pressemitteilung BSD

Kommentare