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Rangnicks Youngster entschieden Spiel

Der Führungstreffer für Fenerbahce Istanbul durch Kapitän Alex, der höher springt als Andreas Beck.

Mit einem 2:1-Erfolg für die TSG 1899 Hoffenheim endete das internationale Fußball-Testspiel im Rosenheimer Jahnstadion zwischen dem Bundesligisten und dem türkischen Rekordmeister Fenerbahce Istanbul.

Rund 5000 Zuschauer bei heißen Temperaturen machten aus dem etwas mauen Kick ein Fußball-Fest.

Video-Interviews mit den Trainern und Stimmen der Fans finden Sie hier

Den beiden Mannschaften merkte man ein anstrengendes Trainingslager an. Nach vielen Trainingseinheiten und mehreren Testspielen waren die Beine etwas schwer. Allerdings ließen einige Kicker ihr Können phasenweise aufblitzen. Weltstar Roberto Carlos spielte einen soliden Part, hatte dann aber wieder den ein oder anderen Zuckerpass beziehungsweise Beinschuss auf Lager. Auf der anderen Seite versuchte sich der Neu-Hoffenheimer Maicosuel trickreich in Szene zu setzen, seine Stärke deutete auch der nach der Pause eingewechselte Chinedu Obasi an, mit dem Hoffenheim letztlich deutlich an Offensivkraft gewann.

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Halbzeit eins gehörte Fener-bahce, das zunächst mit einem Fallrückzieher von Nationalspieler Kazim-Kazim Richards aufhorchen ließ, ehe Kapitän Alex den Führungstreffer markierte. Nach einer Flanke von der rechten Seite gewann der Brasilianer das Kopfballduell gegen Andreas Beck und überwand Hoffenheims Schlussmann Daniel Haas. Der deutsche Bundesligist hatte im ersten Durchgang bis auf ein Schüsschen von Prince Tagoe in aussichtsreicher Position und einem Versuch von Sejad Salihovic (übers Tor) nach vorne nicht viel zu bieten. Es war sogar noch Glück dabei, dass man nicht mit 0:2 in Rückstand geriet, als ein Schuss von Ugur Boral flach am langen Pfosten vorbeisauste.

"Man hat gesehen, dass einige Spieler extrem müde sind", urteilte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick, der mit der zweiten Hälfte dann aber sehr zufrieden war. "In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich aktiver, besser, laufbereiter und dann auch erfolgreicher", so Rangnick. Für ihn gab es noch spezielle Erkenntnisse: "Isaac Vorsah hat heute gezeigt, dass noch nicht klar ist, wer im ersten Pflichtspiel auf der ,Sechs' spielt", lobte der Coach.

Hoffenheims Nationalspieler Andreas Beck steht Ex-Weltmeister Roberto Carlos gegenüber.

Erfreulich für den deutschen Bundesligisten war auch die Tatsache, dass zwei Youngster mit ihren Toren das Spiel drehten. Marco Terrazzino war zur Stelle, als Tormann Volkan einen Schuss von Obasi prallen ließ und sorgte blitzschnell schaltend mit einem langen Bein - die Hoffenheimer Presse sprach von "Max-Morlock-Manier" - für den Ausgleich. "Ich bin einfach durchgelaufen, habe gehofft, dass der Torwart den Ball nicht festhält und dann war ich da", schilderte der Angreifer seinen Treffer. Nur sieben Minuten später erzielte dann Pascal Groß ein kurioses Tor: Aus rund 30 Metern fiel sein abgerissener Schuss hinter Tormann Volkan zum 2:1 ins Netz. "Ich hab den Ball halbhoch angenommen, was gar nicht so einfach war, und dann mal durchgezogen", meinte Groß zu seinem Erfolgserlebnis. "Wenn das gewollt war, dann war's wunderschön", sagte Rangnick hinterher und fand Lob für den einsatzfreudigen Mittelfeldspieler: "Heute hat man gesehen, wie viel Pascal laufen kann." Rangnick hatte in der gesamten zweiten Hälfte mit Terrazzino, Groß, Kevin Conrad und Albert Alex vier aktuelle A-Junioren auf dem Platz.

Obgleich sein Team letztlich mit 1:2 unterlag, war Fenerbahce-Trainer Christoph Daum nicht unzufrieden: "Wir haben gegen eine der stärksten Mannschaften der Bundesliga gespielt und 65 Minuten lang das Spiel kontrolliert. Das war in dieser Zeit eine sehr gute Leistung, die ich so noch nicht erwartet hatte", meinte Daum. Er merkte an, dass sein Team zwischenzeitlich auch "mit 2:0 oder 3:0" hätte führen können. "Die Torszenen waren da, was mich sehr zuversichtlich stimmt." Damit meinte er vor allem die Minuten nach der Pause, als Kazim-Kazim zweimal erhöhen hätte können. "Was sollen wir dann aber trainieren, wenn wir die Chancen jetzt schon alle verwerten?", fragte Daum, der seine Anfangsformation bis kurz vor dem Ausgleich auf dem Feld ließ. "Hätten wir gewinnen wollen, dann hätten wir vielleicht nur ein- oder zweimal gewechselt", sagte er.

Fenerbahce Istanbul: Volkan Demirel, Roberto Ugur Boral, önder Turaci (ab 67. Vederson), Fabio Bilica, Roberto Carlos (ab 67. Ali Bilgin), Emre Belözoglu (ab 67. Selcuk Sahin), Gökhan Gönül, Deniz Baris (ab 84. Onur Karakabak), Alex (ab 84. Abdulkakir Kayali), Deivid (ab 67. Mehmet Topuz), Kazim-Kazim (ab 67. Daniel Güiza).

TSG 1899 Hoffenheim: Daniel Haas, Andreas Beck (ab 34. Kevin Conrad), Marvin Compper, Josip Simunic (ab 46. Albert Alex), Christian Eichner (ab 46. Andreas Ibertsberger), Tobias Weis (ab 46. Boris Vukcevic), Luiz Gustavo (ab 46. Isaac Vorsah), Sejad Salihovic (ab 46. Pascal Groß), Prince Tagoe (ab 46. Chinedu Obasi), Vedad Ibisevic (ab 46. Wellington), Maicosuel (ab 46. Marco Terrazzino).

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München).

Zuschauer: 5000.

Tore: 1:0 (26.) Alex, 1:1 (69.) Terrazzino, 1:2 (76.) Groß.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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