Vorstellung "unserer" Athleten für Olympia 2018

Snowboarder hoffen in Pyeongchang auf großen Wurf

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Ramona Hofmeister, Alex Bergmann, Stefan Baumeister, Johannes Höpfl, Konstantin Schad, Carolin Langenhorst und Anke Wöhrer (von links oben nach rechts unten).

Pyeongchang/Landkreis - Am 9. Februar beginnen in Südkorea die Olympischen Winterspiele 2018. Auch aus unserer Region nehmen zahlreiche Athleten teil. Wir stellen Sie alle vor - heute aus der Sportart Snowboard:

Die Wettkämpfe im Snowboard (MEZ):

Damen: Slopestyle/Mo. 12.2. (2 Uhr) - Halfpipe/Di. 13.2. (2 Uhr) - Snowboardcross/Fr. 16.2. (2 Uhr) - Big Air/Fr. 23.2. (1.30 Uhr) - Parallel-Riesenslalom/Sa. 24.2. (4 Uhr).


Herren: Slopestyle/So. 11.2. (2 Uhr) - Halfpipe/Mi. 14.2. (2.30 Uhr) - Snowboardcross/Do. 15.2. (3 Uhr) - Big Air/Sa. 24.2. (2 Uhr) - Parallel-Riesenslalom/Sa. 24.2. (4.15 Uhr).

Carolin Langenhorst

  • Wohnort: Bischofswiesen
  • Verein: WSV Bischofswiesen
  • Social Media: Facebook - Instagram

Carolin Langenhorst

Carolin Langenhorst hat sich ihren Platz im Top-Team vor allem ihrer starken Saison 2016/17 verdient. Die Bischofswieserin holte Bronze im Parallel-Riesenslalom bei der Junioren-WM 2016 und empfahl sich im Europacup für höhere Aufgaben. Im letzten Winter gelang der Mathematik-Studentin der große Wurf. Sie fuhr konstant und schaffte in Rogla (Slowenien) zum ersten Mal den Sprung auf ein Weltcup-Podest (Platz zwei). In Pyeongchang startet die 22-Jährige im Parallel-Riesenslalom.

Ramona Hofmeister

  • Wohnort: Bischofswiesen
  • Verein: WSV Bischofswiesen
  • Social Media: Facebook - Instagram
Ramona Hofmeister

Wie Langenhorst geht auch Ramona Hofmeister in Südkorea im Parallel-Riesenslalom an den Start. "Es ist schon seit Kindheit mein größter Wunsch, eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen zu gewinnen", schreibt die 21-Jährige, die ebenfalls in Bischofswiesen wohnt und für den WSV Bischofswiesen startet, auf ihrer Homepage. Hofmeisters Lebensmotto lautet: "No Pressure, just passion". Kann die Polizistin, die in ihrer Freizeit leidenschaftlich gerne bäckt, diese Lockerheit auch in Pyeongchang an den Tag legen und voll durchstarten?

Stefan Baumeister

  • Wohnort: Feldkirchen-Westerham
  • Verein: SC Aising-Pang
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Stefan Baumeister

Lange Jahre sah es so aus, als ob der Carving-Spezialist aus Feldkirchen-Westerham nicht den Sprung in die Weltelite schaffen könnte. Zu selten konnte der in Bad Aibling geborene Baumeister seine starken Trainingsleistungen im Wettkampf abrufen. Doch nach dem Junioren-Weltmeisterstertitel 2013 schlug das Pendel endlich in die andere Richtung aus. Ersten Finalläufen folgte die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sotschi 2014. Letzte Saison dann der ganz große Durchbruch: Nach Rang drei im Parallel Riesenslalom von Bansko, Bulgarien, feierte Baumeister beim Heimrennen in Winterberg seinen ersten Weltcup-Sieg (PSL).

Johannes Höpfl

Johannes Höpfl

Freestyle-Spezialist Johannes Höpfl war als damals 18-Jähriger bereits vor vier Jahren bei den Spielen in Sotschi dabei. Der gebürtige Passauer, der inzwischen in Berchtesgaden lebt, kann somit bereits in sehr jungen Jahren auf Olympia-Erfahrung verweisen. Sicherlich kein Nachteil, zumal er sich für Pyeongchang einen Platz unter den Top 15 als Ziel gesetzt hat. "Es war ein harter Weg. Und nach dem letzten Qualifikations-Wettkampf war ich sehr froh, dass sich die vielen Trainingsstunden ausgezahlt haben", sagte Höpfl im Vorfeld der Spiele. Der Sportsoldat hatte zudem in den letzten beiden Jahren immer wieder mit massiven Knieproblemen zu kämpfen.

Konstantin Schad

Konstantin Schad

Beim letzten Weltcup vor Olympia präsentierte sich Konstantin Schad in starker Form. Der Fischbachauer fuhr am Feldberg auf einen starken fünften Platz und verpasste das Finale nur ganz knapp. Schad startet in Pyeongchang im Snowboardcross. In dieser Disziplin feierte er national, sowie international bereits große Erfolge und spielt auch im Weltcup immer eine wichtige Rolle.
Wenn der 30-jährige Athlet vom SC Miesbach nicht die schneebedeckten Berge dieser Welt mit seinem Board erobert, geht er einem Hobby nach, das eher im Grünen angesiedelt ist. Er bezeichnet sich selbst als leidenschaftlicher "Golf Nut". Der Student der Wirtschaftswissenschaften setzt sich gern für andere ein und tritt sowohl im Verband als auch bei der FIS als Athletensprecher auf.

Alexander Bergmann

Alexander Bergmann

Der in Ravensburg geborene und inzwischen in Berchtesgaden wohnhafte Bergmann steht bereits seit 1990 auf dem Snowboard. Er ist Mitglied der Sportfördergruppe bei der Bundeswehr in Bischofswiesen und startet in Pyeongchang im Parallel-Riesenslalom. Seine Lieblingspiste liegt direkt vor der Haustür - am Jenner! In seiner Freizeit fährt er gerne Motorrad, geht zum Kitesurfen oder Longboarden. Der 30-Jährige mag sonnige Tage mit viel Powder und Pizza. Sein bestes Weltcup-Ergebnis in dieser Saison war ein 10. Platz im Januar in Bad Gastein (Österreich).

Anke Wöhrer

Anke Wöhrer

Im letzten Moment hat Anke Wöhrer, Silbermedaillen-Gewinnerin im Parallel-Slalom von Sotschi 2014, noch das Olympia-Ticket gelöst. Damit fiel Wöhrer ein großer Stein vom Herzen und der gesamte sportliche Druck wandelte sich in kürzester Zeit in pure Freude um. Für die 32-Jährige war es ein steiniger und unangenehmer Weg zurück zu alter Stärke. In den vergangenen zwei Jahren wollte das Glück und der Erfolg von den letzten Spielen nicht zurück kommen. "Die Ergebnisse wurde eher schlechter als besser. Also ob ich das Snowboarden verlernt hätte", beschrieb sie ihre Gefühle.
Nachdem sie im Frühjahr 2017 kurz davor war, alles hinzuwerfen, stellte sie im Sommer ihr Training komplett um. Nach einem holprigen Start in die Olympiasaison reichte es einmal zu Platz neun - und damit zur halben Norm. Im slowenischen Rogla, den beiden letzten Rennen vor Olympia, fuhr sie dann aber trotz einer starken Grippe noch einmal auf Platz vier und konnte am Ende jubeln. Dabei hatte Wöhrer eigentlich ein schlechtes Gefühl: "Beide Rennen waren absolut zum vergessen. Ich hatte keine Kraft, die Erkältung machte mir schwer zu schaffen." Für ihren Verein, den SC Prien, ist Wöhrers Teilnahme in Pyeongchang eine große Ehre. Sie ist das erste aktive Mitglied des Klubs, das sich für Olympische Winterspiele qualifiziert hat.

Die weiteren deutschen Athleten:

Paul Berg, Patrick Bussler, Jana Fischer, Selina Jörg, Silvia Mittermüller, Martin Nörl.

Weitere Informationen gibt es unter teamdeutschland.de und pyeongchang2018.com (Englisch).

mw

Quelle: rosenheim24.de

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