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Press wird «Trainager»

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Das neue Führungsduo in Burghausen: Präsident Hans-Peter Wagner (links) und Jürgen Press, der als Trainer und Manager engagiert wurde.

Burghausen - Der neue Trainer und Manager des SV Wacker Burghausen vergleicht sich ein wenig mit dem Meistermacher der Fußball-Bundesliga: «Ich bin ein Teamchef wie Felix Magath - nur nicht ganz mit dessen Härte und Schärfe ausgestattet», sagte Jürgen Press gestern bei seiner Vorstellung im Medienraum der Wacker-Arena.

Der 43-Jährige fungiert also als «Trainager» beim Drittliga-Absteiger und soll dessen Neuanfang in der Regionalliga einleiten.

Letzte Station des gebürtigen Ingolstädters, der fest nach Burghausen ziehen wird, war der FC Ingolstadt 04, bei dem er von 2004 bis 2008 als Trainer und Sportmanager tätig war. Die Audi-Städter führte Press als Bayernliga-Meister in die damals drittklassige Regionalliga, wo das Team gleich als bester Aufsteiger Fünfter wurde. Ein halbes Jahr später, im Januar 2008, wurde er in Ingolstadt überraschend gefeuert - obwohl der FC nur drei Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz in Richtung 2. Liga hatte - und durch Ex-Bayern-Star Thorsten Fink ersetzt. «Eine Begründung hatte ich damals nicht bekommen», sagte Press gestern.

Zuvor war er beim SSV Jahn Regensburg engagiert, wo er als Co-Trainer von Karsten Wettberg beziehungsweise Günter Sebert an den Aufstiegen in die Regionalliga (2000) und 2. Liga (2003) maßgeblichen Anteil hatte. Auch im Nachwuchsbereich hat Press schon wertvolle Erfahrungen gesammelt: So war er unter anderem vier Jahre lang beim FC Bayern München tätig - auch als A-Junioren-Coach an der Seite von «Bomber» Gerd Müller. Besonders stolz ist der künftige Wacker-Macher auf einige Jahre im Ausland - so durfte er beispielsweise von Oktober bis Dezember 1996 beim brasilianischen Traditionsverein Flamengo Rio de Janeiro hospitieren.

«Ich bin hocherfreut, dass die Wahl auf mich gefallen ist, es ist eine Ehre für mich, hier arbeiten zu dürfen», betonte Press gestern in Burghausen. Er sehe «eine große Chance, einen Neuanfang zu starten» und der SV Wacker sei auf dem besten Weg, «sich neu zu strukturieren und Leute aus den eigenen Reihen zu integrieren». Vereins-Präsident Hans-Peter Wagner bestätigte in diesem Zusammenhang, dass das mittelfristige Ziel der Wiederaufstieg in die 3. Liga sei, langfristig möchte man sogar eine Rückkehr in die 2. Liga realisieren.

«Aber in der kommenden Saison wären wir schon mit einem Platz im oberen Tabellendrittel zufrieden», sagte Burghausens Bürgermeister Hans Steindl, «denn wir werden den Etat von 1,4 Millionen Euro - zum Vergleich: in der 2. Liga hatten wir etwa 8 Millionen - einhalten, auch wenn wir natürlich in den nächsten Monaten noch finanzielle Spielräume nach oben schaffen möchten.»

Wie der Kader von Press genau aussieht, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, denn «die Zeit läuft davon», so der Wacker-«Trainager». Trainingsauftakt ist ja bereits am 22. Juni. «Wir haben aber schon mit allen Spielern gesprochen, die wir halten wollen», so Wagner. Nicht gehalten werden konnte Torjäger Marco Calamita. Der Italiener wechselt zum Drittligisten Eintracht Braunschweig.

Trotzdem sei Press sehr zuversichtlich, «dass wir das Wacker-Schiff wieder flott kriegen. Vielleicht gelingt uns ja schon beim Highlight DFB-Pokal-Hauptrunde eine Überraschung.» Als Co-Trainer wird dann neben ihm Karl-Heinz Fenk auf der Bank sitzen. Der frühere Torwart und Torwarttrainer des SV Wacker hatte zuletzt den Bezirksliga-Ost-Vierten FC Perach gecoacht.

Hans Steindl bezeichnet die Regionalliga, die ja seit einem Jahr nur noch viertklassig ist, als «nach wie vor interessante Liga», zumal Bundesliga-Reserven wie der SC Freiburg 2 oder der 1. FC Nürnberg 2 ebenso vertreten sind wie Traditionsclubs à la SSV Ulm 1846. «Jetzt gilt es, den freien Fall zu stoppen, in der Liga Fuß zu fassen», warnt auch der Bürgermeister vor zu hohen Erwartungen der Fans. «Wir dürfen nicht vom sofortigen Wiederaufstieg träumen!»

cs

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