Platz acht für den TSV Wasserburg

Wasserburg - Beim hochkarätig besetzten Vorbereitungsturnier im tschechischen Trutnov reichte es für den deutschen Meister und Pokalsieger nur zum achten und letzten Platz.

Die Resultate sind sicher nicht wie gewünscht – doch mit den Erkenntnissen der vergangenen vier Tage kann der TSV Wasserburg sehr zufrieden sein. Beim hochkarätig besetzten Vorbereitungsturnier im tschechischen Trutnov reichte es für den deutschen Meister und Pokalsieger nur zum achten und letzten Platz, alle vier Spiele gingen teilweise sehr deutlich verloren.


„Von Partie zu Partie haben wir Fortschritte gemacht, vor allem in der Defensive. Auch wenn wir sehr viele Punkte zugelassen haben, was allerdings auch an der Klasse der Gegner lag“, meinte Trainer Hans Brei anschließend. „Offensiv dagegen sitzen die Systeme noch überhaupt nicht. Gute Teams machen unsere erste Option zunichte und dann sind wir oft hilflos. Daran müssen wir bis zum Season Opening noch viel arbeiten!“

Die Turniergegner haben allerdings alle mehrere Wochen Vorbereitung in den Beinen und Köpfen, insofern ist dieses Defizit beim Spielverständnis erklärbar. Auch die hohe Zahl an Ballverlusten, meist mehr als doppelt so viele wie Ballgewinne, ist zu einem großen Teil auf die kurze Vorbereitung zurückzuführen. Und auch im Wurfbereich ist noch einiges zu verbessern.


Im ersten Match des Turniers gegen Kursk trafen die Damen des deutschen Meisters nicht mal die Hälfte ihrer Freiwürfe. Kaum einmal kam Wasserburg aus dem Feld auf über 40 Prozent Erfolgsquote. Trotzdem war das Turnier ein voller Erfolg, „für den Teamgeist und auch sportlich haben wir gesehen, wo international der Hammer hängt. Daran wollen wir uns orientieren“, geben Brei und Wanda Guyton die Blickrichtung vor. Die Neuzugänge Freeman und Vaughn deuteten in den Spielen am Samstag und Sonntag ihre Klasse an, bekamen aber auch die meiste Spielzeit und die meisten Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen.

Und auch die junge Estin Mailis Pokk präsentierte sich gut als mögliche Ergänzung unter den Körben. Dort könnte unverhofft ein Platz frei werden, denn Jana Furková wird zu Saisonbeginn nicht zur Verfügung stehen. Die Centerin soll ihre lang anhaltenden Knieprobleme auskurieren, was viel physiotherapeutische Betreuung und eine Menge Geduld erfordert.

Am Mittwoch steht das nächste Trainingsspiel an: um 20 Uhr in der Badria-Halle gegen den Zweitligisten Bad Aibling. Der Eintritt ist frei!

Alle Ergebnisse:

Wasserburg - Dynamo Kursk 45:86 (24:42)

Wasserburg - CCC Polkowice 65:95 (55:30)

Wasserburg – USK Prag 75:89 (34:45)

Wasserburg - Kara Trutnov 77:92 (36:44)

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