Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Neumaier schießt am Freitag

+
Ab morgen stehen vier Einsätze für Sepp Neumaier auf dem paralympischen Wettkampfprogramm. Der erste und der letzte davon sind seine wichtigsten. Auf den Dreistellungskampf ganz am Schluss mit dem Kleinkaliber, das er in Händen hält, freut er sich besonderes.

Waldkraiburg/London - Am Freitag wird es für Josef Neumaier zum ersten Mal ernst bei den Paralymischen Sommerspielen. Der Sportschütze kämpft dann um Medaillen.

Die 14. Paralympischen Sommerspiele haben gestern in London begonnen und schon am morgigen Freitag wird es für Josef Neumaier das erste Mal ernst: Der erste seiner vier Einsätze steht für den Sportschützen ab 9 Uhr mit dem Luftgewehr-stehend-Anschlag auf dem Wettkampf-Programm.

Für den Rollstuhlfahrer bedeutet dies natürlich, dass er in seinem Spezialgerät sitzend 60 Schuss auf die zehn Meter entfernte Schießscheibe abgibt und dabei möglichst oft den nur einen halben Millimeter kleinen Zehnerpunkt trifft. Dies ist die erste seiner beiden Paradedisziplinen, in denen das aktive Mitglied der Schützengilde Waldkraiburg als Nahziel den Endkampf im Visier hat. Wenn er dazu an seine überragende Qualifikationsleistung von 595 Ringen (von 600 möglichen) herankäme, wäre er mit Sicherheit dabei, wenn die besten acht Schützen das Finale bestreiten. Dieses besteht aus zehn weiteren Schüssen, deren Treffer dann im Zehntelbereich gemessen werden. Tags danach zielt er mit dem 5,5 Kilo schweren Luftgewehr ebenso oft in liegender Position auf die Scheibe. Danach ist zwei Tage Pause.

Als ideale Konstellation fand Sepp Neumaier, dass der Kleinkaliber-liegend-Wettbewerb vor dem Dreistellungskampf mit derselben Waffe stattfindet. Dazu rollt er am Dienstag (4. September) in den Kleinkaliber-Stand. Diese Disziplin, bei der sich der Altöttinger nicht allzuviel ausrechnen kann, nutzt er gewissermaßen nochmals als Vorbereitung auf seinen eigentlichen Höhepunkt.

Anderntags nämlich findet der Dreistellungskampf mit dem Kleinkaliber statt. Auf diesen Wettbewerb freut sich Sepp Neumaier besonders und dies nicht nur deshalb, weil er hier bereits paralympisches Gold (1996) und Silber (2000) gewann. Dabei sind jeweils 40 Schuss im Stehend-, Liegend- und Knieendanschlag über eine im Freien liegende 50-Meter-Distanz abzufeuern. Die "Zehn" hat hier einen Durchmesser von einem Zentimeter. Hitze, Wind oder Regen können auf der Anlage die Leistungen beeinflussen. Doch hier hofft der zweifache Olympia-Edelmetallgewinner und vierfache Weltmeister, seine Routine ausspielen und möglichst weit vorne mitmischen zu können. Auf eine Spekulation bezüglich Medaillen-Chancen wollte sich der dienstälteste Nationalteam-Schütze vor seiner Abreise nicht einlassen. Natürlich aber möchte er sie "auch nicht ganz aus den Augen verlieren". Neun Mitglieder seines Oberholzhausener Heimat-Schützenvereins werden in den 7500 Zuschauer fassenden "Royal Artillery Barracks" am Rande Londons ihrem Aushängeschild live die Daumen drücken.

sgr/Mühldorfer Anzeiger

Kommentare