Nervenstärke führt Sechziger zum Triumph

Rosenheim - „Wir hatten sehr gute Besucherzahlen, insgesamt ein gestiegenes Niveau und ein hervorragendes Endturnier“ – Turnierleiter Armin Bernard zog ein postives Fazit der 33. Auflage um den Sparkassen-Kreispokal.

Titelverteidiger TSV 1860 Rosenheim hatte zuvor das große Finale der Hallenfußball-Meisterschaft der Gruppe Chiem in der Gabor-Halle für sich entschieden.


Funktionäre, Spieler und Fans konnten sich der Meinung Bernards zweifellos anschließen. „So ein Turnier muss man weit und breit suchen“, befand Horst Winkler, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Fußball-Verbandes und einer der Mitbegründer dieses Turniers. Rund 600 Zuschauer beim Endtunier sorgten auch für Zufriedenheit bei Sparkassen-Gebietsdirektor Ulrich Maier. „Das zeigt, dass dieses Turnier sogar noch an Bedeutung hinzugewonnen hat.“

Es war nicht immer so, dass Übereinkunft herrschte. Gerade die Sonderehrungen beim Finalturnier zeigten, wie sehr Expertenmeinungen auseinander driften konnten. Einig waren sich aber allesamt, dass diesmal wohl die beste Endrunde seit vielen Jahren zu bestaunen war. Es waren mit die besten Teams der Region ins Finale eingezogen, was sie dann auch unter Beweis stellten. „Wir hatten viele enge Partien und ein wirklich spannendes Endspiel“, meinte Bernard.


In diesem standen sich einmal mehr die beiden Rosenheimer Top-Clubs TSV 1860 und SB/DJK gegenüber. Beide waren bis dato im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen – und sollten es auch bleiben. In 15 Minuten Hallenfußball fiel zunächst kein Treffer, Langeweile kam aber deshalb keineswegs auf. Und ein Taktieren gab es auch nicht. Vor allem in den letzten 90 Sekunden ging es hoch her, als auf beiden Seiten Hochkaräter zu verzeichnen waren. In der fünfminütigen Verlängerung brachte Markus Einsiedler mit einem tollen Treffer die Sechziger in Front, 37 Sekunden vor Schluss gelang Dominik Schlosser in Überzahl der Ausgleich für den SBR. Wie schon am 6. Januar an gleicher Stelle im Endspiel der Kreismeisterschaft musste das Siebenmeterschießen entscheiden – und wie damals war der Bayernligist nervenstärker: Alle fünf Schützen vom TSV 1860 trafen, beim Sportbund scheiterte Onur Kaya an Tormann Daniel Schmid. „Es hat vor so vielen Zuschauern Spaß gemacht, das war ein super Turnier“, sagte 1860-Kapitän Michael Kokocinski bei der Siegerehrung. Sein Teamkollege Danijel Majdancevic wurde als bester Spieler des Finalturniers ausgezeichnet.

Zuvor dominierte die von Franz Höhensteiger betreute Mannschaft die Gruppe A mit zwei Siegen. Gegen Raubling (3:2) wurde es nach einer 3:0-Führung zwar noch einmal knapp, gegen Kolbermoor war es dann beim 5:0 umso klarer. Im Halbfinale hatten die Sechziger aber große Mühe und mussten schon einmal in die Verlängerung. Kreisligist ASV Au hielt sich lange Zeit wacker, musste sich dann aber mit 1:3 dem klassenhöchsten Team geschlagen geben.

Die Gruppe B ging an den SB/DJK, der zunächst beim 1:1 gegen Ostermünchen seine Probleme hatte, als die Begegnung am Ende in einen offenen Schlagabtausch mündete. Gegen Au ließ der Landesligist seine Klasse aufblitzen und gewann mit 6:0 und auch das Halbfinale gegen Raubling war mit 5:1 für den SBR eine recht eindeutige Sache. Herausragend agierte Torben Gartzen, der mit einigen Klasse-Toren für Aufsehen sorgte. Und Tormann Simon Vockensperger hatte die für Hallenfußball erstaunliche Bilanz von nur drei Gegentoren in einer kompletten Stunde Spielzeit.

Hinter den beiden Rosenheimer Teams reihte sich der TuS Raubling als Dritter ein. Die Inntaler gewannen das „kleine Finale“ gegen Au mit 2:1 und sicherten sich damit den dritten Platz der Gruppe Chiem für die Kreismeisterschaft 2012. Bernhard Sasjadvolk vom TuS erhielt die Auszeichnung zum besten Torhüter.

Mit Rang vier und einer engagierten Leistung zeigte der ASV Au auf. „Die Mannschaft hat hier viele Sympathien gewonnen“, lobte Turnierleiter Bernard. Fünfter wurde der SV-DJK Kolbermoor, der im Platzierungsspiel der beiden Bezirksligisten den SV Ostermünchen mit 6:2 nach Verlängerung in die Schranken verwies.

Die elf Finalrundenspiele wurden von den Schiedsrichtern Michael Bacher (SV Amerang) und Sascha Ellmann (SV Vagen) sehr umsichtig und gut geleitet. Es war auch ihr Verdienst, dass das Endturnier mit nur vier Zeitstrafen sehr fair war. Und bei dieser Entschätzung herrschte dann auch wieder allerorts Einigkeit.

Alle Ergebnisse:

Gruppe A:

  • TuS Raubling – SV-DJK Kolbermoor 2:2
  • TuS Raubling – TSV 1860 Rosenheim 2:3
  • SV-DJK Kolbermoor – TSV 1860 Rosenheim 0:5

Tabelle:

1. TSV 1860 Rosenheim 8:2 Tore/6 Punkte
2. TuS Raubling 4:5/1
3. SV-DJK Kolbermoor 2:7/1

Gruppe B:

  • SV Ostermünchen – ASV Au 2:3
  • SV Ostermünchen – SB/DJK Rosenheim 1:1
  • ASV Au – SB/DJK Rosenheim 0:6

Tabelle:

1. SB/DJK Rosenheim 7:1/4

2. ASV Au 3:8/3

3. SV Ostermünchen 3:4/1

Halbfinale: 

  • TSV 1860 Rosenheim – ASV Au 3:1 n.V.
  • TuS Raubling – SB/DJK Rosenheim 1:5

Um Platz 5:

  • SV-DJK Kolbermoor – SV Ostermünchen 6:2 n.V.

Um Platz 3:

  • ASV Au – TuS Raubling 1:2

Endspiel:

  • TSV 1860 Rosenheim – SB/DJK Rosenheim 6:5 n.S.

Die besten Spieler:

  • Bester Spieler:
  • Bester Torhüter: Bernhard Sasjadvolk (TuS Raubling)
  • Bester Torschütze: Torben Gartzen (SB/DJK Rosenheim), sechs Treffer
  • Das Siegerteam: Daniel Schmid, Eugen Martin, Markus Wallner, Michael Kokocinski, Matthias Huber, Michael Paccagnel, Julian Richter, Markus Einsiedler, Danijel Majdancevic; Trainer: Franz Höhensteiger
  • Kreismeisterschaft: Der TSV 1860 Rosenheim (Titelverteidiger), SB/DJK Rosenheim und TuS Raubling vertreten die Gruppe Chiem bei der Kreismeisterschaft Inn/Salzach am 6. Januar 2012 in Traunstein.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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