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Nächster Sieg von 1860 Rosenheim

OVB
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Mit diesem satten Schuss erzielte Stürmer Thomas Masberg die 1:0-Führung für die Sechziger.

Rosenheim - Als das Spiel gespielt, die Schlacht geschlagen war, sanken die Akteure völlig erschöpft zu Boden.

Freund und Feind, Sieger und Besiegte lagen nun einträchtig nebeneinander auf dem Rasen der kleinen Sportanlage am Reuthinger Weg im Passauer Stadtteil Schalding. Dass der TSV 1860 Rosenheim 2:0 gewonnen, drei Punkte erkämpft hatte in diesem Aufsteiger-Duell der Fußball-Bayernliga beim SV Schalding-Heining, war an der Reaktion schwer auszumachen.

Zu sehr hatten sich die Spieler ausgegeben in den eineinhalb Stunden zuvor, als dass sie jetzt in großen Jubel hätten ausbrechen können.

Trainer Wolfgang Schellenberg ging von Mann zu Mann, bedankte sich bei jedem einzelnen für den großen Einsatz, der innerhalb von nur acht Tagen sieben Punkte beschert, der Mannschaft erst einmal ein bisschen Luft verschafft hat im Abstiegskampf. Doch Schellenberg würde sich selbst untreu, würde er nun den Moment genießen. Als die ersten Gratulanten zu ihm kamen, dachte er schon an nächsten Samstag: "Nun müssen wir gegen den SV Memmelsdorf nachlegen."

Natürlich betonte er auch, wie erleichtert er sei, wie "wichtig in unserer Situation" diese drei Punkte sind. Sie wurden erkämpft gegen einen Kontrahenten, der sich, obwohl im gesicherten Mittelfeld, nie aufgab, der bis zum Schluss alles versucht hat und auch in der letzten Minute noch den Rosenheimer Keeper Kevin Maschke, der den Vorzug vor Peter Martin erhalten hatte, zu Glanzparaden zwang. Die letzten Kraftreserven mussten mobilisiert werden, um hier zu bestehen.

Das Spiel hatte optimal begonnen für die Gäste, schon nach 13 Minuten löste sich in halbrechter Position Thomas Masberg, zog Richtung Tor und versenkte den Ball halbhoch im langen Eck. Eine frühe Führung, die auf heftige Schaldinger Proteste stieß: "Ganz klar abseits", ereiferte sich Trainer Thomas Prebeck und beklagte, dadurch sei sein taktisches Konzept über den Haufen geworfen worden: "Je länger es 0:0 gestanden hätte, desto leichter wäre es für uns geworden. So aber mussten wir früh aufmachen."

Das tat seine Mannschaft. Nun konnte Maschke beweisen, dass er zu Recht im Tor stand, hatte auch Glück, als in der 34. Minute nach einer gefährlichen Flanke von Träger alle verpassten, dass sieben Minuten später Eibl per Kopf nur den Außenpfosten traf und kurz vor dem Pausenpfiff der A-Junior Georg Lenz im Duell mit Neunteufel sein großes Talent als Innenverteidiger unterstreichen konnte.

In der zweiten Halbzeit drängten die Gastgeber die Sechziger mehr und mehr zurück in deren Hälfte, ohne aber zu wirklich klaren Torchancen zu kommen: "Wir konnten keinen richtigen Druck aufbauen", meinte Schaldings Trainer Thomas Prebeck. Doch seine von Verletzungen arg dezimierte Elf holte alles aus sich heraus.

Schellenbergs Team verlegte sich auf Konter, einer davon brachte nach 75 Minuten das erlösende 2:0. Danijel Majdancevic war in eine zu kurze Rückgabe gesprintet und schob nun den Ball an Torhüter Lippert, der früh den verletzten Wloch ersetzen musste, ins Netz. Doch wer gedacht hatte, das wäre die endgültige Entscheidung, sah sich getäuscht. Schalding rannte und kämpfte, wollte zumindest noch den Ehrentreffer. Abelein hatte die Chance nach einem Freistoß, schließlich scheiterten Neunteufel und Pillmeier.

Und Schellenberg konnte durchatmen. "Mit unserem Spiel gegen den Ball war ich zufrieden", erklärte er, "zumindest so lange die Kraft da war. Am Ende merkte man deutlich, dass uns das schwere Spiel vom Mittwoch in Hof noch in den Knochen steckte." Und er nannte auch die Schwachstellen: "Im Spiel nach vorne ist noch viel Luft, daran werden wir arbeiten." Und wer ihn kennt, weiß, dass er das auch tun wird. Und zwar mit aller Konsequenz. Denn diese Woche mit den sieben Punkten war ein großer Schritt, aber noch lange nicht der entscheidende.

TSV 1860: Maschke, Höhensteiger, Lenz, Haas, Linnemann, Okanovic, F. Hofmann (65. Adamosky), Majdancevic, Karayün, Einsiedler (46. Tuncali), Masberg (55. Wallner).

Tore: 0:1 Thomas Masberg (13.); 0:2 Danijel Majdancevic (75.)

Schiedsrichter: Ralf Heisinger (Hutschdorf)

Zuschauer: 480

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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