+++ Eilmeldung +++

Polizei warnt: Münchner sollen in Häusern bleiben

Täter greift mit Messer mehrere Menschen an - Mann flüchtig

Täter greift mit Messer mehrere Menschen an - Mann flüchtig

Die Jungen sollen es richten

+

Mühldorf - Neue Liga, neue Spieler, neues Rahmenprogramm: Als Neulinge in der dritten deutschen Liga sind die Volleyballer des TSV Mühldorf heuer besonders gefordert.

Für Spielertrainer Michi Mayer gilt es große personelle Verluste zu kompensieren. „Es wird hart“, sagte er bei einer Pressekonferenz in der Mittelschulturnhalle.

Seit acht Wochen bereiten sich die Aufsteiger in die dritthöchste deutsche Spielklasse auf die Saison vor. Einige Testspiele wurden absolviert. Das letzte am vergangenen Freitag gegen die zweite Mannschaft, das die erste Garde knapp mit 2:1 gewann. Deutlich erkennbar: Es sind noch einige Baustellen offen im jüngsten Team der Liga. „Es sind halt immer die drei bis vier vermeidbaren Fehler, die man aber den jungen Spielern einfach auch noch zugestehen muss“, zeigte Trainer Michi Mayer nach dem Spiel Verständnis mit seiner Mannschaft.

Diese wurde komplett umgekrempelt, nachdem sich einige Leistungsträger der letzten Jahre in andere Richtungen orientiert hatten. Der schmerzlichste Verlust: Fabian Wagner, „der beste Spieler der Liga. Diese Lücke ist kaum zu schließen“, gab Michi Mayer zu. Lars Rommel, der in die Zweite zurückging. Patrick Brunner, der nun für den MTV München aufschlägt. Oder Mittelblocker Thomas Brandstetter, der in den Vereinigten Staaten studiert: Das ist nur schwer zu kompensieren, weiß Mayer, der immerhin auf einen starken Unterbau zurückgreifen kann. „Da kommt uns zugute, dass wir ein Ausbildungsverein sind, nebenbei gesagt, der mit der besten Jugendarbeit in ganz Deutschland“, betont Abteilungsleiter Stefan Bartsch. Aus der U 20 und der U 18 ist es so möglich Spieler zu rekrutieren, „von denen jeder in diesem jahr mindestens einen deutschen Meistertitel gewonnen hat“, informierte Bartsch. Allerdings: Es handelt sich um sehr junge Spieler, „unter anderem fünf 97er-Jahrgänge. Mit dem Durchschnittsalter liegen wir sogar noch unter dem des Volleyball-Internats Kempfenhausen“, so Bartsch weiter. Das bringt Probleme mit sich, was die Fahrten zu den Auswärtsspielen in Bayern, Sachsen und Thüringen betrifft: „Wir brauchen die Eltern als Fahrer, weil die Jungs teilweise noch gar keinen Führerschein haben“, schmunzelt Trainer Michi Mayer. Er weiß um die schwierige Aufgabe die neuen Spieler wie Nico Philipeit oder Iven Ferch zu integrieren, gerade im Jahr eins nach dem Aufstieg.

Dazu kommen die finanziellen Daumenschrauben. „Das Budget ist mit 12 000 Euro begrenzt“, erklärt Bartsch. Damit auch die Möglichkeit, eventuell Leistungsträger nach Mühldorf zu lotsen. „Wir haben dafür weder die finanziellen Mittel noch das berufliche Umfeld“, da könne man mit München nicht mithalten, weiß der Abteilungsleiter.

Fremde Spieler wolle man auch nicht, fügt Mayer hinzu. Mit Athletik und Fitness will man in der Liga bestehen. Der Aufschlag sei dafür die größte Pfund. Die Berufung einiger Spieler in die Jugendnationalmannschaft zeuge schon jetzt von der hohen Qualität seiner Nachwuchsspieler. Leo Tille, der im Zweitspielrecht für das Internatsteam Kempfenhausen in der zweiten Bundesliga mitmischt, ist als Libero fest gesetzt. Mit Zuspieler und Kapitän Johannes Tille kommt einem weiteren Nationalmannschaftsmitglied große Verantwortung zu. Und die übernimmt er gerne. Entsprechend zuversichtlich definiert der 16-Jährige das Saisonziel „mit einem Platz unter den ersten drei“. Mayer bleibt da eher zurückhaltend, weiß um die Ausgeglichenheit in der Liga: „Mit fünf, sechs gewonnen Spielen kannst du immer noch hinten drin stehen.“ Immerhin hatten sich die Mühldorfer beim ersten Spiel der Saison gegen den letztjährigen Vierten in Friedberg überzeugend aus der Affäre gezogen (1:3). Und das schafft Zuversicht. Spätestens bis Weihnachten soll nach Ansicht von Michi Mayer die junge Mannschaft zu einer Einheit gewachsen sein, deren Plus es sein könnte, dass sie möglicherweise von den etablierten Teams unterschätzt wird.

Unterschätzung auf der einen Seite, Unterstützung auf der anderen: „Die Heimspiele werden zum Event“, verspricht Stefan Philipeit, neuer Teammanager der Mühldorfer. Ein interessantes Rahmenprogramm an den Heimspielen, dazu Cheerleader, die in den Pausen für Unterhaltung sorgen. Das soll neben der sportlichen Leistung die Zuschauer in die Turnhalle locken. Rollbanden hat die Abteilung angeschafft, um eine attraktive Werbeplattform zu schaffen. „Mei, kein Ball darf auf den Boden fallen“, das ist die simple Marschrichtung, die Mayer für die Saison vorgibt. Diese Losung hatte er in aller Bescheidenheit auch im vergangenen Jahr ausgegeben – und am Ende wurde die Meisterschaft gefeiert. je 3242: Das Jahr eins nach dem Aufstieg in Deutschlands dritthöchste Klasse ist mit großen Herausforderungen verbunden. Von links: Abteilungsleiter Stefan Bartsch, Kapitän Johannes Tille, Spielertrainer Michi Mayer und Teammanager Stefan Philipeit.

je/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser