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Stephanskirchens Holländer Veneman nutzt Heimvorteil

Der Waldkraiburger Luca Grünwald steht als deutscher Meister der 125-ccm-Kategorie fest.

Assen - Mit erstklassigen Resultaten haben die heimischen Rennfahrer überzeugt, die in der Internationalen deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) an den Start gegangen sind.

Zweimal die volle Punktzahl kassierte Barry Veneman (Niederlande) bei seinem Heimspiel im Niederländischen Assen: Der Superbike-Pilot des Teams alpha Technik Van Zon BMW (Stephanskirchen) musste sich zwar im ersten Rennen dem WM-Piloten Max Neukirchner (Stollberg/Honda) beugen, doch dieser erhielt als Gaststarter keine IDM-Zähler. den zweiten Lauf gewann Veneman ohnehin - und machte damit sein von den Ergebnissen her perfektes Wochenende komplett: er hatte auch im Training die Bestzeit markiert. Allerdings gab es auch Probleme, denn im zweiten Lauf hatte er nach einer Änderung des Set Ups "leider genau in die falsche Richtung" Schwierigkeiten. Doch nach mehreren Regenschauern konnte das Rennen erst im dritten Anlauf richtig gestartet werden, und in der Zwischenzeit hatte das Team aus Stephanskirchen das Motorrad wieder richtig umgerüstet.

Im ersten Durchgang folgte hinter Veneman der Österreicher Martin Bauer (KTM), IDM-Spitzenreiter Karl Muggeridge (Australien/Honda) und alpha-Technik-Fahrer Werner Daemen (Belgien). Der Raublinger Filip Altendorfer fuhr als 18. durchs Ziel, doch wegen einiger Gastarter war er 13. der IDM-Fahrer und holte somit zum dritten Male in dieser Saison IDM-Punkte. Den zweiten Durchgang gewann Veneman vor dem Tschechen Matej Smrz (Honda), Neukirchner, Muggeridge, Bauer und Daemen. Daemen hatte mit Schmerzen zu kämpfen. Im ersten Training "hatte er plötzlich extremes Lenkerschlagen", berichtete Teamchef Josef Hofmann. Es folgte ein Sturz, bei dem sich der Belgier eine Nackenprellung und eine Daumenverletzung zuzog. Rang 21 (18. der IDM-Stammfahrer) erkämpfte Altendorfer. In der Gesamtwertung führt Muggeridge (227 Punkte) vor Bauer und Daemen (je 196) sowie Veneman (175), Altendorfer (14) nimmt Rang 22 ein.

In der Klasse Supersport nutzte Raymond Schouten aus dem niederländischen Waardhuizen ebenfalls seinen Heimvorteil: Der Yamaha-Pilot feierte den Sieg vor Michael Ranseder (Österreich/Yamaha), Damian Cudlin (Australien/Yamaha), Kevin Wahr (Nagold/Honda) und Jesco Günther (Wuppertal/Yamaha). Auf Rang sieben folgte Günthers Teamkollege vom Team SKM Racing Shell Advance, der Waginger Christian Kellner. Der 38-Jährige, der dem RTC Traunstein angehört, verbuchte damit in den vergangen vier Wettkämpfen seine dritte Top-Ten-Platzierung. In der Gesamtwertung führt Cudlin (200) vor Ranseder (184), dem Österreicher Günther Knobloch (Yamaha/129), dem besten deutschen Piloten, Kevin Wahr (118) sowie Günther (101). Kellner (52) ist Neunter.

Ecklmaier fehlt wieder wegen Schlüsselbeinbruchs

In der 125-ccm-Kategorie stand Luca Grünwald (Waldkraiburg) schon vor seinem Auftritt in Assen als Deutscher Meister fest. In den Niederlanden musste er sich nur seinem Teamkollegen Toni Finsterbusch (Krostitz/Freudenberg Racing Team) und Marvin Fritz (Neckarzimmern/LHF Project Racing) geschlagen geben. Hinter Gaststarter Niklas Ajo (Finnland) belegte der 14-jährige Ainringer Philipp Öttl den fünften Platz, kassierte aber als viertbester IDM-Pilot sogar 13 Punkte (Rang 4). Noch nicht wieder mitmischen konnte der Pechvogel der Saison, Michael Ecklmaier (Gars/Inn): der 14-Jährige hatte sich in Schleiz beim zweiten Rennen der Achtelliter-Kategorie das Schlüsselbein gebrochen. "Diesmal war es das Rechte", so Ecklmaier. Der Gesamtsieger des ADAC Junior Cups 2010 hatte in dieser Saison bereits einmal wegen eines Schlüsselbeinbruchs auf der linken Seite pausieren müssen. In der Gesamtwertung führt Grünwald (233 Punkte) das Feld vor Finsterbusch (184), dem Schweizer Damien Raemy (125) und Philipp Öttl (117) an. Ecklmaier (17) nimmt Rang 18 ein.

Ein chaotisches Wochenende erlebte im Yamaha-R6-Dunlop-Cup Spitzenreiter Markus Reiterberger. "Am Freitag hatte ich mit den alten Reifen große Fahrwerksprobleme, am Samstag mit den neuen ging es immer noch nicht so gut. Trotzdem habe ich im Zeittraining Platz zwei erkämpft." Pech nur: Als Reiterberger gegen Ende des zweiten Qualifyings die Hand hob und anzeigte, langsamer zu werden und in die Box zu fahren, wurde er von einem Konkurrenten über den Haufen gefahren. Die Folge: Die Maschine musste eiligst für das Rennen am nächsten Tag hergerichtet werden. Im Cup-Lauf wechselten sich Reiterberger und Luca Hansen (Midlum) in der Führung ab, ehe es zum ersten Abbruch kam. Gleich nach Wiederbeginn lag der 16-Jährige vorn, doch es folgte wegen weiterer Stürze wieder ein Abbruch. Da der Stand aus der letzten kompletten Runde vor dem ersten Abbruch gewertet wurde, wurde der junge Obinger Zweiter hinter seinem Titelkonkurreten Hansen. Wegen der nur fünf vollen absolvierten Runden gab es diesmal nur die halben Punkte. Reiterberger (132) hat nun 24,5 Zähler Vorsprung vor Hansen (107,5), muss also bei einem Sieg Hansens in Hockenheim (25 Punkte) mindestens einen Zähler (Rang 15) erreichen, um den Titel sicher zu haben. Pech hatte diesmal der Pallinger Hobbyfahrer Chris Schmid, der vorzeitig ausschied.

who/Oberbayerisches Volksblatt

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